3.1Versorgungsstrommessung – CMM-Schnittstelle
Zur Messung der Stromaufnahme des Prüflings (DUT) kann ein externes IRS-Strommessmodul (CMM) eingesetzt werden. Das Modul wird extern versorgt und kann über einen synchronen seriellen Kanal mit differenzieller digitaler LVDS-Signalübertragung ausgelesen werden.
Die serielle Schnittstelle ist so ausgelegt, dass mehrere CMMs als Daisy-Chain hintereinandergeschaltet werden können, wie in der folgenden Abbildung dargestellt. Das Prüfsystem ist dabei die LVDS-Schnittstelle, die auf der Basis- und Kommunikationsplatine zur Verfügung steht.

3.1.1Kommunikationsprotokoll
Das Protokoll zum Auslesen der Daten eines Strommessmoduls ist wie folgt:

Wenn En_In gesetzt ist, sendet das CMM_II-Modul in den nächsten 32 Taktzyklen seinen Strommesswert, beginnend mit dem MSB. Nach jedem 16. Taktzyklus sollte eine Pause von ca. 5 µs mit CLK_In auf Low-Pegel eingehalten werden. Diese Verzögerung gibt dem Mikrocontroller des CMM_II Zeit, das nächste 16-Bit-Datenwort bereitzustellen. Nach 32 Taktzyklen leitet das CMM das zuvor empfangene Datenwort weiter.
En_in muss daher für 32 Taktzyklen, multipliziert mit der Anzahl der CMMs in der Kette, gültig sein.
Der Strom wird als 32-Bit-Wert vom Typ unsigned long in Schritten von 100 nA zurückgegeben.
3.1.2Anschlussplan
Die Signale werden gemäß der folgenden Tabelle angeschlossen:
| MesSy-Signal | MesSy-Pin | CMM_II-Signal | CMM_II-Pin | Welches CMM_II |
|---|---|---|---|---|
| LVDS_Out_3+ | B16 | Rx+ | B17 | Erstes in der Kette |
| LVDS_Out_3- | C16 | Rx- | C17 | Erstes in der Kette |
| LVDS_Out_2+ | B15 | En_In+ | B16 | Erstes in der Kette |
| LVDS_Out_2- | C15 | En_In- | C16 | Erstes in der Kette |
| LVDS_Out_1+ | B14 | Clk_In+ | B15 | Erstes in der Kette |
| LVDS_Out_1- | C14 | Clk_In- | C15 | Erstes in der Kette |
| LVDS_In_1+ | C12 | Tx+ (letztes CMM) | B18 | Letztes in der Kette |
| LVDS_In_1- | B12 | Tx- | C18 | Letztes in der Kette |
Das folgende Beispiel zeigt den Anschluss der Kommunikationsleitungen von zwei CMMs:

3.2Konditionierung analoger oder digitaler Ausgänge
Informationen zur Konditionierung digitaler Ausgänge oder zur Verwendung analoger Ausgänge finden Sie im Dokument LDSA_MesSy_Guide_HW_V_1_1.docx.
3.3Externe CAN- oder serielle Transceiver
Informationen zur Konditionierung digitaler Ausgänge finden Sie im Dokument LDSA_MesSy_Guide_HW_V_1_1.docx.
3.4Konditionierung analoger Eingänge
Informationen zur Konditionierung analoger Eingänge mit Spannungsteilern oder zu Laststrommessungen finden Sie im Dokument LDSA_MesSy_Guide_HW_V_1_1.docx und im Datenblatt CurrentConverter_8x_Datasheet_V1.0.pdf.
3.5Externe I2C-Schnittstelle
MesSys mit einer Basis- und Kommunikationsplatine ab Version 1.3 verfügen über eine externe I²C-Schnittstelle zum Anschluss zusätzlicher externer Elektronikmodule. An diese Schnittstelle können beliebige Geräte angeschlossen werden, die der I²C-Spezifikation entsprechen.
Derzeit bietet IRS zwei externe Module an, die über diese Schnittstelle angesteuert werden können:
- 64x Relaisplatine (identisch mit einem Relais-Subsystem auf der Digitalausgangsplatine des MesSy)
- 16x Analogausgangsplatine (Ausgangsgleichspannungen 0…20 V)
Die I²C-Schnittstelle besteht aus zwei Signalleitungen. Die Signale liegen gemäß der Tabelle in Kapitel 2.7.6 am MesSy-Steckverbinder X2 an und haben die folgende Funktion. Ein typisches I²C-Beispieltelegramm zur Ansteuerung digitaler Ausgänge zeigt Kapitel 3.4.
| Signal | X2-Pin | Beschreibung |
|---|---|---|
| SCL_Ext | B23 | Taktleitung |
| SDA_Ext | C23 | bidirektionale Datenleitung |
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