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Kapitel 1 · Resolver Simulation

Hardware

Das folgende Kapitel stellt die Hardware des Moduls vor.

1.1Blockschaltbild

Die folgende Abbildung zeigt das Blockschaltbild des Moduls. Die Signale auf der rechten Seite sind für den Anwender zugänglich. Die Signale auf der linken Seite stellen die Compact-RIO-Schnittstelle dar und werden in diesem Handbuch nicht im Detail beschrieben.

Blockschaltbild: Spannungsversorgung, analoge und digitale Signalverarbeitung, Trenntransformatoren für Erregung, Sinus und Kosinus, SYNC-Erkennung
Abbildung 5: Blockschaltbild

Alle Ein- und Ausgangssignale sind vom Compact-RIO galvanisch getrennt. Der Erregerreferenzeingang sowie die Sinus- und Kosinusausgänge sind über Transformatoren getrennt. Der SYNC-Eingang ist digital über einen Optokoppler getrennt.

1.2Schnittstellen

Die Signale der Anwenderschnittstelle haben folgende Funktion. Jedes Signal hat einen positiven und einen negativen Anschluss.

  • Erregerreferenzeingang:
    • Eingangssignal vom zu prüfenden Umrichter
    • Typischerweise wird ein Sinussignal von etwa 10 Vpp angelegt
  • Sinus-/Kosinusausgang:
    • Ausgangssignale der Simulation, eine amplitudenmodulierte Darstellung des Erregersignals. Die Modulation erfolgt per Software.
    • Im RVDT-Modus wird das Ausgangssignal zwischen Sin+ und Cos+ abgegriffen (Sin- und Cos- müssen miteinander verbunden werden) -> Differenzausgangssignal:
  • SYNC-Eingang (nur ResSi):
    • Mit diesem Signal kann die Modulationsfrequenz der Sinus- und Kosinusausgänge mit einem Drehzahlsignal synchronisiert werden (im RVDT-Modus nicht verwendet).
    • D. h., hier kann die Drehzahl (RPM) des Motors angelegt werden.

Verdrahtung der RVDT-Simulation: Ausgangsspannung zwischen Sin+ und Cos+, Sin- und Cos- miteinander verbunden, Erregerspannung an EXC

1.3Pinbelegung

Die folgende Tabelle zeigt die Pinbelegung des Frontsteckverbinders.

PinBeschreibung
0SYNC +
1SYNC -
2Sinusausgang -
3Sinusausgang +
4-
5Kosinusausgang -
6Kosinusausgang +
7-
8Erregerreferenzeingang -
9Erregerreferenzeingang +

Tabelle 4: Pinbelegung des Frontsteckverbinders

Frontsteckverbinder des Resolver-Simulatormoduls

Eine Sinusschwingung am Eingang wird abhängig von der geforderten Drehrichtung und Motordrehzahl moduliert. Die modulierten Signale werden als gedämpfte Sinusschwingung und als gedämpfte (und phasenverschobene) Kosinusschwingung ausgegeben. Die Dämpfung lässt sich per Software konfigurieren.

Es ist auch möglich, einen statischen Rotorwinkel einzustellen.

Darüber hinaus steht ein Synchronisationseingang zur Verfügung, mit dem sich beispielsweise eine externe Frequenz messen lässt.

1.4Technische Daten

SignalMerkmalMinTypischMaxEinheit
VersorgungsspannungVersorgungsspannung (wird vom cRIO-Chassis bereitgestellt, keine externe Spannung erforderlich)4,55,5V
VersorgungsspannungStromaufnahme (wird vom cRIO-Chassis bereitgestellt)50mA
ErregerreferenzeingangSpannungsbereich der Erregerreferenz20Vpp
ErregerreferenzeingangEingangswiderstand der Erregerreferenz (bei 10 kHz, induktiv)2000Ohm
ErregerreferenzeingangEingangsfrequenz der Erregerreferenz21020kHz
SYNC-EingangEingangsspannungsbereich SYNC (Spitzenspannung)550Vpeak
SYNC-EingangErkennungsschwelle SYNC-Eingang3V
SYNC-EingangEingangsfrequenz SYNC1200Hz
SYNC-EingangEingangsstrom SYNC (U > 3 V)27mA
Sinus-/KosinusausgangAusgangspegel Sinus/Kosinus (abhängig von den Softwareeinstellungen)020Vpp
Sinus-/KosinusausgangAusgangswiderstand (bei 2,5–10 kHz)5720Ohm

Tabelle 5: Technische Daten

1.5Beispiel-Signalverläufe (Resolver)

Die folgenden Screenshots veranschaulichen die Funktion (Kanal 1: Erregung, Kanal 2: Sinusausgang, Kanal 3: Kosinusausgang).

Oszilloskopaufnahme bei 10.000 RPM
Abbildung 6: Ein- und Ausgangssignale bei 10.000 RPM
Oszilloskopaufnahme bei 4000 RPM
Abbildung 7: Ein- und Ausgangssignale bei 4000 RPM
Oszilloskopaufnahme bei 1000 RPM
Abbildung 8: Ein- und Ausgangssignale bei 1000 RPM
Oszilloskopaufnahme mit Detailansicht des Umschaltpunkts
Abbildung 9: Details zum Umschaltpunkt

1.6Beispiel-Signalverläufe (RVDT)

Die folgenden Screenshots veranschaulichen die Funktion (Kanal 3: Erregung; Kanal M: Differenzausgangssignal; max. Winkel (Einstellung): 30°).

Oszilloskopaufnahme: RVDT-Erregung und Differenzausgang bei 0 Grad
Abbildung 10: RVDT-Eingangssignal und Differenzausgangssignal bei 0°
Oszilloskopaufnahme: RVDT-Erregung und Differenzausgang bei +30 Grad
Abbildung 11: RVDT-Eingangssignal und Differenzausgangssignal bei +30° (max.)
Oszilloskopaufnahme: RVDT-Erregung und Differenzausgang bei -15 Grad
Abbildung 12: RVDT-Eingangssignal und Differenzausgangssignal bei -15°