6.1Anschlussübersicht
Die folgende Abbildung veranschaulicht die Verbindungen, die vom und zum EME hergestellt werden müssen. Diese sind:
- Verbindungen zum übergeordneten Prüfsystem (linke Seite im Bild).
- Verbindungen zum Inverter als Prüfling (rechte Seite).

6.2Wasserkühlung
Die aktive Motorsimulation verwendet eine Wasserkühlung.
Empfohlen wird eine Vorlauftemperatur von ca. 15 °C (10…25 °C). Halten Sie das Kühlwasser sauber; Filter werden empfohlen, um Rückstände im Wärmetauscher zu vermeiden, die die Kühlleistung verringern.
Ein Durchflussbegrenzer sollte eingebaut werden, um den Wasserdurchfluss festzulegen. Die Durchflussmenge hängt von der mittleren Leistung und der Spitzenleistung ab. Typische Werte sind 5…30 l/min. Bitte überwachen Sie die EME-Temperaturen wie in EME-interne Temperaturen dargestellt.
Stellen Sie sicher, dass Kühlwasser nur bei Bedarf zugeführt wird, um die Menge an Kondenswasser zu verringern.

6.3Anschlüsse zum Prüfsystem
Für einen ordnungsgemäßen Betrieb benötigt die aktive Motorlast Verbindungen zum übergeordneten Prüfsystem. Die Abbildung in Anschlussübersicht zeigt die Anschlüsse zum Prüfsystem auf der linken Seite, wobei rot markierte Leitungen gefährliche Spannungen führen. Die blau markierten Linien entsprechen den Kühlschläuchen.
Die Anschlüsse sind so weit wie möglich mit modularen Harting-Steckverbindern ausgeführt, um sicherzustellen, dass keine falschen Verbindungen hergestellt werden können. Darüber hinaus können dieselben Steckverbinder für verschiedene internationale Normen verwendet werden. Die Gegenstecker werden zusammen mit dem System geliefert.
Alle Anschlüsse befinden sich oben am Schaltschrank.

Sicherheit + Elektronikversorgung
6.3.1HV-DC vom Netzteil
Für den Anschluss an das HVDC-Netzteil wird der folgende Harting-HAN-Steckverbinder verwendet.
Die Pinbelegung ist wie folgt:
- Pin1 HVDC**+**
- Pin2 HVDC**-**
Sowohl Stecker als auch Buchse sind gegen direktes Berühren geschützt. Dies ist notwendig, da die Pufferkondensatoren der aktiven Last auch im abgesteckten Zustand geladen sein können.
Der Steckverbinder ist für 200 A/1 kVDC ausgelegt. Verwenden Sie daher ein Netzteil unterhalb dieser Bemessungswerte.

6.3.2Sicherheit und Elektronikversorgung
Für den Anschluss an die Elektronikversorgung und die Sicherheitsschnittstelle wird der folgende Harting-HAN-Steckverbinder verwendet. Die Pinbelegung ist wie folgt:

Auf der rechten Seite ist die Funktion der Sicherheitsschnittstelle dargestellt, sowohl für die Schalter als auch für den Analogausgang zur Messung der Prüflingsspannung.

6.3.3Ethernet-Kommunikation
Verwenden Sie das Ethernet-Kabel mit RJ45-Stecker für die Kommunikation mit einem Windows-PC.
6.3.4CAN-Kommunikation
Derzeit nicht in der Software umgesetzt.
6.4Anschluss des Prüflings
Nachdem die internen Verbindungen des Prüfsystems hergestellt sind, muss die Verdrahtung zum Prüfling hergestellt werden. Die Abbildung in Anschlussübersicht zeigt die Anschlüsse zum Prüfling auf der rechten Seite, wobei rot markierte Leitungen gefährliche Spannungen führen. Die blau markierten Linien entsprechen den Kühlschläuchen.
6.4.1Positionssensor-Simulation
SIN/COS-Simulation
| Pin | Signal | Pin | Signal |
|---|---|---|---|
| 1 | GMR_SIN_P | 7 | AMR_COS_P |
| 2 | GMR_SIN_N | 8 | AMR_COS_N |
| 3 | GMR_COS_P | 9 | -- |
| 4 | GMR_COS_N | 10 | -- |
| 5 | AMR_SIN_P | 11 | -- |
| 6 | AMR_SIN_N | 12 | GND |

Eine Funktionsbeschreibung finden Sie unter SIN/COS-Generator
Resolver-Simulation
| Pin | Signal |
|---|---|
| 1 | SIN+ |
| 2 | SIN- |
| 3 | COS+ |
| 4 | COS- |
| 5 | EXC+ |
| 6 | EXC- |

Eine Funktionsbeschreibung finden Sie unter Resolver-Simulation
6.4.2Anschluss der 3 Motorphasen, HV-DC und des optionalen Erregers an den Prüfling
Motorphasen, HV-DC-Versorgung und Erregerleitungen werden gemäß dem folgenden Bild angeschlossen. Vorzugsweise werden die Kabel mit den folgenden Beschriftungen gekennzeichnet, um Verwechslungen auszuschließen:
- U V W
- DC+ DC-

Bringen Sie immer Schirmklemmen und Zugentlastungen ähnlich wie im folgenden Bild an:

Da es bei drei Prüflingen mehrere Leitungen gibt, ist es sinnvoll, die Leitungen zusätzlich mit DUT1, DUT2, DUT3 zu kennzeichnen.
Zusätzlich zur EMV-Schirmklemme muss im unteren Bereich der Schirmschiene eine Zugentlastung montiert werden. Das gleiche Vorgehen mit Schirmklemmen und Zugentlastung gilt für die Erregeranschlüsse.
6.4.3EMV-Aspekte
Da der Inverter (Prüfling) eine Quelle elektrischer Störungen sein kann, müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Emissionen des Prüflings zu reduzieren. Die meisten Emissionen werden über die Motorphasenkabel abgestrahlt. Daher ist besondere Sorgfalt geboten bei:
- ordnungsgemäßer Schirmung der Motorphasen-, HV-DC- und Erregerkabel
- ordnungsgemäßer Erdung von Prüfling und Prüfsystem.
- Positionierung der Leistungs- und Signalkabel
Beim Betrieb des Systems ist es entscheidend, dass alle Leistungskabel an BEIDEN Enden ordnungsgemäß geschirmt sind, d. h.
- am Emulatoranschluss
- am Gehäuse des Prüflings
Verwenden Sie Schirmklemmen an den Emulatoranschlüssen:

Stellen Sie sicher, dass alle Schirme der Leistungskabel über Metallverschraubungen ordnungsgemäß mit dem Gehäuse des Prüflings verbunden sind:
Um sicherzustellen, dass das Gehäuse des Prüflings eine ordnungsgemäße Erdverbindung hat, stellen Sie eine zusätzliche Erdungsleitung zu einem guten Erdpotential her.


Halten Sie außerdem möglichst großen Abstand zwischen Signalkabeln und Leistungsleitungen, um gegenseitige Beeinflussung zu reduzieren. Wenn nicht genügend Platz vorhanden ist, vermeiden Sie eine parallele Verlegung und bevorzugen Sie eine rechtwinklige Anordnung.