5.1Einschalten und Login
Nach dem Herstellen der Spannungsversorgung durch den Hauptschalter an der Vorderseite fährt der ICEcube hoch und es kann sich über den Webserver oder das Display verbunden werden.
Es gibt 2 Login Möglichkeiten: (Default IP-Adresse: 192.168.222.91)
Web User, (Passwort: IRSice): Bei diesem Zugang sind Schreib- und Leserechte aktiv. Der ICEcube kann über das Touchdisplay oder den Webserver vollständig bedient werden.
Web Guest, (Passwort: guest): Hier sind nur Leserechte aktiv. Der Gastzugang verhindert ungewolltes Bedienen bei automatisierten Abläufen. Hier können nur die Parameter visuell gesichtet werden und bietet Einblicke auf die Status- und Errorbits.
5.2Bedienung des ICEcube
Der ICEcube kann über Modbus-TCP ferngesteuert werden oder er wird über die Webserveroberfläche bzw. das Touchdisplay gesteuert.
Hierbei gilt folgendes:
Graue Taster: dies sind Bedienfelder, bei denen Aktionen ausgeführt werden. Bei fast allen Aktionen wird die Freigabe vorausgesetzt und sie sind bei bestimmten Fehlerzuständen verriegelt.
Grüne und Gelbe Leuchten: Statusleuchten, bei denen ersichtlich ist, welche Funktion im Moment aktiviert ist
Blaue Leuchte: Infoleuchte, blinkt, wenn eine Aktion ausgeführt werden muss (z.B. Reset) oder nur als allgemeine Meldung, wenn alles bereit ist.
Rote Leuchte: Errorleuchte, leuchtet wenn Fehlerzustände vorliegen. Nach der Fehlerbehebung muss der Reset Button betätigt werden.
5.3Hauptseite
Freigabe: Mit Freigabe wird ein globales Enable bit gesetzt, bei dem sämtliche Funktionen freigegeben werden. Es kann auch als Not-Stop Funktion verwendet werden. Ob Freigabe aktiv ist, wird mit der nebenstehenden grünen Leuchte visualisiert
Reset: Mit Reset können behobene Fehler zurückgesetzt werden. Die Statusleuchte gibt Meldung ob ein Reset aussteht.
Auto Fill: Mit dieser Funktion wird das automatische Befüllen aktiviert, hierbei wird nach jedem Ausblasen des Prüflingskreises kontrolliert, ob der Füllstand wieder beim Maximum liegt. Wenn sich eine Abweichung zeigt öffnet sich das Befüllventil und Wasser kann nachgefüllt werden. Das Befüllen wird unterbrochen, wenn der IceCube wieder in Betrieb ist oder der Maximum Füllstand erreicht ist.
Soll-Temp. DUT: Hier wird der Sollwert für die Kühlwassertemperatur, mit dem der Prüfling temperiert werden soll gesetzt. Auf diese Vorlauftemperatur wird der Prüflingskühlkreislauf anschließend geregelt.
Wassertemp. Haus: Zur Regleroptimierung soll hier die externe Hauswassertemperatur angegeben werden.
pH-Wert und Leitwert: Gibt Rückschlüsse auf den Zustand des Kühlwassers im Tank.
Ist-Temperatur, Ist-Durchfluss, Druck: Messwerte der jeweiligen Prüflingskreisläufe.
Pumpe: Aktiviert Kühlwasserpumpe
Ausblasen: Kühlkreislauf wird mit Druckluft gereinigt, sodass beim Prüflingstausch nur noch eine geringe Menge Restwasser austritt.
Dichteprüfung Der jeweilige Kühlkreislauf wird mit Druckluft beaufschlagt. Die Überwachung des Druckabfalls lässt Rückschlüsse auf fehlerhafte Verbindungen oder Leckagen schließen.
Symbole Visualisieren die Aktivität der Aktionen
Kreislauf befüllt Zeigt auf wenn die Prüflingskreisläufe mit Wasser befüllt sind.
5.4Konfiguration
Kreise Koppeln: Bei Anforderungen mit großer Kühlleistung bzw. hohen Durchflüssen können optional die beiden Kühlkreisläufe parallel gekoppelt werden. Für eine störungsfreie Regelung muss der gelbe Button „Kreise gekoppelt“ aktiviert werden.
Schalter „Pumpe regelt auf“: Durchfluss, Druck Hier wird ausgewählt, ob der ICEcube auf einen Solldruck einregelt oder auf einen gewünschten Durchfluss. Diese Funktion beeinflusst immer beide Kühlkreisläufe.
Soll-Temperatur: Hier wird wie auch auf der HomePage der Sollwert für die Kühlwassertemperatur, mit dem der Prüfling temperiert werden soll gesetzt. Auf diese Vorlauftemperatur der Prüflingskühlkreisläufe wird anschließend geregelt.
Überdruck Schwellwert: Da die Pumpen bis zu 9bar Druck liefern können, kann zum Schutz empfindlicher Prüflinge der Druck begrenzt werden. Bei Überschreiten dieser Schwelle schaltet der ICEcube ab.
Soll-Druck: Druck, auf den der jeweilige Kühlkreislauf geregelt wird
Ist-Druck: Im jeweiligen Kühlkreis aktuell gemessener Druck
Soll-Durchfluss: Durchfluss, auf den der jeweilige Kühlkreislauf geregelt wird
Ist-Durchfluss: Im jeweiligen Kühlkreis aktuell gemessener Durchfluss
T Korrekturfaktor: Durch eventuelle Toleranzen der Temperatursensoren kann hier ein (Gain) Korrekturfaktor hinterlegt werden. (Default ist dieser 1)
T Korrekturwert: Durch eventuelle Toleranzen der Temperatursensoren kann hier ein (Offset) Korrekturfaktor hinterlegt werden. (Default ist dieser 0)
Ausblasen kontinuierlich: Hier kann die Ausblasdauer in Sek. angegeben werden bei dem die Druckluft konstant die Kreisläufe durchströmt.
Ausblasen Pulsen: Hier kann die Dauer in Sek. angegeben werden in der die Druckluft gepulst die Kreisläufe durchströmt um eine noch bessere Reinigung zu erreichen (ca. 2sek. Pulse).
5.5Fehler- und Statuszustände
Not-Aus Extern: Interlock Harting Rückseite nicht gesteckt, Interlockschleife im gesamten System evtl offen.
Fehler Überdruck: Fehler löst aus, sobald die in der Konfiguration angegebene Schwelle überschritten wird.
Fehler Übertemp.: Fehler, Wasser- oder Heizstabtemperatur zu hoch
Füllstand <Min: Tankfüllstand zu gering
Füllstand Max: Maximum Tankfüllstand wurde erreicht
Fehler FU: Frequenzumrichter der Pumpe ist im Fehlerzustand
fb Heizstab: Feedback leuchtet, wenn Heizstab aktiviert ist.
Dichteprüfung i.O.: Dichteprüfung abgeschlossen und bestanden
Dichteprüfung läuft: Status leuchtet solange die Dichteprüfung aktiv ist
Temp. Heizstab: Gemessene Temperatur unmittelbar am Heizstab
Software Version: Zeigt die aktuelle LOGO PLC-Softwareversion an
5.6Wartungsinformationen
Je nach Kühlmedium lassen sich Grenzwerte für ph-Wert und Leitwert festlegen.
Sobald diese verletzt werden empfehlen wir den Tausch der Kühlflüssigkeit.
Die Filter sollten regelmäßig gereinigt werden. Dabei kann eine Kontrolle der Flüssigkeit auf Verfärbungen und Rückstände im Wasser durchgeführt werden.
Sobald Kühlleistung und Durchflüsse beeinträchtigt werden, empfehlen wir eine Spülung der Kreise und Erneuerung der Flüssigkeit.