Die Konfiguration von SSV-Modulen lässt sich am besten anhand eines typischen Arbeitsablaufs in einem Testprojekt erklären:
- Geeignete SSV-Module für Ihr Testszenario auswählen
- Verdrahtung herstellen
- SSV-Softwarekonfiguration mit dem SSV Project Editor einrichten
- Erstellte Konfiguration mit der LabVIEW- oder .NET-API in Ihrem Prüfsystem verwenden:
- Konfigurationsdatei(en) laden (XML)
- Konfiguration aktivieren (Download in das FPGA => SSV startet)
- Testszenarien ausführen (oder einfach warten)
- Ausgewertete Ergebnisse regelmäßig von SSV abrufen
- Auf Fehler prüfen
- Aufgezeichneten Signalverlauf bei erkannten Fehlern speichern
- Messungen auswerten
- SSV-Fehlerzähler zurücksetzen
- Ab 4. wiederholen
5.1SSV-Projekt erstellen
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Um ein neues Projekt zu erstellen, verwenden Sie das Menü „File/New Project“ oder die Symbolleistenschaltfläche Über das Menü „Edit/Project Settings“ legen Sie Name, Beschreibung und Abfragemodus fest.
5.2Hardware konfigurieren
Registrieren Sie die installierte Hardware, indem Sie im Channel Explorer ein neues Gerät hinzufügen. Konfigurieren Sie das neue Gerät (Bezeichnung vergeben, Hardwareressourcen und Bereich zuweisen) Wiederholen Sie diesen Schritt für alle installierten Geräte.
5.2.1Gerät hinzufügen – SSV-sbRIO-Modul
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Um ein neues Gerät hinzuzufügen, klicken Sie auf die grüne Plus-Schaltfläche und wählen Sie dann die zu Ihrer Hardware passende Vorlage aus:
5.2.2Gerät hinzufügen – SSV-FlexRIO-Modul
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Um ein neues Gerät hinzuzufügen, klicken Sie auf die grüne Plus-Schaltfläche und wählen Sie dann die zu Ihrer Hardware passende Vorlage aus:
5.2.3Gerät entfernen
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Um ein Gerät zu entfernen, wählen Sie es aus und klicken Sie auf die grüne Minus-Schaltfläche. Dadurch werden das ausgewählte Gerät und alle zugehörigen Kanal- und Triggereinstellungen vollständig entfernt. Die Fenstereinstellungen sind davon nicht betroffen.
5.3Ungetriggerten Snapshot erfassen
Stellen Sie vor der ersten Verwendung die Anwendungsoptionen (Edit/Options) korrekt ein, um Datenerfassungswerkzeug, Aufzeichnungsdauer und Pfad festzulegen Führen Sie in der Symbolleiste den Befehl „Capture untriggered“ aus. Jeder Kanal zeigt beim Anklicken die erfassten Daten an.

5.4Trigger einrichten
Mit den Informationen über den Signalverlauf können Sie nun das Signal analysieren und für jeden Kanal geeignete Trigger definieren. Einzelheiten finden Sie im Kapitel „Trigger“.

5.5Getriggerten Snapshot erfassen
Um das Triggern zu testen, führen Sie den Befehl „Capture triggered“ aus. Im Idealfall enthält nun jeder Kanal einen oder mehrere Zyklen des getriggerten Signals. Diese Iterationen lassen sich auch überlagern (mit dem Schieberegler „Visible Plots“), um den Jitter des Signals zu prüfen.

Vergleich mehrerer Perioden und des Jitters Ihres Signals mit dem Schieberegler „Visible Plots“:

5.6Window-Sets erstellen
Bevor Sie Analysefenster für eine Messung definieren können, müssen Sie ein Window-Set definieren und dieses Set dem Kanal zuweisen. Siehe auch Window-Sets.
Neue Window-Sets hinzufügen
Klicken Sie auf die Symbolleistenschaltfläche, um ein neues Window-Set zu erstellen:

Window-Set umbenennen
Benennen Sie das neue Window-Set im Eigenschafteneditor oder mit F2 um.
Window-Set löschen
Um ein Window-Set zu entfernen, klicken Sie auf das rote Kreuz in der Symbolleiste oder verwenden Sie das Kontextmenü:

Dadurch werden auch alle Fenster dieses Window-Sets gelöscht. Beachten Sie, dass alle vorhandenen Verweise auf Kanäle entfernt werden, bevor das Window-Set gelöscht wird. Um ein Window-Set nur zu deaktivieren, entfernen Sie einfach seinen Verweis in der Kanaleinrichtung. Es ist nicht erforderlich, jedes vorhandene Window-Set zu verwenden.
5.7Analysefenster hinzufügen
Wenn die Triggerdefinition abgeschlossen ist, können Analysefenster und -funktionen zugewiesen werden.

Erstellen Sie einfach ein Window-Set und fügen Sie neue Fenster auf dem Signalverlauf hinzu, um die relevanten Bereiche festzulegen. Diese Analysefenster kennzeichnen einen Start- und Endpunkt relativ zum Triggerpunkt. Jedes Window-Set kann bis zu 10 Fenster enthalten (abhängig von der gewählten Hardware). Jeder Kanal kann sein eigenes Window-Set oder, bei ähnlichem Signal, ein vorhandenes eines anderen Kanals verwenden.
Wiederholen Sie dies für alle relevanten Kanäle. Sobald ein Window-Set einem Kanal zugewiesen ist, können dem Fenster einige oder alle unterstützten Analysefunktionen hinzugefügt werden. Nach der Konfiguration der Funktionsparameter ist Ihr Projekt-Setup vollständig und bereit zur Ausführung. Diese Konfiguration wird auf die definierten Geräte übertragen, die dann gemäß Ihrer Konfiguration eine autonome Echtzeitanalyse durchführen.

5.8Analysefunktionen hinzufügen
Um dem Fenster Funktionen hinzuzufügen oder sie zu entfernen, verwenden Sie entweder den Window Explorer oder das Kontextmenü des Fensters. Jedes Fenster verfügt über einen festen (fest verdrahteten) Satz unterstützter Funktionen (durch die gewählte Hardware festgelegt). Das Hinzufügen einer Funktion aktiviert tatsächlich nur die Auswertung auf der Karte.


5.9Window-Set einem oder mehreren Kanälen zuweisen
Um ein Window-Set zu verwenden, wählen Sie im Channel Explorer für die Eigenschaft „Window Set“ einfach den Namen eines vorhandenen Window-Sets aus. Um die Zuweisung aufzuheben, löschen Sie den Text.
5.10Test durchführen
Um eine Vorschau der Ergebnisse der Analysefunktionen zu erhalten, können Sie die vorläufige Konfiguration während der Einrichtung jederzeit testen. Führen Sie den Befehl „Run test“ aus, um die Konfiguration auszuprobieren. Dabei wird erneut eine Datenerfassung durchgeführt, und die ausgewerteten Ergebnisse werden dem Fenster „Log“ hinzugefügt.

5.11Bericht prüfen
Die Funktion „Run Test“ erzeugt außerdem einen Bericht mit allen Testfunktionen einschließlich Messwerten und Grenzwerten. Analysieren Sie den Bericht, um kritische Probleme zu finden:

5.12Projekt speichern
Mit „Save configuration (as…)“ speichern Sie die vollständigen Konfigurationsdaten als einzelne (XML-)Datei. Die gespeicherte Projektdatei kann nun z. B. in einer Testsequenz mit der mitgelieferten SSV API verwendet werden.