Zum Inhalt springen
Dokumentation · SSV

SSV

Signal SuperVision bezeichnet die permanente, verlustfreie Echtzeit-Überwachung eines Eingangssignals anhand eines definierten Regelwerks. Die Regeln lassen sich einfach in einem komfortablen Editor definieren. Die Auswertung erfolgt in Echtzeit durch FPGA-Module, erkannte Fehler werden intern gezählt. Eine Auto-Record-Funktion kann den Signalverlauf um den ersten erkannten Fehler herum aufzeichnen, einschließlich Fehler- und Triggerpositionen.

SSV = Signal SuperVision

Hauptmerkmale

  • Mehrkanaliger, optisch isolierter Analogeingang (16ch@1MS/s, 48ch@125kS/s pro Kanal)
  • Variabler Messbereich für höhere Genauigkeit (nur RPLUS-Module)
  • FPGA-basierte, autonome Echtzeit-Signalanalyse (0 % CPU-Last)
  • Verlustfreie Signalüberwachung auf allen Kanälen
  • Unabhängiger Triggermodus (Self, Reference, Timer) und unabhängige Einstellungen pro Kanal
  • Optionale Triggerbedingungen pro Kanal und zwischen Kanälen (Periodenprüfung, Prüfung des Abstands zum Referenztrigger)
  • Snapshot des Signalverlaufs bei Fehlererkennung
  • Integrierte Testfunktionen und Fehlerzählung
  • Intuitiver Editor für die Projektkonfiguration
  • API für Konfiguration und Ausführung

IRS SSV-Produkte nutzen ein FPGA (Field Programmable Gate Array) für die schnelle, lückenlose und autonome Echtzeit-Signalanalyse und -überwachung periodischer Signale. Je nach gewähltem Modul können bis zu 48 Kanäle pro Modul gleichzeitig überwacht werden. Jeder Signal-SuperVision-Kanal kann integrierte Analysefunktionen auf definierbare Bereiche eines periodischen Signals anwenden (Mittelwert, Tastverhältnis, obere und untere Grenze, Area Check, Flankenzähler).

Da diese Funktionen als programmierbare Hardwareschaltung (FPGA) implementiert sind, werden sie in Echtzeit ausgewertet und beanspruchen während der Ausführung keine CPU-Zeit auf dem Hostsystem. Kein einziger Abtastwert geht verloren. Jede Funktion bietet mehrere Parameter, um die Messung und die Auswertegrenzen einzustellen. Fehlgeschlagene Tests werden intern gespeichert und gezählt (bis zu 256 Fehler pro Funktionsdefinition).

Der Host wird nur benötigt, um die Module zu konfigurieren, die Ergebnisse abzurufen, Signalverlaufsdaten zu speichern und die Fehlerzähler zurückzusetzen.

Die Größe des Auswertefensters hängt von der Kombination aus Modul und Trägerkarte ab. Alle Karten haben mindestens eine maximale Periodenbreite von 1 Sekunde (48-Kanal-Low-Speed-Modul: 8 Sekunden) und eine maximale Analysefensterbreite von 250 ms (48ch: 1 s).

Versionsinformationen

Diese Dokumentation bezieht sich auf die SSV-Treiber und -Anwendungen der Version 4.2.0.0.

Kapitel 1

SSV-Hardware

Aktuelle IRS SSV-Produkte sind FlexRIO-Adaptermodule für National Instruments PXI-FlexRIO-Karten als Trägerkarte (die auch das FPGA enthält) sowie sbRIO-SSV-Module, die ein National Instruments sbRIO System-On-Module enthalten.

1.1IRS-SSV-Adaptermodule (SSV 48, SSV 48 RPLUS, SSV16 und SSV16 RPLUS)

IRS FlexRio SSV48 V1.4 Adaptermodul mit D-Sub-Steckverbinder
IRS FlexRio SSV 48
National Instruments PXI 7953R FlexRIO-Karte
National Instruments PXI 7953R FlexRIO-Karte, PXIe 7972R Flexrio wird ebenfalls unterstützt

1.2sbRIO SSV

IRS sbRIO SSV V1.2 Echtzeit-Analysator in schwarzem Gehäuse
IRS sbRIO SSV mit System-On-Module
Kapitel 2

SSV-Software

SSV ProjectEditor

Komfortabler Editor zur Konfiguration des SSV-Hardware- und -Software-Setups, einschließlich Vorschau der Abtastwerte und Berichterstellung.

SSV LabVIEW API

Eine Sammlung von LabVIEW-VIs, mit denen Sie Ihre SSV-Hardware in einem Prüfsystem einsetzen.

SSV .NET API

Die .NET-Version der API für die einfachere Integration in Produkte von Drittanbietern (z. B. HP TestExec SL).

SSV COM API

Die ActiveX-Version der API.

SSV Result Viewer

Viewer für SSV-Ergebnisdateien. Zeigt Window-Sets, Trigger- und Fehlerpositionen sowie Projektinformationen an.

Kapitel 3

Installation

3.1Systemvoraussetzungen

IRS empfiehlt grundsätzlich, die neuesten Installer-Versionen zu verwenden. Die Unterstützung älterer Versionen kann nicht garantiert werden.

3.1.1Version 4.2.0 oder neuer

  • Windows 10 oder neuer
  • Microsoft .NET Framework 4.8 oder neuer
  • NI LabVIEW Run-Time Engine 2017f2
  • NI FlexRIO Runtime 17.0

3.1.2Version 4.0.0 und 4.1.0

  • Windows 7 oder neuer
  • Microsoft .NET Framework 4.6.2 oder neuer
  • NI LabVIEW Run-Time Engine 2017f2
  • NI FlexRIO Runtime 17.0
  • IRS SSV Common Components (einschließlich NI TDMS)

3.1.3Version 3.0.0 oder älter

  • Windows 7 oder neuer
  • Microsoft .NET Framework 4 oder neuer
  • NI LabVIEW Run-Time Engine
    • 2014 (Anwendungssoftware V2.2.0.6 bis V3.0.0.0, Treibersoftware V2.1.0.7 bis V3.0.0.0)
    • 2011 (für alle älteren Versionen)
  • NI-RIO-Treiber installiert (mit ausgewählter Option für FlexRIO-Unterstützung, siehe Abbildung unten)
    • Version 14f1 (Anwendungssoftware V2.2.0.6 bis V3.0.0.0, Treibersoftware V2.1.0.7 bis V3.0.0.0)
    • Version 11 (für alle älteren Versionen)

Setup der NI-RIO Device Drivers August 2014 f1: Funktionsauswahl mit Unterstützung für LabVIEW 2014 (32-Bit) für FlexRIO-Geräte

3.1.4Installation

Die Installation ist in drei Pakete aufgeteilt:

IRS_SSV_Driver_Setup.exe

Enthält die SSV-Treiber und installiert die COM-/.NET-Serverkomponenten.

IRS_SSV_Applications_Setup.exe

Installiert den Editor. Setzt voraus, dass die Treiber vorher installiert wurden!

IRS_SSV_ResultViewer_Setup.exe (optional)

Nützliches Werkzeug zum Öffnen der TDMS-Dateien, die von den SSV-Anwendungen erstellt werden.

Willkommensseite des Setups der IRS SSV Drivers

Die Installation ist menügeführt, folgen Sie einfach den Anweisungen.

3.1.5Besondere Anforderungen für sbRIO

Windows-Ethernet-Eigenschaften mit aktiviertem Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4)

TCP/IPv4 muss aktiviert sein.

TCP/IPv4-Eigenschaften und erweiterte TCP/IP-Einstellungen mit der zusätzlichen IP-Adresse 192.168.222.100

Unter den erweiterten Einstellungen können Sie die IP-Adressen ändern.

Sicherheitshinweis der Windows-Firewall für SSV ActiveX server core for SSV API.NET

Passen Sie die Firewall-Einschränkungen an, falls das SSV-Modul blockiert wird.

3.2Mehrere sbRIO

Wenn mehrere sbRIO-Module im selben Netzwerk verwendet werden, beachten Sie bitte: Das erste Modul kann seine IP-Adresse behalten, bei allen anderen Modulen muss sie manuell geändert werden.

Netzwerkeinstellungen eines sbRIO-SSV im Measurement & Automation Explorer mit der statischen IPv4-Adresse 192.168.222.1

Kapitel 4

SSV-Konzept

SSV-Konzept: Eingang und Trigger pro Kanal, den Kanälen zugewiesene Window-Sets, Analysefenster mit Analysefunktionen; Referenztrigger und Timer-Trigger

4.1Analyseprojekt

Ein SSV-Analyseprojekt ist eine einzelne Konfigurationsdatei, die alle Informationen zu Hardware-Setup, Kanaleinstellungen, Triggern, Fenstern und Funktionen enthält.

4.2Gerät

Ein „Gerät“ ist definiert als Kombination aus einer National Instruments FlexRio-FPGA-Karte und einem IRS SSV-Modul. Es ermöglicht eine echt parallele Abtastung mit definierten Abtastraten und Kanalzahlen (abhängig von den Fähigkeiten des SSV-Moduls). Die Geräteressource entspricht der Aliasdefinition der FlexRio-Basiskarte in MAX, z. B. „Rio01“

Ein Gerät wird immer aus einer Vorlage erstellt, die die Fähigkeiten und Eigenschaften des Moduls vollständig definiert. Um ein Gerät zu konfigurieren, verwenden Sie den Channel Explorer

4.2.1Geräteeigenschaften

Benutzerdefinierte Einstellungen

EinstellungBeschreibung
Device NameBenutzerdefinierter Name
EnabledDas Gerät wird nicht verwendet, wenn es deaktiviert ist
DescriptionBenutzerdefinierte Beschreibung
ResourceRessourcenbeschreibungs-String, der benötigt wird, um die Hardware im System zu finden. Muss entweder mit der Ressourcen- oder der Aliasdefinition im Measurement & Automation Explorer übereinstimmen
OptionsGerätespezifischer Konfigurations-String, siehe Hardwaredokumentation. Derzeit nicht verwendet

Feste Einstellungen (schreibgeschützt)

EinstellungBeschreibung
TypeHardwaretyp
Number of ChannelsAnzahl der von diesem Gerät unterstützten Kanäle
Sample RateFeste Abtastrate für jeden Kanal dieses Geräts (in Abtastwerten pro Sekunde)
Range MinSpannung, die den minimalen (maximal negativen) Wert darstellt. Wird auch für die Skalierung verwendet(!)
Range MaxSpannung, die den maximalen (positiven) Wert darstellt. Wird auch für die Skalierung verwendet(!)
ResolutionAuflösung in [Bit] für jeden Kanal. Beachten Sie, dass 1 Bit als Vorzeichen verwendet wird, ein 14-Bit-Gerät hat also eine Auflösung von ±13 Bit
Windows per ChannelMaximale Anzahl von Analysefenstern pro Kanal
Max Window Width [ms]Maximale Größe jedes Fensters in Millisekunden
Max Period Width [ms]Maximale gesamte Periodenbreite in Millisekunden

4.3Kanal

Ein Kanal stellt einen Analogeingang des Geräts dar, zu dem er gehört. Jeder Kanal stellt außerdem eine Triggerquelle dar, die auch von jedem anderen Kanal desselben Geräts verwendet werden kann. Jeder Kanal hat seine eigenen Triggereinstellungen. Ein Window-Set kann mehreren Kanälen zugewiesen werden. Die Fähigkeiten des physischen Kanals hängen vom Modul ab, Einzelheiten finden Sie in der Hardwaredokumentation.

Um einen Kanal zu konfigurieren, verwenden Sie den Channel Explorer

4.3.1Kanaleigenschaften

Benutzerdefinierte Einstellungen

EinstellungBeschreibung
Channel NameBenutzerdefinierter Name
ConnectorDokumentiert die Steckverbinder-Verdrahtung des Kanals im Projekt
EnabledAktiviert/deaktiviert die Auswertung der Ergebnisse des Kanals. Andere Kanäle können den Trigger dieses Kanals jedoch weiterhin verwenden!
CommentBenutzerdefinierter Kommentar
Window SetLegt fest, welches Window-Set (Sammlung von Analysefenstern und -funktionen) auf diesen Kanal angewendet wird
Trigger DelayGibt die Verzögerung (in ms) an, die nach dem Empfang des Referenztriggers auf den Abtaststart angewendet wird. Wird nur beim Triggertyp Reference ausgewertet!
Channel Range MaxNur RPLUS! Geben Sie die maximal zu erwartende Spannung ein. Die Software wählt dann den optimalen Bereich für den Messkanal. Mögliche Bereiche: 100 V, 50 V, 25 V, 12 V, 6 V, 3 V, 1,5 V. Hinweis: Der Spannungsbereich des SSV48RPLUS kann nur in Kanalgruppen konfiguriert werden. Die Kanalgruppen sind: ch0 bis ch7, ch8 bis ch15, ch16 bis ch23, ch24 bis ch31, ch32 bis ch40, ch41 bis ch47. Wenn Sie zum Beispiel Kanal 0 auf 1,5 V und Kanal 5 auf 100 V festlegen, wird Channel Range Max von ch0 bis ch7 auf 100 V gesetzt
Channel Range MinNur RPLUS! Geben Sie die minimal zu erwartende Spannung ein. Die Software wählt dann den optimalen Bereich für den Messkanal. Mögliche Bereiche: - 100 V, - 50 V, - 25 V, - 12 V, - 6 V, - 3 V, - 1,5 V. Hinweis: Der Spannungsbereich des SSV48RPLUS kann nur in Kanalgruppen konfiguriert werden. Die Kanalgruppen sind: ch0 bis ch7, ch8 bis ch15, ch16 bis ch23, ch24 bis ch31, ch32 bis ch40, ch41 bis ch47. Wenn Sie zum Beispiel Kanal 0 auf - 1,5 V und Kanal 5 auf - 100 V festlegen, wird Channel Range Min von ch0 bis ch7 auf - 100 V gesetzt
Scaling FactorMit diesem Faktor werden die Rohwerte multipliziert (vor dem Addieren des Offsets)
Scaling OffsetDieser Offsetwert wird zu den Rohwerten addiert (nach der Skalierung mit dem Faktor)
Scaling UnitGibt die Einheit für skalierte Werte an
FilterDigitalfilter für diesen Kanal
OptionsKanalspezifischer Options-String, siehe Dokumentation

Laufzeiteigenschaften (nicht gespeichert)

EigenschaftBeschreibung
ErrorsFehlgeschlagene Fenster im letzten Durchlauf
Error InfoFehlerinformationen aus dem letzten Durchlauf

Feste Einstellungen (schreibgeschützt)

EinstellungBeschreibung
TriggerDer Triggername dieses Kanals
Channel NrNummer dieses Kanaltyps innerhalb des Geräts
Channel TypeTyp des Kanals

4.4Trigger

Ein Trigger ist ein Ereignis, das den zugehörigen Kanal veranlasst, die Abtastung zu starten oder den Triggerabstand auf 0 zurückzusetzen (Beginn einer neuen Messperiode). Jeder Trigger kann entweder seinen Kanal (= Selbsttrigger), einen anderen Trigger (= Referenztrigger) oder einen Timer als Quelle verwenden. Einzelheiten finden Sie unter Triggertypen.

Um einen Trigger zu konfigurieren, verwenden Sie das Fenster Trigger Setup.

4.4.1Triggereigenschaften

Benutzerdefinierte Einstellungen

EinstellungBeschreibung
LabelBenutzerdefinierte Bezeichnung des Triggers
Show TriggerCounterBei true wird den Ergebnissen ein Wert „TriggerCounter“ hinzugefügt
Master TriggerLegt fest, ob dieser Trigger der Master-Trigger ist. Hinweis: Es ist nur ein Master-Trigger zulässig! Wird er entfernt, werden auch alle dadurch ungültig gewordenen Referenzen entfernt
Trigger TypeSelf: Triggerquelle ist der eigene Kanal; Reference: verwendet die Quelle eines anderen Kanals. Der Trigger wird direkt [StartDelay] ms nach dem Referenztrigger ausgelöst; Timer: softwaredefiniertes periodisches Selbsttriggern nach ms
CommentBenutzerdefinierte zusätzliche Informationen
EdgeRichtung der Triggerflanke (fallend / steigend)
ThresholdTriggerpegel. Wird dieser Pegel überschritten (in positiver oder negativer Richtung, abhängig von der Flanke), wird der Trigger aktiviert
Blackout TimeNach dem Auslösen wird jedes folgende Triggerereignis für diese Zeit ignoriert
Rearming LowerBoundDer Trigger wird wieder scharf geschaltet, wenn das Signal mindestens RearmingTime [ms] lang zwischen RearmingLowerBound und RearmingUpperBound bleibt
Rearming UpperBoundDer Trigger wird wieder scharf geschaltet, wenn das Signal mindestens RearmingTime [ms] lang zwischen RearmingLowerBound und RearmingUpperBound bleibt
Rearming MinTimeDer Trigger wird wieder scharf geschaltet, wenn das Signal mindestens RearmingTime [ms] lang zwischen RearmingLowerBound und RearmingUpperBound bleibt
RefTrigger Delay MinMinimal zulässige Zeit zwischen diesem und dem Referenztriggerereignis in [ms], wird zur Validierung verwendet. Wird nur beim Triggertyp Reference ausgewertet!
RefTrigger Delay MaxMaximal zulässige Zeit zwischen diesem und dem Referenztriggerereignis in [ms], wird zur Validierung verwendet. Wird nur beim Triggertyp Reference ausgewertet!
Trigger DistanceLegt die Software-Triggerrate in [ms] fest (nur für den Triggertyp Timer)
Trigger Distance MinMinimale Zeit zwischen zwei Triggerereignissen in [ms], wird zur Validierung verwendet
Trigger Distance MaxMaximale Zeit zwischen zwei Triggerereignissen in [ms], wird zur Validierung verwendet
Reference TriggerDer Trigger, der für diesen Kanal verwendet wird (nur für den Triggertyp Reference)

Feste Einstellungen (schreibgeschützt)

EinstellungBeschreibung
Trigger IDEindeutige Kennung
SourceHardwarequelle des Triggers (Kanal-ID)

4.4.2Triggertypen

Jeder Trigger kann konfiguriert werden als

Beispiel-Setup

  • Channel1: Selbsttrigger
  • Channel2: Referenztrigger (Trg01)
  • Channel3: Referenztrigger (Trg01)
  • Channel4: Selbsttrigger
  • Channel5: Timer-Trigger

Beispiel-Setup: Kanäle 1 bis 5 mit Selbsttriggern, Referenztriggern und einem Timer-Trigger, Window-Sets zugewiesen

Selbsttrigger

Beim Triggertyp Self verwendet der Trigger den Eingang des zugehörigen Kanals als Triggerquelle. Sie müssen Flankenrichtung, Schwellwert, Blackout Time (optional) und Rearming (optional) angeben. Ist in diesem Modus zusätzlich ein Referenztrigger definiert, wird der Referenztrigger nur für zusätzliche Timing-Prüfungen verwendet (siehe Trigger-Testfunktionen).

Kanal 1 und Kanal 2 mit eigenen Triggern; RefTrigger DelayMin und RefTrigger DelayMax ab Trigger 1 gemessen

Referenztrigger

Wird ein Referenztrigger verwendet, wird der physische Kanaleingang ignoriert und stattdessen direkt ein anderes (vorhandenes und konfiguriertes) Triggersignal verwendet. In diesem Fall wird das Triggerereignis einer anderen Triggerquelle verwendet. Auf den Kanal kann eine Startverzögerung angewendet werden, um ähnliche Signale auf verschiedenen Kanälen mit bekanntem Versatz zueinander auszurichten. Jeder Kanal kann eine eigene [Trigger Delay] [ms] festlegen, die zur ursprünglichen Triggerzeit addiert wird. So lässt sich eine Gruppe ähnlicher, aber kanalweise verzögerter Signale bilden, die sich nach dieser Ausrichtung dasselbe Window-Set teilen können. Das ist nützlich für abhängige Signale, die synchron relativ zu einem bestimmten Ereignis erfasst werden sollen.

Kanal 2, ausgelöst durch Trigger 1 plus StartDelay

Beispiel: Ein Motorsteuergerät steuert 6 Zylinder mit nahezu identischen Einspritzsignalen an, die pro Umdrehung um 60° versetzt sind. In diesem Fall können Sie den ersten Kanal als Referenz verwenden und auf die Kanäle 2–6 entsprechende Offsets anwenden. Nun haben Sie auf allen 6 Kanälen ähnlich getriggerte Kurven und können ein einziges Window-Set mit Analysefunktionen verwenden.

Timer-Trigger

Eine weitere Möglichkeit ist ein „Timer-Trigger“, der alle [Trigger Distance] ms periodisch ein Triggerereignis erzeugt. Das ist besonders nützlich bei statischen oder instabilen Signalen, die sich sonst nicht sauber triggern und überwachen ließen.

Signal mit periodischen Timer-Triggerereignissen bei konstanter Trigger Distance

Blackout Time (Hold-off)

Nach einem Triggerereignis ignoriert der Trigger für diese Zeit (in ms) alle weiteren Ereignisse. Der Wert 0 deaktiviert diese Funktion Es wird empfohlen, mindestens etwa 20 % der erwarteten Zykluszeit anzugeben, um Fehltrigger durch Rauschen usw. zu vermeiden.

Blackout Time nach einem Triggerereignis: Schwellwertüberschreitungen innerhalb der Blackout Time werden ignoriert

Trigger-Rearming

Manche Signale haben keinen charakteristischen Triggerpegel, der ein definiertes Triggern an einem bestimmten Punkt erlaubt. In vielen Fällen hilft hier die Rearming-Funktion. Bleibt das Signal für eine definierte Mindestzeit (Rearming min time) innerhalb eines bestimmten Spannungsbereichs (Rearming LowerBound/UpperBound), wird der Trigger scharf geschaltet und löst bei der nächsten gültigen Schwellwert-/Flankenbedingung aus. Beachten Sie, dass der Trigger nicht sofort auslöst, wenn die Rearming-Bedingung erfüllt ist! Sie ist lediglich eine Vorbedingung, die das Triggern „erlaubt“.

Ist eine Rearming-Zeit definiert, löst der nächste Trigger erst aus, wenn das Signal die Rearming-Bedingungen erfüllt hat.

Trigger-Rearming: Das Signal muss vor dem nächsten Trigger für die Rearming min time im Rearming-Bereich bleiben

Referenztrigger-Prüfung

In diesem Fall verwenden zwei Kanäle ihre eigenen Triggerquellen (Selbsttrigger). Ist zusätzlich eine Referenztriggerquelle konfiguriert, kann sie zur Überwachung von Timing-Bedingungen zwischen eigenem Trigger und Referenztrigger verwendet werden: Überschreitet der gemessene Abstand die Grenzwerte, wird ein Fehler „TriggerDelay“ gemeldet.

In diesem Beispiel definieren die Parameter TriggerRefDelayMin und TriggerRefDelayMax einen zusätzlichen Test.

Trigger 2 auf Kanal 2 muss zwischen RefTrigger DelayMin und RefTrigger DelayMax nach Trigger 1 auftreten

Prüfung des Triggerabstands

Sind die Triggerparameter „Trigger Distance Min“ und „Trigger Distance Max“ ungleich 0 gesetzt, wird zusätzlich die Periode des Selbsttriggers geprüft, um Jitter oder fehlende Trigger zu erkennen. Überschreitet die gemessene Periode die Grenzwerte, wird ein Fehler „TriggerDistance“ gemeldet.

Triggerzähler

Ist der Triggerparameter „Show Trigger Counter“ auf „true“ gesetzt, wird jedes Triggerereignis gezählt. Diese Funktion wird häufig verwendet, um ein „Einzelereignis“ zu prüfen.

4.5Window-Sets

Ein Window-Set ist eine benannte Sammlung von Analysefenstern (AnalysisWindows). Window-Sets können beliebig vielen Kanälen zugewiesen werden, alle zugewiesenen Kanäle müssen jedoch denselben Gerätetyp verwenden. Die Anzahl der Fenster pro Window-Set und der Analysefunktionen pro Fenster ist durch die Geräteeigenschaften begrenzt.

Window-Set mit mehreren Analysefenstern, jeweils mit mehreren Analysefunktionen

4.6Analysefenster

Ein Analysefenster definiert einen bestimmten Zeitraum relativ zu einem Triggerereignis. Ein Analysefenster selbst hat keinerlei Funktionalität, es dient als Container für die Analysefunktionen, die es aufnehmen kann. Im WindowSet Editor wird es als rechteckiger Bereich dargestellt (siehe Beispiel unten), der obere und der untere Rand sind jedoch nur für die Funktionen UpperLimit und LowerLimit relevant. Alle anderen Funktionen verwenden nur den Zeitraum (linker und rechter Rand) und bieten eigene zusätzliche Parameter.

Analysefenster sind in Window-Sets organisiert.

WindowSet Editor mit den Analysefenstern I_Peak, I_Peak_Count, I_Hold0, I_Hold1 und I_Hold1ac über einem Injektorstromsignal

4.7Analysefunktionen

Definition

Analysefunktionen führen Echtzeittests innerhalb eines bestimmten Analysefensters durch.

Eigenschaften

Jedes Analysefenster verfügt über einen festen Satz (physisch fest verdrahteter) anwendbarer Analysefunktionen.

Jedes Fenster kann alle verfügbaren Funktionen gleichzeitig aktivieren, ohne die Gesamtleistung zu beeinträchtigen. Nur aktivierte Funktionen werden zur Laufzeit ausgewertet und gemeldet.

Jede Funktion verwaltet ihren eigenen Fehlerzähler (pro Kanal und Fenster). Dieser Zähler wird um 1 erhöht, wenn die Testbedingungen innerhalb des Fensters nicht erfüllt sind (auch bei mehreren Fehlschlägen). Die maximale Anzahl an Fehlschlägen ist auf 255 begrenzt. Werden weitere Fehler erkannt, bleibt der Wert bei 255 (kein Überlauf).

Außerdem hat jede Funktion einen Rückgabewert, der üblicherweise als Messwert verwendet wird, auch wenn kein Fehler aufgetreten ist. Um einen gültigen Wert zurückzugeben, muss das gesamte Fenster mindestens einmal ausgeführt worden sein. Mit anderen Worten: Es kann kein gültiger Messwert zurückgegeben werden, wenn kein Trigger aufgetreten ist oder nicht mindestens eine Periode des Signals gelesen wurde. Zur Unterstützung der Auswertung hat jeder Wert außerdem ein Gültigkeitsflag.

Um alle Fehlerzähler zurückzusetzen, lesen Sie die SSV-Ergebnisse aus dem Modul aus (ein einzelner Fehlerzähler kann nicht zurückgesetzt werden)

Funktionsübersicht

4.7.1Average

Average berechnet den arithmetischen Mittelwert aller Abtastwerte innerhalb der (linken und rechten) Fenstergrenzen. Die Grenzwerte werden angewendet, wenn der rechte Rand des Fensters erreicht ist. Werden die Grenzwerte überschritten, wird der Fehlerzähler „Average“ um 1 erhöht (bis 255, danach bleibt er bei 255)

Ausgabewert

Arithmetischer Mittelwert, ausgewertet 1 Abtastwert nach Abschluss des Fensters

Parameter

Minimum

Niedrigster zulässiger Wert des berechneten Mittelwerts

Maximum

Höchster zulässiger Wert des berechneten Mittelwerts

Beispiel

Funktion Average: Mittelwert zwischen Minimum und Maximum innerhalb der Fenstergrenzen (nur zeitlich)

4.7.2Area Check

Prüft die minimale/maximale Zeit aufeinanderfolgender Abtastwerte zwischen oberer und unterer Schwelle.

Testergebnis

Die Funktion ist PASSED, wenn die gemessene Zeit innerhalb des Zeitlimits Min/Max liegt

Parameter

Time Limit Max

Maximale Zeit (in Millisekunden) aufeinanderfolgender(!) Abtastwerte im Bereich

Time Limit Min

Minimale Zeit (in Millisekunden) aufeinanderfolgender (!) Abtastwerte im Bereich

Upper Bound

Legt den oberen Pegel des Erkennungsbereichs fest.

Lower Bound

Legt den unteren Pegel des Erkennungsbereichs fest.

Entry Check Mode: Legt fest, ob jeder Abschnitt des Signals, der zwischen Upper und Lower Bound liegt, innerhalb von Time Limit Min und Max liegen muss oder nur der größte Abschnitt aufeinanderfolgender Abtastwerte.

  • 1 = strict: Jeder Abschnitt muss innerhalb der Zeitgrenzen liegen.
  • 0 = tolerant: Nur der größte Abschnitt muss innerhalb der Zeitgrenzen liegen.

Area-Check-Szenarien

a) Kein Puls zulässig

Area Check no_pulse_allowed: Fenster zwischen 4 und 9 ms, Time Limit Min und Max 0, Entry Check Mode nicht relevant

Dieser Modus dient zur Überprüfung, dass im definierten Zeitraum kein Signal auftritt. Tritt ein Puls auf, ist dies ein Fehler. Daher werden die Min/Max-Grenzen auf 0 gesetzt.

b) 100 % Puls

Area Check 100%_pulse: Fenster von 4 bis 9 ms, Time Limit Min und Max 5, Entry Check Mode nicht relevant

Das Signal liegt im definierten Zeitraum vollständig von Anfang bis Ende an. Time Limit muss genau so lang sein wie das Fenster.

c) Jeder Puls innerhalb der Grenzen

Area Check every_pulse_between_the_limit: Pulse von 2, 4, 4 und 2 ms, Entry Check Mode 1, Puls zwischen 1,5 und 5 ms

1 = strict: Jeder Abschnitt muss innerhalb der Grenzen liegen.

d) Maximaler Puls innerhalb der Grenzen

Area Check max_pulse_between_the_limit: längster Puls 14 ms, Entry Check Mode 0, Time Limit Min 12 und Max 16, nur der maximale Puls muss innerhalb der Grenzen liegen

0 = tolerant: Nur der größte Abschnitt muss innerhalb der Zeitgrenzen liegen.

4.7.3Duty Cycle

Duty Cycle berechnet das Verhältnis der High-Zeit des Signals (Zeit zwischen den Übergängen an der oberen und der unteren Schwelle) zur Gesamtzeit des Fensters.

Die „High“-Phase beginnt, wenn das Signal mit steigender Flanke die obere Schwelle durchläuft, und dauert an, bis das Signal die untere Schwelle in fallender Richtung durchläuft. Die Summe der High-Phasen geteilt durch die Gesamtzeit des Fensters wird als Tastverhältnis ausgewertet und ergibt einen Ausgabebereich von 0...100 %

Ausgabewert

Tastverhältnis (0...1)

Parameter

Minimum

Niedrigstes zulässiges Tastverhältnis (>= 0 %)

Maximum

Höchstes zulässiges Tastverhältnis (<= 100 %)

Testergebnis

Die Funktion ist PASSED, wenn das Tastverhältnis zwischen Minimal- und Maximalwert liegt (oder ihnen gleich ist). Andernfalls wird der Fehlerzähler um 1 erhöht (bis 255)

Beispiel

Beispiel Duty Cycle: High-Phasen t1 bis tN zwischen threshold high und threshold low, Tastverhältnis = Summe von t1..N geteilt durch twindow

4.7.4Edge Counter

Duty Cycle zählt die Übergänge zwischen der Erkennung der oberen und der unteren Schwelle innerhalb der Zeitspanne des Fensters.

Die „High“-Phase beginnt, wenn das Signal mit steigender Flanke die obere Schwelle durchläuft, und dauert an, bis das Signal die untere Schwelle in fallender Richtung durchläuft. Die Summe der Wechsel innerhalb der Gesamtzeit des Fensters wird als Flankenzahl ausgewertet.

Ausgabewert

Flankenzahl (max. 65.536)

Parameter

Minimum

Minimale Anzahl erwarteter Flanken (>= 0)

Maximum

Höchste Anzahl erwarteter Flanken (<= 65.536)

Testergebnis

Die Funktion ist PASSED, wenn die Flankenzahl zwischen Minimal- und Maximalwert liegt. Andernfalls wird der Fehlerzähler um 1 erhöht (bis 255)

Beispiel

Beispiel Edge Counter: Übergänge zwischen threshold high und threshold low innerhalb der Fenstergrenzen, count = 7

4.7.5Upper/Lower Limit

Upper Limit und Lower Limit erkennen Verletzungen des jeweiligen Fensterrands. Im Gegensatz zu den meisten anderen Funktionen werden die Fehler unmittelbar nach der ersten Grenzwertverletzung erkannt.

UpperLimit und LowerLimit sind unabhängige Funktionen, beide können optional und unabhängig voneinander auf jedes Fenster angewendet werden. Jede Funktion hat ihren eigenen Fehlerzähler und Rückgabewert. Werden die Grenzwerte überschritten, wird der Fehlerzähler „Average“ um 1 erhöht (bis 255, danach bleibt er bei 255).

Ausgabewert

Der Minimal-/Maximalwert innerhalb der zeitlichen Fenstergrenzen.

Parameter

Check max (/min) value in window

Wenn ausgewählt, prüft die Funktion zusätzlich, ob der erkannte Messwert (niedrigster/höchster Wert) innerhalb der Fenstergrenzen liegt. Andernfalls schlägt die Funktion fehl, auch wenn der angegebene Grenzwert nicht verletzt wurde.

Minimum

Niedrigster zulässiger Wert innerhalb der zeitlichen Fenstergrenzen.

Maximum

Höchster zulässiger Wert innerhalb der zeitlichen Fenstergrenzen.

Beispiel

Beispiel Upper und Lower Limit: Grenzen des Analysefensters und die Messwerte für Upper und Lower Limit

4.8Quellen

Jedes einzelne Ergebnis hat im Bericht einen eindeutigen Quell-String. Die Projekteinstellungen legen fest, wie der Quell-String im Bericht und in der Auswertung gebildet wird

Signalquellen

Signalquellen werden als Kombination aus <Device>/<Channel>/<WindowName>/<FunctionName> gebildet (wobei der Inhalt von <Device> und <Channel> von ProjectSettings/Resource Lookup Mode abhängt)

z. B.

RIO0/INJ_0_Current/I_Hold0/Average
RIO0/INJ_0_Current/I_Peak/UpperLimit

Virtuelle Quellen

Die meisten Messungen beziehen sich auf eine eindeutige Kombination aus Gerät/Signal/Fenster/Funktion. In einigen Situationen muss ein Fehler oder eine Warnung gemeldet werden, die sich nicht auf eine Fensterfunktion beziehen kann:

  • Device/Signal/TriggerCounter
  • Device/Signal/TriggerDelay
  • Device/Signal/TriggerDistance

z. B.

RIO0/INJ_0_Current/TriggerDistance

4.9Testergebnisse

Nach dem Start überwachen alle SSV-Module die Analogeingänge permanent gemäß den Projekteinstellungen. Um den aktuellen Überwachungsstatus zu erhalten, ist ein Aufruf von „read results“ erforderlich (API-Funktion).

Dieser Aufruf

  • gibt jeden Messwert zurück
  • gibt alle Fehlerzähler zurück
  • setzt alle Fehlerzähler zurück

Eine Vorschau dieser Aktion ist auch im Projekteditor verfügbar, siehe Log-Fenster

4.10API

Übersicht der SSV-Softwarearchitektur

SSV-Softwarearchitektur: AnalysisWindows .NET dll, ProjectEditor, IRS.SSV.API COM- und .NET-Assembly, irs_ssv_server.exe, IRS SSV CMI, Agilent TestExec SL Actions, LabVIEW-Quelldateien, irs_ssv_drv.llb, irs_ssv_api.llb und TestStand-Sequenzen

4.10.1LabVIEW

Siehe SSV API.LabVIEW.chm

4.10.2.NET

Siehe SSV API.NET.chm

4.10.3Verwendung der API

Um die Projektkonfigurationsdatei in Ihrer Testumgebung zu verwenden, wählen Sie eine der verfügbaren APIs (Application Programmer Interface):

Die =>.NET API ist für den Einsatz in nicht LabVIEW-basierten Umgebungen vorgesehen, die .NET unterstützen. Da FlexRIO stark von LabVIEW abhängt, verwendet der Kerntreiber intern weiterhin LabVIEW und stellt seine Funktionalität einem .NET-Wrapper und, darauf aufbauend, auch COM (ActiveX) zur Verfügung. Mit anderen Worten: Wenn Ihre Testumgebung die direkte Verwendung von LabVIEW-VIs unterstützt (z. B. LabVIEW-Programm, NI TestStand), sollten Sie die =>LabVIEW API bevorzugen. Die Funktionalität ist nahezu gleich, im Detail gibt es jedoch kleine Unterschiede.

Die Installationsvoraussetzungen sind für beide Architekturen identisch, da auch der LabVIEW-Treiber intern einige .NET-Assemblies benötigt. Voraussetzungen für LV und .NET siehe Systemvoraussetzungen

Übersicht

Unabhängig von der gewählten API ist die grundsätzliche Handhabung gleich. Das folgende Diagramm zeigt die grundlegende Funktionsweise von SSV (ohne optionale Funktionen wie Baselining, digitale E/A usw.) Das folgende Bild beschreibt den häufigsten Anwendungsfall von SSV-Modulen in einer Überwachungsschleife. Weiterführende Funktionen finden Sie in der API-Dokumentation.

Ablaufdiagramm: Setup (Start Engine, Load Config, Open Devices, Activate Config, Daq Set Event mode, Setup Waveform Recording, Wait), Testschleife (Clear Errors, Wait, Get Results, Save Waveforms, Create Infotext) und Cleanup (Close Devices, Dispose)

Ergebnisauswertung

Read Results / Evaluate Results / Get Results / Get All Values?!

Get Results

Liest die Daten aus dem FPGA, wertet die Rohdaten gemäß den Benutzereinstellungen aus und gibt alle Daten in einem Schritt zurück. Diese Funktion ist der Kombination ReadResults + Evaluate + GetAllValues vorzuziehen, wenn Sie die Daten nicht erneut auswerten müssen. Der Aufruf dieser Funktion setzt außerdem die SSV-Fehlerzähler aller Geräte zurück. Empfohlene Methode für die meisten Anwendungsfälle. Eine Beschreibung des Datenformats finden Sie unter „Evaluate Results“.

Read Results

Liest einen neuen Ergebnissatz aus dem SSV-FPGA und wertet die Ergebnisse (optional) in eine interne Sammlung aus, gibt die Auswerteergebnisse aber nicht zurück! Diese Werte können Sie mit GetAllValues oder GetValue lesen. Außerdem werden alle Fehlerzähler zurückgesetzt Beachten Sie, dass diese ältere Methode die Option „Include Warnings“ für die Auswertung nicht bietet. Warnungen sind enthalten, wenn „Errors Only“ false ist. Um einen Ergebnissatz nur mit Fehlern, aber auch mit Warnungen zu erhalten, verwenden Sie stattdessen Get Results!

Evaluate Results

Wertet die Rohmesswerte eines vorherigen Aufrufs von „Read Results“ pro aktiviertem Gerät und aktivierten Kanälen (erneut) aus. Es werden KEINE Daten von der Hardware gelesen und keine Fehler zurückgesetzt! Evaluate Results gibt einen menschenlesbaren Satz von Ergebniselementen mit folgenden Bestandteilen zurück:

  • Name (Signalname)
  • Errors (Anzahl der seit dem letzten Lesevorgang erkannten Fehler)
  • Source (eindeutige Datenkennung, z. B. device/signal/window/function)
  • Infotext (üblicherweise die angewendeten Grenzwerte)
  • Value (Messwert, Bedeutung abhängig von der Funktion)
  • Upper Limit (maximaler inklusiver Grenzwert für den Wert)
  • Lower Limit (minimaler inklusiver Grenzwert für den Wert)

Get All Values

Gibt alle ausgewerteten Ergebnisse zurück oder wertet sie aus, falls das noch nicht geschehen ist. Es erfolgt kein Hardwarezugriff! Diese Funktion wurde eingeführt, um die Methode Read Results um den zusätzlichen Parameter „Include Warnings“ zu erweitern und gleichzeitig die Kompatibilität mit älterem Testcode zu wahren. Wird normalerweise nur intern oder zur erneuten Auswertung der Ergebnisse mit „Include Warnings“ aufgerufen. => Verwenden Sie entweder „Read Results“ oder „Get All Values“, nicht beides

Get Value

Gibt ein einzelnes Ergebniselement zurück, indem dessen Quell-String abgefragt wird. Beachten Sie, dass diese Funktion nicht auf den SSV-Treiber zugreift, sondern den Wert aus der intern zwischengespeicherten Sammlung „Results“ abruft!

Include Warnings

Ist diese Option ausgewählt, erhalten Sie auch Ergebnisse, die nicht als Fehler gewertet werden konnten, aber möglicherweise ein Problem darstellen. Eine Warnung meldet eine Fehleranzahl von „-1“ Mögliche Warnungen:

  • Fehlender Trigger
  • Fensterergebnisse als ungültig gemeldet (z. B. wenn das Fenster die Zykluszeit überschreitet und nie vollständig ausgewertet werden konnte)

Verwendung mehrerer Konfigurationsdateien

Der Treiber unterstützt das Laden mehrerer Konfigurationsdateien. Da das Laden einer Konfiguration relativ langsam ist, werden alle Konfigurationsdaten intern zwischengespeichert. Sie müssen jede Konfiguration in Ihrer Testumgebung nur einmal laden.

Ablauf bei mehreren Projektkonfigurationsdateien

  1. Systemeinrichtung
  2. Konfigurationsdatei A laden
  3. Konfigurationsdatei B laden
  4. Konfigurationsdatei C laden
  5. Konfigurationsdatei D laden
  6. Open Devices
  7. Konfigurationsdatei A aktivieren
  8. Clear Errors (?)
  9. Tests durchführen / warten
  10. Read Results
  11. Konfigurationsdatei B aktivieren
  12. Tests durchführen / warten
  13. Read Results
  14. Dasselbe für die Dateien C und D …
  15. Bei Bedarf ab 7. wiederholen
  16. Close Devices
  17. Systembereinigung

4.11Baselining

Baselining ist ein Verfahren, um großzügig definierte allgemeine Grenzwerte während der Messung auf prüflingsspezifische Grenzwerte einzuengen. Dazu wird eine sogenannte Baseline erstellt, die während eines Kalibrierlaufs für jede Messung durchschnittliche Erwartungswerte sammelt. Diese Baseline ist projekt- und prüflingsspezifisch und kann nur als Ergänzung zur ursprünglichen Projektdatei angewendet werden.

Auf Basis dieser Durchschnittswerte kann (optional) für jeden Messwert eine Baseline-Toleranz definiert werden. Während des Testlaufs werden diese neuen Toleranzen mit den Grenzwerten der Fensterfunktionen kombiniert und ergeben in der Regel ein engeres Toleranzband. Die resultierenden dynamischen Grenzwerte können die ursprünglichen Grenzwerte jedoch nicht überschreiten.

Der Testbericht enthält die verwendeten Gesamtgrenzwerte (Projektgrenzwerte + dynamische Toleranz).

Baselining verwenden

  • SSV-Projektkonfigurationsdatei laden
  • Neue Baseline erstellen
  • Mehrere Messungen in der gewünschten Umgebung durchführen
  • Baseline aktivieren (berechnet die Durchschnittswerte, ändert die ursprünglichen Grenzwerte und schreibt sie in das FPGA)
  • (optional) Baseline bereinigen (entfernt die Messwerte und behält die Durchschnittswerte)
  • Baseline in einer Datei speichern (ssv_api:baseline_Save)
Kapitel 5

Erste Schritte / Arbeitsablauf

Die Konfiguration von SSV-Modulen lässt sich am besten anhand eines typischen Arbeitsablaufs in einem Testprojekt erklären:

5.1SSV-Projekt erstellen

Symbolleistenschaltfläche New Project

Um ein neues Projekt zu erstellen, verwenden Sie das Menü „File/New Project“ oder die Symbolleistenschaltfläche Über das Menü „Edit/Project Settings“ legen Sie Name, Beschreibung und Abfragemodus fest.

5.2Hardware konfigurieren

Registrieren Sie die installierte Hardware, indem Sie im Channel Explorer ein neues Gerät hinzufügen. Konfigurieren Sie das neue Gerät (Bezeichnung vergeben, Hardwareressourcen und Bereich zuweisen) Wiederholen Sie diesen Schritt für alle installierten Geräte.

5.2.1Gerät hinzufügen – SSV-sbRIO-Modul

Schaltfläche zum Hinzufügen eines Geräts (grünes Plus)

Um ein neues Gerät hinzuzufügen, klicken Sie auf die grüne Plus-Schaltfläche und wählen Sie dann die zu Ihrer Hardware passende Vorlage aus:

Channel Explorer mit markierter Schaltfläche zum Hinzufügen eines Geräts
1. Neues Gerät hinzufügen
Dateidialog im Ordner der SSV-Vorlagen mit ausgewählter Datei sbRIO-SSV128@125k.dvt
2. Neues Modul auswählen
Dialog Set new device label mit der Bezeichnung sbRIO-SSV
3. Bezeichnung des neuen Geräts festlegen (frei wählbar)
Dialog Specify device resource mit der IP-Adresse 192.168.222.1
4. Die IP-Adresse muss mit NI MAX (oder dem dortigen Aliasnamen) übereinstimmen!
Systemeinstellungen des sbRIO-SSV im Measurement and Automation Explorer mit markierter IP-Adresse 192.168.222.1
IP-Adresse in NI MAX

5.2.2Gerät hinzufügen – SSV-FlexRIO-Modul

Schaltfläche zum Hinzufügen eines Geräts (grünes Plus)

Um ein neues Gerät hinzuzufügen, klicken Sie auf die grüne Plus-Schaltfläche und wählen Sie dann die zu Ihrer Hardware passende Vorlage aus:

Channel Explorer mit markierter Schaltfläche zum Hinzufügen eines Geräts
1. Neues Gerät hinzufügen
Dateidialog im Ordner der SSV-Vorlagen mit ausgewählter Datei SSV16RPLUS@1M.dvt
2. Neues Modul auswählen
Dialog Set new device label mit der Bezeichnung rio0
3. Bezeichnung des neuen Geräts festlegen (frei wählbar)
Dialog Specify device resource mit der Ressource RIO0
4. Die Geräteressource muss mit NI MAX (oder dem dortigen Aliasnamen) übereinstimmen!
Einstellungen der NI PXI-7953R im Measurement and Automation Explorer mit markiertem Namen RIO0
Name in NI MAX

5.2.3Gerät entfernen

Schaltfläche zum Entfernen eines Geräts (grünes Minus)

Um ein Gerät zu entfernen, wählen Sie es aus und klicken Sie auf die grüne Minus-Schaltfläche. Dadurch werden das ausgewählte Gerät und alle zugehörigen Kanal- und Triggereinstellungen vollständig entfernt. Die Fenstereinstellungen sind davon nicht betroffen.

5.3Ungetriggerten Snapshot erfassen

Stellen Sie vor der ersten Verwendung die Anwendungsoptionen (Edit/Options) korrekt ein, um Datenerfassungswerkzeug, Aufzeichnungsdauer und Pfad festzulegen Führen Sie in der Symbolleiste den Befehl „Capture untriggered“ aus. Jeder Kanal zeigt beim Anklicken die erfassten Daten an.

SSV Project Editor mit einem ungetriggerten Snapshot des Kanals INJ1

5.4Trigger einrichten

Mit den Informationen über den Signalverlauf können Sie nun das Signal analysieren und für jeden Kanal geeignete Trigger definieren. Einzelheiten finden Sie im Kapitel „Trigger“.

Kanal 2, ausgelöst durch Trigger 1 plus StartDelay

5.5Getriggerten Snapshot erfassen

Um das Triggern zu testen, führen Sie den Befehl „Capture triggered“ aus. Im Idealfall enthält nun jeder Kanal einen oder mehrere Zyklen des getriggerten Signals. Diese Iterationen lassen sich auch überlagern (mit dem Schieberegler „Visible Plots“), um den Jitter des Signals zu prüfen.

SSV Project Editor mit einem getriggerten Snapshot des Kanals INJ1

Vergleich mehrerer Perioden und des Jitters Ihres Signals mit dem Schieberegler „Visible Plots“:

SSV Project Editor mit mehreren überlagerten Perioden des getriggerten Signals

5.6Window-Sets erstellen

Bevor Sie Analysefenster für eine Messung definieren können, müssen Sie ein Window-Set definieren und dieses Set dem Kanal zuweisen. Siehe auch Window-Sets.

Neue Window-Sets hinzufügen

Klicken Sie auf die Symbolleistenschaltfläche, um ein neues Window-Set zu erstellen:

Symbolleiste des Window Explorers mit der Schaltfläche New Window Set

Window-Set umbenennen

Benennen Sie das neue Window-Set im Eigenschafteneditor oder mit F2 um.

Window-Set löschen

Um ein Window-Set zu entfernen, klicken Sie auf das rote Kreuz in der Symbolleiste oder verwenden Sie das Kontextmenü:

Kontextmenü im Window Explorer mit Delete Window Set

Dadurch werden auch alle Fenster dieses Window-Sets gelöscht. Beachten Sie, dass alle vorhandenen Verweise auf Kanäle entfernt werden, bevor das Window-Set gelöscht wird. Um ein Window-Set nur zu deaktivieren, entfernen Sie einfach seinen Verweis in der Kanaleinrichtung. Es ist nicht erforderlich, jedes vorhandene Window-Set zu verwenden.

5.7Analysefenster hinzufügen

Wenn die Triggerdefinition abgeschlossen ist, können Analysefenster und -funktionen zugewiesen werden.

Symbolleiste des Window Explorers mit der Schaltfläche New Window Set

Erstellen Sie einfach ein Window-Set und fügen Sie neue Fenster auf dem Signalverlauf hinzu, um die relevanten Bereiche festzulegen. Diese Analysefenster kennzeichnen einen Start- und Endpunkt relativ zum Triggerpunkt. Jedes Window-Set kann bis zu 10 Fenster enthalten (abhängig von der gewählten Hardware). Jeder Kanal kann sein eigenes Window-Set oder, bei ähnlichem Signal, ein vorhandenes eines anderen Kanals verwenden.

Wiederholen Sie dies für alle relevanten Kanäle. Sobald ein Window-Set einem Kanal zugewiesen ist, können dem Fenster einige oder alle unterstützten Analysefunktionen hinzugefügt werden. Nach der Konfiguration der Funktionsparameter ist Ihr Projekt-Setup vollständig und bereit zur Ausführung. Diese Konfiguration wird auf die definierten Geräte übertragen, die dann gemäß Ihrer Konfiguration eine autonome Echtzeitanalyse durchführen.

SSV Project Editor mit dem Window-Set Injection sowie Window 1 und Window 2 auf dem Signal des Kanals INJ1

5.8Analysefunktionen hinzufügen

Um dem Fenster Funktionen hinzuzufügen oder sie zu entfernen, verwenden Sie entweder den Window Explorer oder das Kontextmenü des Fensters. Jedes Fenster verfügt über einen festen (fest verdrahteten) Satz unterstützter Funktionen (durch die gewählte Hardware festgelegt). Das Hinzufügen einer Funktion aktiviert tatsächlich nur die Auswertung auf der Karte.

Kontextmenü des Fensters Vsat im Window Explorer mit Delete function und Add function

Kontextmenü des Fensters I_Peak im WindowSet Editor mit dem Untermenü Add function: Average, Lower Limit, Duty Cycle, Edge counter

5.9Window-Set einem oder mehreren Kanälen zuweisen

Um ein Window-Set zu verwenden, wählen Sie im Channel Explorer für die Eigenschaft „Window Set“ einfach den Namen eines vorhandenen Window-Sets aus. Um die Zuweisung aufzuheben, löschen Sie den Text.

5.10Test durchführen

Um eine Vorschau der Ergebnisse der Analysefunktionen zu erhalten, können Sie die vorläufige Konfiguration während der Einrichtung jederzeit testen. Führen Sie den Befehl „Run test“ aus, um die Konfiguration auszuprobieren. Dabei wird erneut eine Datenerfassung durchgeführt, und die ausgewerteten Ergebnisse werden dem Fenster „Log“ hinzugefügt.

SSV Project Editor nach Run test mit den Fenstern 1 bis 6 auf Kanal INJ1

5.11Bericht prüfen

Die Funktion „Run Test“ erzeugt außerdem einen Bericht mit allen Testfunktionen einschließlich Messwerten und Grenzwerten. Analysieren Sie den Bericht, um kritische Probleme zu finden:

Registerkarte Log mit Testbericht: Ergebnis, Name, Quelle, Infotext, Anzahl der Fehler, Wert und Grenzwerte pro Funktion

5.12Projekt speichern

Mit „Save configuration (as…)“ speichern Sie die vollständigen Konfigurationsdaten als einzelne (XML-)Datei. Die gespeicherte Projektdatei kann nun z. B. in einer Testsequenz mit der mitgelieferten SSV API verwendet werden.

Kapitel 6

Benutzeroberfläche des SSV Editors

SSV Project Editor mit Channel Explorer, WindowSet Editor und Window Explorer

6.1Andockbare Bereiche

Die Benutzeroberfläche verwendet ein System andockbarer Bereiche, das Sie an unterschiedliche Anwendungsfälle oder Bildschirmauflösungen anpassen können. Fast jeder Bereich (Unterfenster) lässt sich verschieben, frei schwebend anordnen, an andere Bereiche andocken oder über einen anderen legen: Ziehen Sie einfach die Titelleiste eines Bereichs an die gewünschte Stelle. Befindet sich kein anderes Fenster unter dem Cursor, wird das Fenster frei schwebend. Wenn Sie über ein anderes Fenster ziehen, sehen Sie ein Kreuz aus blauen Symbolen. Legen Sie das Fenster auf dem passenden Symbol ab, um es links, rechts, oben oder unten anzudocken, oder legen Sie es in der Mitte ab, um es als Registerkarte darüberzulegen.

Ziehen eines Bereichs: Kreuz aus blauen Andocksymbolen über einem anderen Fenster

Beispiel

In diesem Bild ist der Window Explorer frei schwebend, mit dem Window Explorer an seiner rechten Seite angedockt. Der Bereich Trigger Setup ist rechts neben dem Channel Explorer angedockt, ebenso Log rechts neben Configuration Report.

SSV Project Editor mit frei schwebendem WindowSet Editor und Window Explorer, Trigger Setup neben dem Channel Explorer und Log neben Configuration Report angedockt

6.2Symbolleiste

Symbolleiste des SSV Project Editors

(von links nach rechts)

New Project

Erstellt ein neues Projekt

Open Project

Öffnet ein vorhandenes Projekt

Save Project

Speichert das aktuelle Projekt

Save Project As...

Speichert das aktuelle Projekt an einem neuen Speicherort und behält diesen Speicherort bei

Channel Explorer

Öffnet den Bereich Channel Explorer, falls er noch nicht geöffnet ist

Trigger Setup

Öffnet den Bereich Trigger Setup, falls er noch nicht geöffnet ist

WindowSet Editor

Öffnet den Bereich Window Set Editor, falls er noch nicht geöffnet ist

Window Set Data

Öffnet den Bereich Window Set Data, falls er noch nicht geöffnet ist

Window Explorer

Öffnet den Bereich Window Explorer, falls er noch nicht geöffnet ist

Capture untriggered data

Erstellt einen Snapshot aller aktivierten Kanäle im Projekt (Standardeinstellung siehe Options), ohne Triggereinstellungen anzuwenden

Capture triggered data

Erstellt einen Snapshot aller aktivierten Kanäle im Projekt (Standardeinstellung siehe Options) mit den aktuellen Triggereinstellungen

Run test

Überträgt die aktuellen Projekteinstellungen auf die Hardware und aktiviert sie, wartet die angegebene Verzögerungszeit ab und gibt die Testergebnisse und die aufgezeichneten Kanaldaten zurück

Command

Wählt den Befehl aus, der beim Drücken der Schaltfläche „Execute“ ausgeführt wird

Channel Selection

Wählt die Kanäle aus, die in die aufgezeichnete TDMS-Datei aufgenommen werden (all / selected)

Schaltfläche Execute

Führt den ausgewählten Befehl aus (wie das Drücken der Schaltflächen Capture (un)triggered / Run Test)

6.2.1Channel Explorer

Mit dem Channel Explorer fügen Sie Ihrem Projekt neue Hardware hinzu und konfigurieren alle relevanten Einstellungen für jedes Gerät und jeden Kanal. Es können nur ganze Geräte hinzugefügt oder entfernt werden, das Hinzufügen eines einzelnen Kanals ist (auch physisch) nicht möglich. Die Kanäle werden in einer Baumansicht unter ihren Geräten angezeigt und entweder nach Name oder nach Kanalnummer sortiert. Drücken Sie die Sortierschaltfläche, um die Sortierreihenfolge zu ändern.

Schaltfläche für die Sortierreihenfolge

Wählen Sie in der Baumansicht einen Kanal oder ein Gerät aus und konfigurieren Sie die Details im Eigenschafteneditor. Wenn Sie einen Kanal auswählen, aktualisiert auch der Fenstereditor automatisch seine Anzeige und zeigt das zugehörige Window-Set (falls vorhanden) sowie die aufgezeichneten Vorschaudaten des Kanals (falls verfügbar)

Statusinformationen

Der Kanalname wird bei bestimmten Statuswerten unterschiedlich dargestellt:

  • Fett: hebt Kanäle hervor, die das aktuell angezeigte Window-Set verwenden
  • Kursiv: Kanal wird nicht verwendet (ihm ist kein Window-Set zugewiesen)
  • Rot: aufgezeichneter Kanal (geöffnete TDMS-Datei) hat einen Fehler gemeldet
  • Grün: aufgezeichneter Kanal (geöffnete TDMS-Datei) hat keinen Fehler

Channel Explorer mit Kanalnamen in Fett, Kursiv und Rot

Im Eigenschafteneditor bearbeiten Sie bestimmte Kanalparameter. Schreibgeschützte Eigenschaften sind ausgegraut. Eine ausführliche Beschreibung aller verfügbaren Eigenschaften finden Sie in den Kapiteln Gerät und Kanal

Beispielansichten des Editors

Channel Explorer mit ausgewähltem Gerät RIO0 und seinen Eigenschaften
Channel Explorer mit Geräteinformationen
Channel Explorer mit ausgewähltem Kanal INJ_3_Current und seinen Eigenschaften
Channel Explorer mit Kanalinformationen

Kanaleinstellungen exportieren

Schaltfläche zum Exportieren der Kanaleinstellungen

Erzeugt eine Textdatei mit den Kanaleinstellungen zur Bearbeitung in einem externen Werkzeug (z. B. Excel) Die Syntaxdefinition finden Sie unter Kanaleinstellungen importieren.

Kanaleinstellungen importieren

Drücken Sie die Importschaltfläche, um Kanaleinstellungen aus einer Textdatei zu importieren

Schaltfläche zum Importieren der Kanaleinstellungen

Erwartetes Dateiformat:

Eine Zeile pro Kanal, bestehend aus durch Semikolon getrennten Spalten:

  • <DeviceName>:<ChannelNr>
  • <ChannelName>
  • <Connector>
  • <Comment>

Nur übereinstimmende Zeilen werden geändert, unbekannte oder fehlende Kanäle werden ignoriert

Beispiel

RIO0:0;RIO0:AI00;A85;PinMatrix:3A3, AUX:1c
RIO0:1;RIO0:AI01;A2;PinMatrix:3A9, AUX:3c
RIO0:2;RIO0:AI02;A43;PinMatrix:3A15, AUX:5c
RIO0:3;RIO0:AI03;A1;PinMatrix:3A21, AUX:7c
RIO0:4;RIO0:AI04;A64;PinMatrix:3A27, AUX:9c
RIO0:5;RIO0:AI05;A22;PinMatrix:3A33, AUX:11c
RIO0:6;RIO0:AI06;A65;PinMatrix:3A39, AUX:13c
RIO0:7;RIO0:AI07;A23;PinMatrix:3A45, AUX:15c
RIO0:8;RIO0:AI08;;PinMatrix:3A51, AUX:17c
RIO0:9;RIO0:AI09;PCB1_FW_BELL_1.0;
RIO0:10;RIO0:AI10;PCB1_FW_BELL_1.1;
RIO0:11;RIO0:AI11;PCB1_FW_BELL_1.2;

6.2.2Trigger Setup

Navigation

Im Trigger Setup konfigurieren Sie den markierten Trigger. Wenn sich die Kanalauswahl ändert, wird automatisch auch der zugehörige Trigger ausgewählt

Registerkarten Channel Explorer und Trigger Setup

Schaltflächen der Symbolleiste

Um Einstellungen zwischen Triggern zu kopieren, verwenden Sie die Symbolleistenschaltflächen zum Kopieren und Einfügen. Jede benutzerdefinierte Einstellung wird auf den neuen Trigger übertragen, mit Ausnahme fester Eigenschaften wie ID, Kanalnummer, Triggerquelle usw. Wählen Sie den Quelltrigger aus und drücken Sie Kopieren (1. Schaltfläche), um die Einstellungen in die Zwischenablage zu kopieren Wählen Sie den Zieltrigger aus und drücken Sie Einfügen (2. Schaltfläche) Mit der dritten Symbolleistenschaltfläche passen Sie die generischen Triggerbezeichnungen automatisch an die zugehörigen Kanalbezeichnungen an (zusätzlich mit dem Präfix trg_).

Eigenschafteneditor

Eine ausführliche Beschreibung aller verfügbaren Triggerparameter finden Sie im Kapitel Trigger. Je nach ausgewähltem Triggertyp zeigt der Eigenschafteneditor unterschiedliche Parameter an:

Trigger Setup mit Triggerliste und den Eigenschaften eines Selbsttriggers
Triggertyp „Self“
Eigenschaften eines Referenztriggers
Triggertyp „Reference“
Eigenschaften eines Timer-Triggers
Triggertyp „Timer“

6.2.3Window Explorer

Mit dem Window Explorer konfigurieren Sie Window-Sets, Analysefenster und Analysefunktionen

Window Explorer mit Window-Set-Baum, Steuerelementen für Fenstergrenzen, Kommentar-Editor und Eigenschafteneditor

Er ist in vier Abschnitte unterteilt:

Alle Steuerelemente sind grundsätzlich bidirektional an das aktuell ausgewählte Element (Window-Set/Fenster/Funktion) gebunden. Das bedeutet, dass jede Änderung von außen (z. B. das Verschieben eines Fensters mit der Maus) sofort in den zugehörigen Steuerelementen sichtbar wird und umgekehrt.

Symbolleiste

Funktionen der Symbolleiste im Window Explorer

(von links nach rechts)

New Window Set

Erstellt ein neues Window-Set

Delete Window Set

Löscht das ausgewählte Window-Set und entfernt alle Fenster

New Window

Erstellt im aktuell ausgewählten Window-Set ein neues Fenster in der Mitte der aktuellen Ansicht

Delete Window

Löscht das ausgewählte Fenster und alle seine Funktionen

Move item up

Verschiebt das ausgewählte Element (Window-Set / Fenster / Funktion) um eine Position nach oben, sofern es nicht bereits das oberste ist. Beachten Sie, dass sich die Auswahl nach dieser Aktion ändern kann!

Move item down

Verschiebt das ausgewählte Element (Window-Set / Fenster / Funktion) um eine Position nach unten, sofern es nicht bereits das letzte ist. Beachten Sie, dass sich die Auswahl nach dieser Aktion ändern kann!

Window-Set-Baum

Der Window-Set-Baum zeigt die Hierarchie aller verfügbaren Window-Sets, Fenster und Funktionen in einer Baumansicht.

Kontextmenüs

Das Kontextmenü hängt vom ausgewählten Element ab

Kontextmenü eines Window-Sets

Kontextmenü des Window-Sets ATIC140_LS_FreeWheelDiode im Window Explorer

Delete Window Set

Löscht das ausgewählte Window-Set

Add Window Set

Fügt ein neues Window-Set hinzu

Copy this Window Set

Erstellt eine tiefe Kopie des ausgewählten Window-Sets und legt dabei auch Kopien aller enthaltenen Fenster und Funktionen an

Kontextmenü eines Fensters

Kontextmenü des Fensters Vsat im Window Explorer mit Locked, Zoom to window, Create copy, Delete window, Delete function und Add function

Locked

Schaltet die Fenstersperre um (siehe Fenster sperren)

Zoom to window

Zoomt die aktuelle Ansicht auf dieses Fenster

Create copy

Erstellt eine Kopie des ausgewählten Fensters einschließlich aller Funktionen. Die Kopie erhält denselben Namen mit dem Zusatz „_copy“

Delete function

Löscht die ausgewählte Funktion aus dem Fenster Hinweis: nur verfügbar, wenn bereits eine Funktion zugewiesen ist

Add function

Fügt die ausgewählte Funktion zum Fenster hinzu Hinweis: nur verfügbar, wenn das Window-Set einem Kanal zugewiesen ist und dem Fenster noch nicht alle verfügbaren Funktionen zugewiesen wurden

Steuerelemente für Fenstergrenzen

Mit den Steuerelementen für die Fenstergrenzen lässt sich das Fenster genauer positionieren als mit der Maus. Beachten Sie jedoch, dass aufgrund von Hardwareeinschränkungen und internen Rundungsfehlern nicht garantiert werden kann, dass die definierten Zeiten und Pegel exakt der realen Situation entsprechen (z. B. kann ein Grenzwert, der auf genau 10,000 V eingestellt ist, aufgrund der ADC-Auflösung der Hardware einen kleinen Offset aufweisen)

Kommentar-Editor

In diesem Fenster können Sie für Berichtszwecke einen Kommentar zu diesem Fenster hinzufügen

Eigenschafteneditor

Im oberen Teil des Eigenschafteneditors bearbeiten Sie das ausgewählte Element (Window-Set / Fenster / Funktion) im Detail Der untere Teil des Eigenschafteneditors zeigt eine kontextbezogene Hilfe zur ausgewählten Eigenschaft.

6.2.4WindowSet Editor

Der WindowSet Editor ist eine Graphansicht, kombiniert mit einem überlagerten Fenstereditor. Er dient zur Vorschau der Kanaldaten und zur Konfiguration der Fensterbereiche. Der Editor kann gleichzeitig einen Kanal einschließlich eines Window-Sets anzeigen. Kanal und/oder Window-Set wechseln entsprechend der letzten Auswahl im Channel Explorer oder Window Explorer.

WindowSet Editor mit Injektorstromsignal, Analysefenstern, Cursor und Tooltip des gesperrten Fensters I_Peak_Count

Schaltflächen der Symbolleiste

(von links nach rechts)

Symbolleiste des WindowSet Editors

Add window

Fügt ein neues Fenster mit Standardgröße in der Mitte des sichtbaren Bereichs hinzu

Remove window

Entfernt das aktuell ausgewählte Fenster

Remove all windows

Entfernt alle Fenster des aktuell angezeigten Window-Sets

Zoom (auto fit) (mehrere Modi)

Zoom-Menü: Fit to all (auto), Fit to window, Fit to window set, Fit to graph, Fit to hardware

Fit to all (auto)

Zoomt automatisch auf eine Ansicht, in der alle Fenster und das vollständige gemessene Signal sichtbar sind

Fit to window

Zoomt auf das aktuell ausgewählte Fenster (auch im Window Explorer verfügbar)

Fit to window set

Zoomt auf eine Ansicht, in der alle Fenster des aktuellen Window-Sets sichtbar sind, unabhängig von den Dimensionen der Graphdaten

Fit to graph

Zoomt auf eine Ansicht, in die die aufgezeichneten Daten vollständig passen, auch wenn nicht alle Fenster sichtbar sind

Fit to hardware

Zoomt auf die Fähigkeiten der Hardware (maximale Größe des Abtastpuffers und Spannungsbereich)

Zoom in

Vergrößert um den Faktor 2

Zoom out

Verkleinert um den Faktor 0,5

Show/Hide Cursor (Umschalter)

Blendet den Graph-Cursor ein oder aus (nur wenn Graphdaten vorhanden sind)

Reset all view settings

Die letzte Zoomaktion wird für jeden Kanal intern gespeichert. Diese Schaltfläche entfernt all diese Ansichtseinstellungen, und beim nächsten Anzeigen des Kanals wird Auto Fit angewendet.

Save screenshot

Erstellt einen Screenshot der aktuellen Ansicht und speichert ihn in einer Datei. Im Unterschied zu einem normalen Screenshot-Werkzeug können Sie die Ausgabeauflösung unter Options / Report Settings festlegen.

Overlay plots (Umschalter)

Show data points

Schieberegler Visible plots

Graph zoomen und verschieben

Die Graphansicht lässt sich mit der Maus bei gedrückter Shift- bzw. Ctrl-Taste einfach verschieben und zoomen. Beachten Sie, dass der Bereich des Fenstereditors bereits aktiv sein muss.

Sichtbaren Bereich verschieben

Halten Sie die Taste Ctrl gedrückt (der Mauszeiger wird zum Handsymbol) und ziehen Sie dann den Graphen.

Verschieben des sichtbaren Bereichs mit dem Hand-Cursor

Zoomen durch Auswahl

Rechteckauswahl zum Zoomen

Halten Sie die Taste Shift gedrückt (der Mauszeiger wird zur Lupe) und wählen Sie dann mit der Maus einen rechteckigen Bereich aus. Nach dem Loslassen der Maustaste zoomt der Graph auf diese Auswahl.

Zoomen mit dem Mausrad

Wenn Sie das Mausrad bei gedrückter Taste Shift drehen, wird pro Schritt um 20 % um die aktuelle Mausposition herum vergrößert bzw. verkleinert.

Zoomen mit Schaltflächen

Zoomen ist auch mit den Zoom-Schaltflächen der Symbolleiste möglich. Einzelheiten finden Sie unter WindowSet Editor.

Fenstergröße ändern

Um die Größe eines Fensters zu ändern, klicken Sie auf seinen Rand oder seine Ecke. Das funktioniert auch, wenn das Zielfenster nicht ausgewählt ist oder hinter einem anderen, überlagernden Fenster liegt. Ein Auswahlalgorithmus wählt automatisch das Fenster aus, dessen Rand den geringsten Abstand zur Cursorposition hat! Die Fenstergröße lässt sich auch mit den numerischen Steuerelementen des Window Explorers ändern.

Größenänderung von Window 4 an seinem Rand

Fenster verschieben

Um ein Fenster zu verschieben, klicken Sie in seine Mitte(!). Das funktioniert auch, wenn das Zielfenster nicht ausgewählt ist oder hinter einem anderen, überlagernden Fenster liegt. Ein Auswahlalgorithmus wählt automatisch das Fenster aus, dessen Mitte den geringsten Abstand zur Cursorposition hat! Fenster lassen sich auch mit den numerischen Steuerelementen des Window Explorers verschieben.

Verschieben von Window 3 mit Tooltip, der Start, Ende, Minimum und Maximum anzeigt

Kontextmenü

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Fenster, um das Kontextmenü zu öffnen:

Kontextmenü des Fensters I_Peak im WindowSet Editor mit dem Untermenü Add function: Average, Lower Limit, Duty Cycle, Edge counter

Das Kontextmenü bietet einige häufig verwendete Aufgaben für das aktuell ausgewählte Fenster:

Lock

Klicken Sie hier, um den Sperrstatus umzuschalten

Zoom to window

Klicken Sie hier, um auf dieses Fenster zu zoomen

Create copy

Erstellt eine Kopie dieses Fensters einschließlich aller Funktionen und Parameter an der aktuellen Position, jedoch mit neuen, eindeutigen IDs für Fenster und Funktionen.

Delete Window

Entfernt das Fenster

Delete function

Entfernt eine vorhandene Fensterfunktion (falls eine definiert ist)

Add function

Fügt eine Fensterfunktion hinzu. Beachten Sie, dass keine Funktion angezeigt wird, solange das Window-Set keinem Kanal zugewiesen ist (da die verfügbaren Funktionen durch das Gerät festgelegt werden)

Fenster sperren

Um ein unbeabsichtigtes Bearbeiten von Fenstern mit der Maus zu vermeiden, kann jedes Fenster gegen Verschieben geschützt werden (= Locked).

Um ein Fenster zu sperren, aktivieren Sie im Kontextmenü des Fensters die Option „Locked“ oder setzen Sie die Sperre im Window Explorer

Kontextmenü eines Fensters mit aktivierter Option Locked

Fenster aktivieren / deaktivieren

Ein Fenster kann nur im Window Explorer aktiviert bzw. deaktiviert werden. Ein deaktiviertes Fenster bleibt in der Konfiguration erhalten, führt aber keine Funktion aus. Deaktivierte Fenster werden mit einer Füllung im „Ziegelmuster“ dargestellt:

Deaktiviertes Window 1 mit Füllung im Ziegelmuster

Cursor

Mit Cursorn können Sie Punkte auf einem Plot auswählen und Koordinateninformationen abrufen. Ein aktivierter Cursor erscheint als orangefarbenes Kreuz über dem gesamten Graphen und kann entlang des aktuell aktiven Plots (falls vorhanden) gezogen werden. Er ist an den Graphen gebunden. Ziehen Sie ihn entweder direkt am Kreuzungspunkt oder an einer einzelnen Achse. Eine Anzeige am Kreuzungspunkt zeigt Informationen zu den X- und Y-Koordinaten (Zeit in ms und Messwert)

Die Cursor lassen sich mit der Symbolleistenschaltfläche ein- und ausschalten.

WindowSet Editor mit orangefarbenem Cursorkreuz und Koordinatenanzeige

Screenshots erstellen

Drücken Sie die Kamera-Schaltfläche, um ein Bitmap-Bild (PNG-Format) der aktuellen Ansicht zu speichern. Die Bildauflösung lässt sich in den Projekteinstellungen konfigurieren.

Überlagerte Plots

Je nach Multi plot mode (Overlay/Single) legt der Schieberegler „Visible Plots“ entweder fest, wie viele erfasste Perioden des Signals gleichzeitig angezeigt werden, oder er wählt die aktuelle Periode aus, wenn mehr als eine aufgezeichnet wurde.

6.2.5Log

Das Log-Fenster dient zur Ausgabe von System- und Fortschrittsmeldungen sowie von Testergebnisberichten: Je nach globaler Einstellung „Source Query Mode“ wird die Spalte „Source“ entweder als Ressourcenangabe oder mit den Kanalbezeichnungen ausgegeben.

Registerkarte Log mit ResultLog aus einer TDMS-Datei

6.2.6Configuration Report

Der Configuration Report erstellt einen HTML-Bericht der aktuellen Projektkonfiguration, einschließlich Informationen zu allen folgenden Elementen:

  • Geräte
  • Verfügbare Funktionen
  • Kanäle
  • Triggereinstellungen
  • Window-Sets
  • Fenster
  • Funktionen

Für eine bessere Übersicht sind viele Elemente eingeklappt und ausgeblendet. Klicken Sie auf den Link [+] vor einem Element, um die Detailtabellen aufzuklappen. Klicken Sie auf [expand all] oder [collapse all], um dies für alle umschaltbaren Inhalte des Berichts zu tun.

Sie können den Inhalt auch kopieren und z. B. in MS Word oder Excel einfügen sowie den Bericht speichern und drucken.

Configuration Report mit Funktionsparametern, Kanälen und Triggern

6.2.7Window Set Data

Der Editor Window Set Data bietet eine hierarchische Tabellenansicht eines einzelnen Window-Sets. Eine Änderung der Auswahl aktualisiert auch den Inhalt der darunterliegenden Tabelle.

Window Set Data mit Tabellen für Fenster, Funktionen und Parameter

Automatisch ausgeblendete Registerkarte Window Set Data am rechten Rand des Editors

6.2.8Project Settings

Hier legen Sie Projekteinstellungen und -attribute fest.

Dialog Project Settings mit Source Query Mode, Kommentar, Beschreibung, Projektname und Dateiinformationen

Source Query Mode

Legt die Abfragemethode fest, mit der ein Quell-String in einem Ergebnis referenziert wird.

  • Label: Die benutzerdefinierten Bezeichnungen für Geräte und Kanäle werden verwendet.
  • Resource: Interne Ressourcennamen werden verwendet, Bezeichnungen haben keine Auswirkung

6.2.9Options

Dieser Dialog konfiguriert anwendungsweite Einstellungen (pro Windows-Benutzer!)

Dialog Options mit Anwendungseinstellungen, Plug-ins und Berichtseinstellungen

Application Settings

Max Plots

Legt die maximale Anzahl überlagerter Plots fest, um Leistungsprobleme zu vermeiden, z. B. wenn ungeeignete Triggereinstellungen angewendet werden

Multi plot mode

Legt fest, wie mehrere Perioden eines aufgezeichneten Signals angezeigt werden. „Overlay“ zeigt (bis zu) alle Perioden gleichzeitig an, „Single“ zeigt nur eine Periode, abhängig von der aktuellen Position des Schiebereglers „Visible Plots“

Open last project at startup

Bei true wird beim Start immer das zuletzt verwendete Projekt geladen. Andernfalls startet der Editor mit einem leeren Projekt.

Template Folder

Pfad zu den Gerätevorlagen. Dieser Pfad wird normalerweise vom Installationsprogramm gesetzt und muss nicht geändert werden.

Plugins

DAQ Duration

Legt die Aufzeichnungsdauer für alle Kanäle fest (Vorschaufunktionen).

DAQ Simulation Mode

Bei true wird die Datenerfassung ohne Hardwarezugriff simuliert.

DAQ Storage Path

Vollständiger Pfad zur temporären TDMS-Datei für Vorschaudaten

DAQ Timeout

Legt die maximal zulässige Zeit für das Abrufen von Daten fest, um ein Hängenbleiben der Anwendung bei Hardwareproblemen zu verhindern.

DAQ wait time

Legt die Verzögerung zwischen dem Aktivieren der Konfiguration und dem Start der Abtastung fest. Stellen Sie diesen Wert so ein, dass er mindestens einer Periode Ihres Messsignals entspricht, da die Fensterfunktionen sonst für die ersten Zyklen keine Daten enthalten (oder einen Fehler melden).

Report Settings

Picture Height

Bildhöhe in Pixeln für den Berichtsgenerator und das Screenshot-Werkzeug.

Picture Width

Bildbreite in Pixeln für den Berichtsgenerator und das Screenshot-Werkzeug.

Kapitel 7

Wichtige Informationen

7.1Gewährleistung

Für die Datenträger, auf denen Sie IRS-Software erhalten, wird für einen Zeitraum von 90 Tagen ab Versanddatum, nachgewiesen durch Quittungen oder andere Unterlagen, gewährleistet, dass die Ausführung von Programmanweisungen nicht aufgrund von Material- oder Verarbeitungsfehlern fehlschlägt. IRS wird nach eigener Wahl Software-Datenträger, die Programmanweisungen nicht ausführen, reparieren oder ersetzen, wenn IRS während der Gewährleistungsfrist über solche Mängel in Kenntnis gesetzt wird. IRS gewährleistet nicht, dass der Betrieb der Software ununterbrochen oder fehlerfrei ist.

IRS geht davon aus, dass die Informationen in diesem Dokument zutreffend sind. Das Dokument wurde sorgfältig auf technische Richtigkeit geprüft. Für den Fall, dass technische oder typografische Fehler vorhanden sind, behält sich IRS das Recht vor, in nachfolgenden Ausgaben dieses Dokuments Änderungen vorzunehmen, ohne die Inhaber dieser Ausgabe vorher darüber zu informieren. Bei vermuteten Fehlern sollte sich der Leser an IRS wenden. IRS haftet in keinem Fall für Schäden, die aus diesem Dokument oder den darin enthaltenen Informationen entstehen oder damit in Zusammenhang stehen.

SOWEIT HIER NICHT AUSDRÜCKLICH ANGEGEBEN, ÜBERNIMMT IRS KEINERLEI AUSDRÜCKLICHE ODER STILLSCHWEIGENDE GEWÄHRLEISTUNG UND SCHLIESST INSBESONDERE JEDE GEWÄHRLEISTUNG DER MARKTGÄNGIGKEIT ODER DER EIGNUNG FÜR EINEN BESTIMMTEN ZWECK AUS. DER ANSPRUCH DES KUNDEN AUF ERSATZ VON SCHÄDEN, DIE DURCH VERSCHULDEN ODER FAHRLÄSSIGKEIT SEITENS IRS VERURSACHT WURDEN, IST AUF DEN VOM KUNDEN BIS DAHIN GEZAHLTEN BETRAG BESCHRÄNKT. IRS HAFTET NICHT FÜR SCHÄDEN, DIE AUS DEM VERLUST VON DATEN, GEWINNEN ODER DER NUTZUNG VON PRODUKTEN ENTSTEHEN, SOWIE NICHT FÜR NEBEN- ODER FOLGESCHÄDEN, SELBST WENN IRS AUF DIE MÖGLICHKEIT SOLCHER SCHÄDEN HINGEWIESEN WURDE. Diese Haftungsbeschränkung von IRS gilt unabhängig von der Art der Klage, ob aus Vertrag oder unerlaubter Handlung, einschließlich Fahrlässigkeit. Jede Klage gegen IRS muss innerhalb eines Jahres nach Entstehen des Klagegrunds erhoben werden. IRS haftet nicht für Leistungsverzögerungen aufgrund von Ursachen, die außerhalb seiner zumutbaren Kontrolle liegen. Die hierin gewährte Gewährleistung erstreckt sich nicht auf Schäden, Mängel, Fehlfunktionen oder Funktionsausfälle, die verursacht wurden durch: die Nichtbeachtung der Installations-, Betriebs- oder Wartungsanweisungen von IRS durch den Eigentümer; Änderungen am Produkt durch den Eigentümer; Missbrauch, Fehlanwendung oder fahrlässige Handlungen des Eigentümers; sowie Stromausfälle oder Überspannungen, Feuer, Überschwemmung, Unfälle, Handlungen Dritter oder andere Ereignisse außerhalb der zumutbaren Kontrolle.

7.2Urheberrecht

Gemäß den urheberrechtlichen Bestimmungen darf diese Veröffentlichung ohne vorherige schriftliche Zustimmung von IRS weder ganz noch teilweise in irgendeiner Form, elektronisch oder mechanisch, vervielfältigt oder übertragen werden, einschließlich Fotokopieren, Aufzeichnen, Speichern in einem Informationsabrufsystem oder Übersetzen. IRS respektiert das geistige Eigentum anderer, und wir bitten unsere Benutzer, dies ebenfalls zu tun. IRS-Software ist durch das Urheberrecht und andere Gesetze zum Schutz des geistigen Eigentums geschützt. Wenn IRS-Software zur Vervielfältigung von Software oder anderen Materialien verwendet werden kann, die Dritten gehören, dürfen Sie IRS-Software nur zur Vervielfältigung von Materialien verwenden, die Sie gemäß den Bedingungen einer geltenden Lizenz oder einer anderen rechtlichen Beschränkung vervielfältigen dürfen.

7.3Marken

Weitere Informationen zu den Marken von National Instruments finden Sie in den NI Trademarks and Logo Guidelines unter ni.com/trademarks. Andere hier genannte Produkt- und Firmennamen sind Marken oder Handelsnamen der jeweiligen Unternehmen. Mitglieder des National Instruments Alliance Partner Program sind von National Instruments unabhängige Unternehmen und stehen in keinem Vertretungs-, Partnerschafts- oder Joint-Venture-Verhältnis zu National Instruments.

7.4Warnhinweis zur Verwendung von IRS-Produkten

(1) IRS-PRODUKTE SIND NICHT MIT KOMPONENTEN UND PRÜFUNGEN FÜR EIN ZUVERLÄSSIGKEITSNIVEAU AUSGELEGT, DAS FÜR DEN EINSATZ IN ODER IN VERBINDUNG MIT CHIRURGISCHEN IMPLANTATEN ODER ALS KRITISCHE KOMPONENTEN IN LEBENSERHALTENDEN SYSTEMEN GEEIGNET IST, DEREN VERSAGEN NACH VERNÜNFTIGEM ERMESSEN ERHEBLICHE VERLETZUNGEN EINES MENSCHEN ERWARTEN LÄSST.

(2) BEI JEDER ANWENDUNG, EINSCHLIESSLICH DER OBEN GENANNTEN, KANN DIE BETRIEBSZUVERLÄSSIGKEIT DER SOFTWAREPRODUKTE DURCH UNGÜNSTIGE FAKTOREN BEEINTRÄCHTIGT WERDEN, EINSCHLIESSLICH, ABER NICHT BESCHRÄNKT AUF SCHWANKUNGEN DER STROMVERSORGUNG, FEHLFUNKTIONEN DER COMPUTERHARDWARE, DIE EIGNUNG DER BETRIEBSSYSTEMSOFTWARE DES COMPUTERS, DIE EIGNUNG DER ZUR ENTWICKLUNG EINER ANWENDUNG VERWENDETEN COMPILER UND ENTWICKLUNGSSOFTWARE, INSTALLATIONSFEHLER, KOMPATIBILITÄTSPROBLEME ZWISCHEN SOFTWARE UND HARDWARE, FEHLFUNKTIONEN ODER AUSFÄLLE ELEKTRONISCHER ÜBERWACHUNGS- ODER STEUERGERÄTE, VORÜBERGEHENDE AUSFÄLLE ELEKTRONISCHER SYSTEME (HARDWARE UND/ODER SOFTWARE), UNVORHERGESEHENE VERWENDUNGEN ODER FEHLANWENDUNGEN ODER FEHLER SEITENS DES BENUTZERS ODER ANWENDUNGSENTWICKLERS (UNGÜNSTIGE FAKTOREN DIESER ART WERDEN IM FOLGENDEN ZUSAMMENFASSEND ALS „SYSTEMAUSFÄLLE“ BEZEICHNET). JEDE ANWENDUNG, BEI DER EIN SYSTEMAUSFALL EIN RISIKO FÜR SACH- ODER PERSONENSCHÄDEN (EINSCHLIESSLICH DES RISIKOS VON KÖRPERVERLETZUNG UND TOD) MIT SICH BRÄCHTE, SOLLTE SICH WEGEN DES RISIKOS EINES SYSTEMAUSFALLS NICHT AUSSCHLIESSLICH AUF EINE FORM VON ELEKTRONISCHEM SYSTEM STÜTZEN. UM SCHÄDEN, VERLETZUNGEN ODER TOD ZU VERMEIDEN, MUSS DER BENUTZER ODER ANWENDUNGSENTWICKLER ANGEMESSEN UMSICHTIGE MASSNAHMEN ZUM SCHUTZ VOR SYSTEMAUSFÄLLEN TREFFEN, EINSCHLIESSLICH, ABER NICHT BESCHRÄNKT AUF BACKUP- ODER ABSCHALTMECHANISMEN. DA JEDES ENDBENUTZERSYSTEM INDIVIDUELL ANGEPASST IST UND SICH VON DEN TESTPLATTFORMEN VON IRS UNTERSCHEIDET UND DA EIN BENUTZER ODER ANWENDUNGSENTWICKLER IRS-PRODUKTE IN KOMBINATION MIT ANDEREN PRODUKTEN IN EINER WEISE EINSETZEN KANN, DIE VON IRS NICHT GEPRÜFT ODER VORGESEHEN WURDE, IST LETZTLICH DER BENUTZER ODER ANWENDUNGSENTWICKLER DAFÜR VERANTWORTLICH, DIE EIGNUNG VON IRS-PRODUKTEN ZU ÜBERPRÜFEN UND ZU VALIDIEREN, WENN IRS-PRODUKTE IN EIN SYSTEM ODER EINE ANWENDUNG INTEGRIERT WERDEN, EINSCHLIESSLICH, OHNE EINSCHRÄNKUNG, DES ANGEMESSENEN DESIGNS, PROZESSES UND SICHERHEITSNIVEAUS EINES SOLCHEN SYSTEMS ODER EINER SOLCHEN ANWENDUNG

7.5Technischer Support

Wenden Sie sich für technischen Support an die IRS Systementwicklung GmbH.