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Dokumentation · Switching Platform

Switching Platform

Die IRS Switching Platform ist eine standardisierte Lösung für das Schalten von Signalen und Lasten. Die IRS Switching Platform schließt die Standardisierungslücke in automatisierten Testumgebungen.

Eine standardisierte Lösung für das Schalten von Signalen und Lasten

Automatisiertes PrüfsystemSpannungsversorgung des Prüflings (DUT)Steuern und MessenLastsimulation
Typische Lösungferngesteuerte Netzteileferngesteuerte Geräte oder PXI, VXI, ..speziell gebaute Hardware, geschaltet über dig. I/O
StandardisierungHOCHHOCHNIEDRIG -> HOCH mit IRS Switching Platform

Automatisiertes Prüfsystem: Aufgaben, typische Lösungen und Grad der Standardisierung; die IRS Switching Platform schließt die Standardisierungslücke bei der Lastsimulation

Eine modulare Standardlösung zum Schalten in Prüfsystemen

Die Switching Platform besteht aus drei standardisierten Teilen:

TopologieMerkmale
MainframeTCP/IP-Kommunikation; Backplane mit 4 oder 12 Steckplätzen; Sense-Bus 4x2 Kan.
ModuleLastkanäle (2.. 70A); Matrix 2A (16x4 oder 32x6); kundenspezifisches Kartendesign
Verkabelungstandardisierte Pinbelegung; optimierte Kabellängen; modulares Fixture-Interface

Topologie der Switching Platform: Mainframe, Module und Verkabelung mit ihren Merkmalen

Vorteile für die Auslegung von Prüfsystemen:

  • effektive Systemplanung und effektiver Bestellprozess durch bekannte Komponenten
  • einfache Planung und Dokumentation der Verdrahtung -> früher Start der ITA-Fertigung
  • Platz für die Unterbringung von Lasten auf den meisten SP-Modulen, spart Platz im 19‘‘-Schrank für Lastracks
  • zukunftssicher durch modulare Komponenten -> einfache Änderungen, Upgrades und Erweiterungen
Kapitel 1

Hardware-Übersicht

1.1SP-400 Mainframe

  • Mainframe-Größe: 4 HE 19‘‘-Rack
  • 4 Steckplätze für SP-Module
  • 4 Steckplätze für zusätzliche Europakarten (160x100mm)

SP-400 Mainframe, Seitenansicht und Draufsicht: Backplane-Interface, µC 1–4, Schalter/Relais/Last 1–4, Europakarten 1–4, Supply-Board und SP-Module

SP-Module (SPM):

  • Matrixschaltung
  • Lastschaltung und Unterbringung von Lasten
  • interne oder externe Unterbringung von Lasten
  • 8-Kanal-Sense-Bus (z. B. Strommessung)
  • Simulationsschaltungen
  • Kommunikationsgeräte
  • Signalaufbereitung
  • prüflingsspezifische Topologie
  • …

Weitere Beschriftungen im Schaltbild:

  • µC-Board (SPC-64): 64 Schaltausgänge
  • Supply-Board: 24V / Sicherung 16A, EMV-Filter
  • TCP/IP, +24V / 16A, Sense-Bus, Error State
  • Verkabelung zum DUT-Adapter oder systemintern
  • Optional: zum System-Fixture-Interface, zum DUT-Adapter oder zu externen Lasten

SP-400, Ansicht der Controller-Seite (Versorgung, Kabel-Breakout, Interface, SPC-64 1–4) und der Modulseite (SP-Module 1–4); 19"-Rack, 4 HE, 4x SP-Module

Fotos des SP-400 Mainframes

1.2SP-1200 Mainframe

  • Mainframe-Größe: 7 HE 19‘‘-Rack
  • 12 Steckplätze für SP-Module
  • 6 Lüfter zur Kühlung der Lasten

SP-1200 Mainframe, Seitenansicht und Draufsicht: µC-Board (SPC-64), SP-Module, 6x Lüfter, Rack-Versorgungskarte, Backplane-Interface, µC 1–12 und Schalter/Relais/Last 1–12

SP-1200, Ansicht der Controller-Seite (Versorgung, Interface, SPC-64 Steckplätze 1–12, Kabel-Breakout) und der Modulseite (Steckplätze 1–12); 19"-Rack, 7 HE, 12x SP-Module

Fotos des SP-1200 Mainframes

1.2.1Vorder- und Rückansicht

SP-1200 Mainframe, Vorderansicht (Seite der Schaltmodule) und Rückansicht (µC-Seite) mit beschrifteten Komponenten

Vorderansicht (Seite der Schaltmodule):

  • 12 Steckplätze zur Bestückung mit Schaltmodulen (6 HE)
  • Frontplatte mit Ein/Aus-Schalter und Steckplatz-ID (1 HE)
  • 3x Lüfter direkt unter den SP-Modulen zur Kühlung der Lasten

Rückansicht (µC-Seite):

  • Backplane-Interface mit Sense-Bussen, Error State und Status-LED
  • Versorgungssteckplatz mit 24Vdc-Steckverbinder und Sicherung 16A
  • µController-Karte für Schaltmodule mit Ethernet, Trigger/Debug und Status-LED (1 pro Schaltmodul erforderlich)
  • SP-1200 Backplane (12 Steckplätze)
  • Kabelschnittstellen-Steckverbinder der Schaltmodule

SP-1200 Mainframe mit bestückten SP-Modulen

1.2.2Rack-Versorgungssteckplatz

Anforderungen an die Spannungsversorgung des SP-1200: 24Vdc, max. 16A

Rack-Versorgungssteckplatz mit Sicherung und Schnellsteck-Versorgungssteckverbinder

  • Überstromschutz: Sicherung 16A, schaltbar
  • Schnellsteckverbinder für den 24Vdc-Versorgungseingang (Steckverbinder im Lieferumfang)

1.2.3Backplane-Interface-Karte

Signalanbindung der SP-1200 Backplane an externe Geräte und Systeme.

Backplane-Interface-Karte mit Status-LEDs, Reset-Taster, SMB-Steckverbindern und Error-State-Steckverbinder

  • Status-LEDs: Power (24V) vorhanden, Error State, TCP/IP-Kommunikation
  • Reset-Taster zum Setzen der Standard-IP-Adresse
  • Breakout des analogen Sense-Busses: 4x SMB-Steckverbinder
  • Breakout des Error State: Schließerkontakt (NO) für externe Interlock-Schleife

1.2.4µController-Karte der Schaltmodule

  • 64x Relaistreiberausgänge (schaltend gegen GND; 300mA/Kanal; 10A gesamt)
  • 32x analoge Eingangskanäle (4x8 MUX; 12bit; 3,3V)
  • 8x Dig. I/O, konfigurierbar
  • 1x CAN-, 1x SPI-Kommunikation

µController-Karte (SPC) eines Schaltmoduls mit Status-LEDs, Steckverbinder für digitale I/O und CAN sowie Ethernet-Schnittstelle

  • Status-LEDs: Power (24V) vorhanden, Status von µC und SP-Modul, Error State des Mainframes, TCP/IP-Kommunikation
  • Breakout-Steckverbinder für Dig. I/O und CAN
  • Breakout der Ethernet-Schnittstelle: zusätzliche TCP/IP-Schnittstelle für lokales LAN (prüfsystemintern)

1.2.5Programmierbares ID-Modul

  • Kleines ID-Modul auf Basis von CAN-Kommunikation
  • EEPROM für Kundendaten mit Lese-/Schreibzugriff
  • Feste, weltweit eindeutige ID
  • Direkter Anschluss an den Auxiliary-Steckverbinder des SPC-64, Lesen und Schreiben über TCP/IP des SPC-64
  • Einfache Konfiguration über die SW SP Editor

Anwendungsfälle:

  • in Unterkomponenten wie DUT-Adaptern oder Fixture-Interface-Boxen zur automatischen Identifikation
  • Übertragung system- oder adapterbezogener Daten (z. B. Kalibrierdaten, Kontaktierungszähler, ..)

Programmierbares ID-Modul am Auxiliary-Steckverbinder einer SPC-64-Karte und seine Konfiguration im SP Editor

1.3Modulportfolio SP-1200 (Q1/22)

1.3.1Lastkartenmodule -LC

ModulI/U-NennwertePower-BusKanäleDiagnoseMerkmale
SPM-700401-LC-MF70A 60V--4x1 Kan.Stromschleife4 MOSFET-Schalter Form A, Sicherung, I-Sense, theta-Sense
SPM-300602-LC30A 60V--6x2 Kan.StromschleifeSicherung, I-Sense, theta-Sense
SPM-100802-LC10A 60V48x2 Kan.--Sicherung, I-Sense, Konfiguration Zweifach-/Einzelkanal, Strommessung per DMM
SPM-100802-LC-MF10A 60V48x2 Kan.--MOSFET-Schalter, Sicherung, I-Sense, Konfiguration Zweifach-/Einzelkanal, Strommessung per DMM
SPM-061601-LC6A 150V--16x1 Kan.Stromschleife16 Form-A-Kontakte mit Last-Breakout-Platine, Strommessung per DMM
SPM-061601-LC-E02 (neu)6A 60V412x2 Kan.StromschleifeZweifach-Lasterweiterung für 12 Kanäle, schaltbar auf 4x Power-Busse, integrierter Shunt: Strommessbereiche 1A, 2,5A, 6A konfigurierbar
SPM-026401-LC2A 60V464x1 Kan.Rücklesen64 Form-A-Kontakte mit Lastkonfigurationsplatine
SPM-022404-LC2A 60V424x4 Kan.Rücklesen24x4-Topologie (1 Kanal auf 4 Lasten), 4x Aufsteckplatinen für Lasten, Stromwandler optional

1.3.2Matrixmodule -MX

ModulI/U-NennwerteSpaltenZeilenDiagnoseMerkmale
SPM-023206-MX2A 60V632RücklesenTopologie 32 Zeilen (2A) auf 6 Spalten (10A), jede Zeile abgesichert, Breakout-Steckverbinder
SPM-021604-MX2A 60V416RücklesenTopologie 16 Zeilen (2A) auf 4 Spalten (10A), jede Zeile abgesichert, Breakout-Steckverbinder

1.3.3Fehlersimulationsmodule -FS

ModulI/U-NennwerteTopologieDiagnoseMerkmale
SPM-300802-FS (neu)30A 60V8 Kan. / 2x Fault-BusStromschleifeVerbindet 8x DUT-Pins (je 30A) mit 2x 40A-Fault-Bussen (typ. Vcc und GND), LED-Anzeigen
SPM-020802-FS-D-FI (neu)2A 60V8x2 Kan. / 2x Fault-BusStromschleifeVerbindet 8 differenzielle DUT-Pins (je 2A) mit 2x 40A-Fault-Bussen (typ. Vcc und GND). Zusätzlich 2x schnelle MOSFET-Unterbrecherschalter (Fast Interrupter) 2A und 40A für Power-ON/OFF-Szenarien
SPM-022002-FS (neu)2A 60V20 Kan. / 2x Fault-BusStromschleifeVerbindet 20x DUT-Pins (je 2A) mit 2x 40A-Fault-Bussen (typ. Vcc und GND)

1.3.4Weitere Module

ModulI/U-NennwerteTopologieDiagnoseMerkmale
SPM-014002-HV1A 1000V40 Kan.--Hochspannungskarte mit konfigurierbarer Topologie: 4x10 Kan., zweifach 2x10 Kan. oder 2x 20 Kan.
SPM-SYS-001--8x2 Kan.--Überwachung der Hilfsspannungsversorgung (5V, 12V, 24V), 16x Dig. IN, 12x Dig. Out, 8x diff. Signalschaltung
SPM-1000201-ME-CMM100A 32V2x1 Kan.Stromschleife2x kalibrierte Strommesskanäle mit automatischer Bereichswahl von µA-100A

1.3.5Stand-alone-Module -STA

ModulI/U-NennwerteTopologieDiagnoseMerkmale
SPM-DRV-001-STA (neu)16A 48V32x Ausgang 2,5A, 50V; 32x Ausgang 0,3A, 30V; 32x LVTTL-Eingang 30VRücklese-Kopplung (SW), LED-Anzeige64x Open-Drain-Ausgänge (2,5A/0,3A) zum Schalten hoher Leistungen; max. Gesamtstrom 16A; 32x Dig. Eingänge, per SW-Konfiguration als Statusrückmeldung zur Validierung des Schaltzustands. Weitere Merkmale: 8x Schließer-Relais (NO) 2A, 60V; 2x Temperatursensoreingänge; Lüfter und Error-State-Kontakt

Stand-alone-Modul im Aluminiumgehäuse

Stand-alone-Module der Switching Platform:

  • Stand-alone-Lösungen für verteilte Schaltaufgaben (kein SP-Mainframe erforderlich)
  • typischer Formfaktor: kleines Aluminiumgehäuse mit LxBxH ~190x125x60mm
  • Anschlüsse: TCP/IP-Schnittstelle des Systemcontrollers, Versorgungsspannung (z. B. 24Vdc), alle weitere spezifische Hardware (z. B. Leistungsrelais, Kontroll-LEDs, ..)
  • vollständige Integration in die SP-Software (Konfiguration, Einstellungen, Alias-Namen, Debugging-Fenster, ..)
  • einfache Integration als Add-on in jede bestehende SP-Topologie (z. B. Anschluss an eine freie TCP/IP-Buchse eines SPC-64)
  • Hinweis: SPM-…-STA-Produkte haben einen anderen Formfaktor und sind nicht für den Einsatz in SP-Mainframes vorgesehen

1.4SP-Module

1.4.1SPM-700401-LC-MF (MOS-FET)

  • 4x Kanäle: 70A dauerhaft EIN; 85A max. 40 s EIN / 80 s AUS; 100A max. 20 s EIN / 50 s AUS
  • Strommessung ca. 1% (±85A)
  • Strom- und Temperaturüberwachung
  • Leiterplattentemperatur in Abhängigkeit vom Strom (3 Lüfter ein):
StromLeiterplattentemp. / Zeit
70A95°C / 30 min.
85A60°C / 30 s; 80°C / 40 s; 95°C / 60 s
100A60°C / 10 s; 80°C / 20 s

SPM-700401-LC-MF mit Kühlkörper über den MOS-FET-Schaltern

Unter dem Kühlkörper: MOS-FET-Halbleiterschalter mit Leckstrom < 1µA.

Stromwandler mit ca. 1% Genauigkeit, offsetreferenziert. Empfindlichkeit: 25mV/A; Vout: -2,125V .. 2,125V (= -85A..85A).

Beispiel: Schalten von Netzteilen

SPM-700401-LC-MF zum Schalten von Netzteilausgängen (bis 70A) auf den Prüfling (Beispielkonfiguration).

SPM-700401-LC-MF, konfiguriert zum Schalten von Netzteilausgängen auf den Prüfling

Mit zwei parallel geschalteten MOSFET-Kanälen lassen sich ca. 150A schalten.

Schaltbild

SPM-700401-LC-MF (4 Kanäle mit je 1 Last, MOS-FET-Schalter, 70A, max. 60V): Steuer- und Schaltplatine mit Sicherung 70A, Stromwandler und Diagnose je Kanal, Lastmontageplatte mit internen Lasten, externer Lastzugang und Netzteileingang

  • 4 Kanäle, je 70 A, 60V
  • Integrierte Stromwandler (ca. 1%), Ausgangsspannung auf Sense-Bus 1..4 schaltbar; Stromwert auch über Kommunikation abrufbar (reduzierte Genauigkeit)
  • Onboard-Diagnose (Selbsttest: Relaiszustand offen/geschlossen, Funktion der Stromwandler)
  • Überstrom- und Übertemperaturüberwachung -> Kanal wird geöffnet
  • Interne Unterbringung von Lasten und externer Last-Breakout

Lastszenarien

Hochstromlast zwischen DUT-Pins schalten, mit integrierter Strommessung (ca. 1%):

Last im SP-Mainframe, zwischen DUT-Pins geschaltet, mit Strommessung

Extern untergebrachte Hochstromlast zwischen DUT-Pins schalten, mit integrierter Strommessung (ca. 1%):

Externe Last, zwischen DUT-Pins geschaltet, mit Strommessung

Hochstrom-Netzteil direkt mit dem Prüfling verbinden, mit integrierter Strommessung (ca. 1%):

Netzteil über den SP-Mainframe mit dem Prüfling verbunden, mit Strommessung

Schalten unter Last (Hot Switching) dank MOSFET-Schaltern möglich.

1.4.2SPM-300602-LC

  • 6x2 Kanäle 30A (40A max. 60 s)
  • Strommessung ca. 1% (±40A)
  • Strom- und Temperaturüberwachung
  • Interne Diagnose

SPM-300602-LC mit Klemmen für Kurzschlussbrücken und Breakout-Steckverbindern, Klemmen für externe Temperatursensoren, Lastrelais 30A, Stromwandlern und Backplane-Steckverbinder

Beschriftete Komponenten: Klemmen für Kurzschlussbrücken und Breakout-Steckverbinder; Klemmen für externe Temperatursensoren; identische Steckverbinder für Last oder Kabel; Lastrelais 30A; Stromwandler; Backplane-Steckverbinder zur µC-Karte (SPC).

SPM-300602-LC-E: Schaltbild

SPM-300602-LC (6 Kanäle mit je 2 Lasten, 30A dauerhaft / 40A kurzzeitig, 60V) mit Last-Breakout-Platine

  • 6x2 Kanäle, je 30 A (40 A kurzzeitig ca. 1 Minute), 60V
  • Integrierte Stromwandler (ca. 1%), Ausgangsspannung auf Sense-Bus 1..4 schaltbar; Stromwert auch über Kommunikation abrufbar (reduzierte Genauigkeit)
  • Onboard-Diagnose (Selbsttest: Relaiszustand offen/geschlossen, Sicherung, Funktion der Stromwandler)
  • Überstrom- und Übertemperaturüberwachung -> Kanal wird geöffnet
  • Interne Unterbringung von Lasten und externer Last-Breakout

Stromwandler: -40..40A, ~ 1%. Sense 1: COM 1,5; Sense 2: COM 2,6; Sense 3: COM 3; Sense 4: COM4.

SPM-300602-LC-P: Schaltbild

SPM-300602-LC mit Option –P = Lastmontageplatte.

SPM-300602-LC mit Lastmontageplatte und internen Lasten

Lastszenarien

2 verschiedene Hochstromlasten zwischen DUT-Pins schalten, mit integrierter Strommessung (ca. 1%):

Zwei Lasten im SP-Mainframe, zwischen DUT-Pins geschaltet, mit Strommessung

2 verschiedene extern untergebrachte Hochstromlasten zwischen DUT-Pins schalten, mit integrierter Strommessung (ca. 1%):

Zwei externe Lasten in einem Lastrack, zwischen DUT-Pins geschaltet, mit Strommessung

Hochstrom-Netzteil direkt mit dem Prüfling verbinden, mit integrierter Strommessung (ca. 1%):

Netzteil über den SP-Mainframe mit dem Prüfling verbunden, mit Strommessung

Schalten unter Last (Hot Switching) nicht möglich.

1.4.3SPM-100802-LC

  • 8x2 Kanäle 10A, 60V, abgesichert
  • Jeder Kanal konfigurierbar als Zweifachlast oder Einzelkanal
  • Strommessung über Shunt, Stromwandler oder in Reihe geschaltetes DMM

SPM-100802-LC mit Lastplatine, Lastrelais 10A, DMM-Relais, Sicherungen, Konfigurationsbereich und Steckverbindern

Beschriftete Komponenten: Lastplatine mit Kurzschlussklemmen und Breakout-Steckverbindern; Lastrelais 10A; Relais zum Umschalten auf die In-Line-Strommessung per DMM; mittelträge Sicherungen 10A; Steckverbinder für den Kabelanschluss; Konfigurationsbereich für Kanäle und Strommessung; Backplane-Steckverbinder zur µC-Karte (SPC).

Strommessung

Kanalkonfiguration des SPM-100802-LC mit Shunt oder Stromwandlermodul

Standard-Shunts: 25mOhm, 50mOhm, 1Ohm, 10Ohm (0,5..0,05%); max. Dauerleistung 3W; andere Werte auf Anfrage.

Stromwandler: -12A .. 12A, ~1% Genauigkeit, 200kHz; Vout offsetreferenziert; Empfindlichkeit: 104,2mV/A; Vout: -1,250V .. 1,250V (= -12A..12A).

Jeder der 8 Lastkanäle kann mit Shunt oder Stromwandler konfiguriert werden. Im Standard-Lieferzustand ist die Karte unbestückt (keine Shunts oder Stromwandler). Auf Anfrage sind auch bestückte oder separate Shunts bzw. CT-Module möglich.

Schaltbild

SPM-100802-LC (8 Kanäle mit je 2 Lasten, max. 10A, 60V): Steuer- und Schaltplatine mit Sicherung, Shunt/LEM und DMM-Relais, Lastplatine mit Lastbrücken und Power-Bussen PB1–PB4

  • 8x2 Kanäle, je 10 A, 60V, 4x Power-Bus max. 18A
  • Shunt oder Stromwandler, Ausgangsspannung auf Sense-Bus 1..4 schaltbar; 4 parallele Strommessungen: Kan. 1..4 auf Sense 1 & 3 und Kan. 5..8 auf Sense 2 & 4
  • Direkte In-Line-Strommessung per DMM auf jedem Kanal
  • Lastplatine mit Breakout-Steckverbindern und Klemmen für Kurzschlüsse und kleinere Lasten

Beispiel einer Lastkonfiguration

SPM-100802-LC mit spezifischer Lastkonfiguration einschließlich Original-Motorinduktivitäten (Beispielkonfiguration).

SPM-100802-LC mit montierten Lasten und Motorinduktivitäten

1.4.4SPM-026401-LC

  • 64x Kanäle Form A, 2A, 60V
  • 4x Power-Bus-Leitungen 10A
  • Rücklesen des Relaiszustands über 2. Kontakt
  • Lastplatine für einfache Lastkonfiguration und Breakout-Steckverbinder

SPM-026401-LC mit Lastmontagebereichen, Kurzschlussbrücken, Lastrelais 2A und Steckverbindern

Beschriftete Komponenten: Lastmontagebereiche, PB-Konfiguration und Breakout-Steckverbinder; Kurzschlussbrücken für NO-Kanäle (ohne Last); identische Steckverbinder für Last oder Kabel; Lastrelais 2A; Backplane-Steckverbinder zur µC-Karte (SPC).

Schaltbild

SPM-026401-LC (64 Kanäle mit je 1 Last, max. 2A): Steuer- und Schaltplatine mit Diagnose, Lastmontageplatine mit Kurzschlussbrücken, Lastwiderständen max. 2W und Power-Bussen PB 1–4

  • 64 Kanäle je 2 A, 60V & 4x Power-Bus-Leitungen, je 10A
  • Überwachung des Relaisschaltzustands über 2. Kontakt
  • Lastplatine zur Montage interner Lasten und für externen Lastzugang
  • inklusive 64 Kurzschlussbrücken und externem kabelseitigem Steckverbinder

Lastszenarien

Alle 64 Kanäle als Form-A-Relaiskontakte (SPST) mit max. 2A Strom nutzen (Standard-Lieferzustand mit allen 64 Brücken auf der Lastplatine):

64 Kanäle als Form-A-Relaiskontakte genutzt

Intern untergebrachte Lasten zwischen DUT-Pins schalten:

Interne Last, zwischen DUT-Pins geschaltet

Intern untergebrachte Lasten auf 4x Power-Bus-Leitungen schalten (max. 10A je PB-Leitung):

Interne Lasten, auf Power-Bus-Leitungen PB 1..4 geschaltet

Extern untergebrachte Lasten zwischen DUT-Pins oder auf 4x Power-Bus-Leitungen schalten (max. 10A je PB-Leitung):

Externe Lasten, auf DUT-Pins oder Power-Bus-Leitungen PB 1..4 geschaltet

1.4.5SPM-021604-MX

  • 16x4 Matrix-Koppelpunkte, 2A, 60V
  • 4x Spaltenleitungen für max. 10A
  • 16x Zeilenleitungen 2A, abgesichert
  • Rücklesen des Relaiszustands über 2. Kontakt
  • Breakout-Steckverbinder für Zeilen & Spalten

Matrixmodul SPM-021604-MX

Schaltbild

SPM-021604-MX (Matrix 16 Zeilen auf 4 Spalten, max. 2A): Zeilenpfad max. 2A mit Sicherung 2A, Spaltenpfad max. 10A, Breakout-Platine

  • Matrix-Topologie 16x4 (16 Zeilen/Kanäle auf 4 Spalten)
  • Jede Zeile/jeder Kanal max. 2A, 60V, inkl. Sicherung
  • Jede Spalte max. 10A
  • Überwachung des Relaisschaltzustands über 2. Kontakt
  • Lastplatine für externen Zugang zu Kanälen und Zeilen
  • inklusive externem kabelseitigem Steckverbinder

1.4.6SPM-023206-MX

  • 32x6 Matrix-Koppelpunkte, 2A, 60V
  • 6x Spaltenleitungen für max. 10A
  • 32x Zeilenleitungen 2A, abgesichert
  • Rücklesen des Relaiszustands über 2. Kontakt
  • Breakout-Steckverbinder für Zeilen & Spalten

Matrixmodul SPM-023206-MX

Schaltbild

SPM-023206-MX (Matrix 32 Zeilen auf 6 Spalten, max. 2A): Zeilenpfad max. 2A mit Sicherung 2A, Spaltenpfad max. 10A

  • Matrix-Topologie 32x6 (32 Zeilen/Kanäle auf 6 Spalten)
  • Jede Zeile/jeder Kanal max. 2A, 60V, inkl. Sicherung
  • Jede Spalte max. 10A
  • Überwachung des Relaisschaltzustands über 2. Kontakt
  • Breakout-Steckverbinder für externen Zugang zu Kanälen und Zeilen
  • inklusive externem kabelseitigem Steckverbinder

1.4.7SPM-1000201-ME-CMM

  • 2x CMM-III oder CMM-IV auf einem SP-Modulträger
  • Strommessung mit automatischer Bereichswahl von 1µA- 100A auf 2 Kanälen
  • erweiterbar auf max. 8 CMMs
  • interne Diagnose über Schleifenstrom
  • Standard-Werkskalibrierung oder DAkkS-Kalibrierung
  • Volle Unterstützung durch die SP-SW: Stromwerte über TCP/IP-Befehle auslesen

SPM-1000201-ME-CMM mit zwei CMMs: Strompfad 1 und 2, jeweils automatische Bereichswahl 1µA..100A

1.4.8SPM-300802-FS

  • 8x Fehlersimulationskanäle 30A, 60V
  • 2x Fault-Bus 40A (60A kurzzeitig)
  • LED-Anzeigen, interne Diagnose
  • Hochleistungs-Breakout-Steckverbinder

Modul SPM-300802-FS und Schaltbild: Kanäle CH1–CH8 zwischen Steuergerät (ECU, X3) und Last (X2), Fault-Busse FB1/FB2 über alle Steckplätze der Backplane verdrahtet

1.4.9SPM-020802-FS-D-FI

  • 8x differenzielle Kanäle 2A, 60V
  • 2x Fault-Bus 40A (60A kurzzeitig)
  • 2x schnelle Unterbrecher (Fast Interrupter; MOSFET, 2A, 40A)
  • Interne Diagnose

Modul SPM-020802-FS-D-FI, Schaltbild mit schnellen Unterbrechern FI1/FI2 und Fault-Bussen sowie DB25-Pinbelegung

1.4.10SPM-022002-FS

  • 20x Fehlersimulationskanäle 2A, 60V
  • 2x Fault-Bus 40A (60A kurzzeitig)
  • Interne Diagnose

Modul SPM-022002-FS, Schaltbild mit Fault-Bussen und DB25-Pinbelegung von CH01–CH20

1.4.11SPM-DRV-001-STA

  • 32x Open-Drain-Ausgänge 2,5A, 50V
  • 32x Open-Drain-Ausgänge 0,3A, 30V
  • 32x Dig. Eingänge LVTTL max. 30V
  • 8x Relais Form A (Schließer) 2A
  • 2x Temperatursensoreingänge
  • Gesamtstrom 16A
  • Ausgang für externen Lüfter
  • Error-State-Kontakt (Öffner)
  • Interne Diagnose & LED-Anzeigen

Stand-alone-Modul SPM-DRV-001-STA im Aluminiumgehäuse

Schalten von Leistungsrelais und Schützen für hohe Leistungsanforderungen: 32x 2,5A/50V & 32x 0,3A/30V & Gesamtstrom 16A.

Automatisches Rücklesen der AUX-Hilfskontakte der Schütze, um korrekte Schaltzustände sicherzustellen: Dig. IN und Dig. OUT lassen sich per SW-Konfiguration verknüpfen; stimmt der AUX-Zustand nicht überein, wird ein Fehler gemeldet.

Kompaktes Stand-alone-Modul, TCP/IP-Kommunikation, verteilte Topologien.

Blockschaltbild

Blockschaltbild des SPM-DRV-001-STA: µController, Open-Drain-Ausgänge, digitale Eingänge, Form-A-Relaiskontakte, Error State, Lüfterausgang, Temperatursensoren und 24V-Versorgung

1.5Systemintegration des SP-1200

Systemintegration 19‘‘-Schrank, 38HE:

  • 2x PXI-Chassis mit je 18 Steckplätzen
  • 2x SP-1200 Mainframe mit je 12 Steckplätzen
  • 4x Netzteilkanäle (1x 1500W, 4x 100W)
  • Rack für zusätzliche HW (3HE)
  • optional USV oder zusätzliches Netzteil

Beispiel eines 19"-Schranks mit PDU, PXI-Chassis, zwei SP-1200 Mainframes, DUT-Adapter, Fixture-Interface und Netzteilen

  • Instrument Access für die Verbindung der Messgeräte mit der Matrix
  • Fixture-Interface mit Tisch (für Nadelbettadapter) oder klappbar (für die Integration in Fertigungslinien)
  • Standard-Lastverkabelung von den SP-Modulen zum VPC-Interface
  • Netzteile und USV
  • SP-Module mit montierten Lasten oder Last-Breakout zum externen Lastrack
  • Einfacher Zugang zu den Schaltmodulen über die Schrankrücktür
  • Die Lüfter des SP-1200 (3 je Mainframe) sorgen für zusätzliche Kühlung im Rack

1.6TCP/IP-Topologie

TCP/IP-Topologie: Systemcontroller und Hub, verbunden mit kaskadierten SP-1200- und SP-400-Mainframes und Stand-alone-Modulen, mit Rack-IDs, Steckplatz-IDs und IP-Adressbereichen

  • Rack-IDs: 0x0 .. 0xE (= 0..14)
  • SP-400 Steckplätze: 0x1..0x4 (= 0..4)
  • SP-1200 Steckplätze: 0x1..0xC (= 0..12)
  • Max. SP-Module: 15x SP-1200 = 180 Module
  • IP-Bereich: 192.168.111.1..236
  • Die TCP/IP-Schnittstellen der µC-Karten können zum Kaskadieren von SP-Mainframes genutzt werden
  • Die IP-Adresse jedes Mainframes wird auf der Backplane-Interface-Karte (SPB) eingestellt

Weitere Beschriftungen im Diagramm:

  • Systemcontroller: 192.168.111.240
  • -STA 192.168.111.013: direkt vom HUB oder vom SPC-64; Rack-ID: 0x0 (DIP 5..8), Steckplatz: 0x0D (DIP 1..4)
  • -STA 192.168.111.237: direkt vom HUB oder vom SPC-64; Rack-ID: 0xE (DIP 5..8), Steckplatz: 0x0D (DIP 1..4)

1.7Bildergalerie SP-1200

Fotos von SP-Modulen, Verkabelung und SP-1200 Mainframes, integriert in Prüfsystemschränke

Kapitel 2

Datenblatt SP-1200

SP-1200 Mainframe – IRS-Produkt 121466 SP-1200, Switching Platform Mainframe 12 slot, v2; Hardwareversion 2.0.

2.1Allgemeine Beschreibung

Die IRS Switching Platform ermöglicht eine standardisierte, modulare und skalierbare Integration von Schaltaufgaben in automatisierten Prüfsystemen. Typische Aufgaben sind Lastschaltung, Leistungsmatrix-Schaltung, Kommunikationsverteilung, Strommessung im Lastpfad und Signalaufbereitung. IRS bietet ein Portfolio an Modulen für diese Schaltfunktionen; weitere Module können von der IRS GmbH auf Anfrage entwickelt und gebaut werden.

Der SP-1200 Mainframe ist ein 19‘‘-Rack mit 7HE, das die Schaltzustände von bis zu 12 Einschubmodulen mit 6HE Höhe und 6TE Standardbreite steuert.

Die Switching Platform Modules (SPM) bieten verschiedene Stromklassen (2A, 10A, 30A, 70A), Platz für die Montage von Lasten, Anschlussmöglichkeiten für externe Hardware und zusätzliche Messfunktionen. Der Mainframe bietet 6 Lüfter im Boden des Racks zur Kühlung der Lasten sowie interne Selbstdiagnosefunktionen auf den meisten Modulen.

Ein interner 8-Kanal-Sense-Bus stellt Messsignale über alle Modulsteckplätze bereit und ermöglicht den Anschluss externer Messgeräte. Die Hochstrommodule (>30A) bieten eine interne Strom- und Temperaturüberwachung und aktivieren bei Überschreitung der Grenzwerte einen Error-State-Ausgang. Alle Strom- und Temperaturwerte dieser Hochleistungsmodule können per Kommunikationsbefehl ausgelesen werden.

Der SP-1200 Mainframe wird über eine TCP/IP-Verbindung gesteuert; bis zu 15 Mainframes lassen sich an einer TCP/IP-Schnittstelle zusammenschalten, um die Gesamtzahl der Schaltkanäle zu erhöhen.

2.2Sicherheitshinweise

  • Nur für den Einsatz im spezifizierten DC-Eingangsbereich von 24Vdc und in elektrischen Netzen mit Schutzleiter (PE).
  • Nur in geeigneten 19‘‘-Schränken einsetzen und nicht für Anwendungen an Menschen oder Tieren.
  • Module (SPM) nur innerhalb der Strom- und Spannungsnennwerte einsetzen, die im Datenblatt des jeweiligen Moduls spezifiziert sind.
  • Ausgänge benötigen eine ausreichende Isolation und einen Berührungsschutz.

2.3Schematische Übersicht und Bilder

SP-1200 Mainframe, Seitenansicht und Draufsicht: µC-Board (SPC-64), SP-Module, 6x Lüfter (900m³/h), Rack-Versorgungskarte mit EMV-Filter und Sicherung 16A, Backplane-Interface, µC 1–12 und Schalter/Relais/Last 1–12

SP-1200 Mainframe, Ansicht von der µController-Seite
SP-1200 µController-Seite
SP-1200 Mainframe, Ansicht von der Seite der Schaltmodule
SP-1200 Seite der Schaltmodule

2.4Lieferumfang des SP-1200

Der SP-1200 Basis-Mainframe umfasst folgende Komponenten:

  • 19‘‘-Rack 7HE, 475mm Tiefe, Farbe RAL7035, EIN/AUS-Schalter, 6x Lüfter
  • Backplane mit 12 Steckplätzen zur Bestückung mit µC-Karten und Schaltmodulen
  • Backplane-Interface-Karte inkl. kabelseitigem Error-State-Steckverbinder
  • Versorgungskarte SPB Supply inkl. kabelseitigem Steckverbinder für den Versorgungseingang
  • Switching Platform Software für Einrichtung und Konfiguration
  • Blindplatten 6HE und 3HE für nicht belegte Steckplätze (Vorder- und Rückseite geschlossen)

2.5Zertifizierung und Konformität

AngabeWert
KonformitätsbescheinigungCE-Kennzeichnung durch IRS
RoHS-KonformitätEU-RoHS-Richtlinie 2011/65/EU; Richtlinie (EU) 2015/863 Anhang II

2.6Verwendete Abkürzungen

AbkürzungBedeutungBeschreibung
SPSwitching Platformals Oberbegriff für alle Produkte der Switching Platform
SPCSwitching Platform ControllerµC-Karte (3HE), die ein Switching Platform Module steuert
SPMSwitching Platform ModuleLeiterplatte (6HE) mit Relais und weiteren Schaltungen, gesteuert von einem SPC
SPWSwitching Platform Wiringstandardisiertes Kabel zur Verbindung eines SPM mit der Systemschnittstelle
HEHöheneinheit = 44,45 mm
TETeilungseinheit = 5,04 mm
DUTDevice Under TestPrüfling; gleichbedeutend mit UUT (Unit Under Test)

2.7Elektrische Daten

AngabeWertBemerkungen
Versorgungsspannung24 Vdc
Versorgungsstrommax. 16 Aabgesichert über die Rack-Versorgungskarte
Leistungsaufnahmetyp. 50..200 Wabhängig von Modulen und Schaltzuständen
Leistungsaufnahmemax. 400 Winterne Leistung für alle µC, Module und Lüfter
PE-Anschlusserforderlichzum Schrank des Prüfsystems

2.8Mechanische Daten

AngabeWertBemerkungen
Breite19‘‘ca. 483 mm
Höhe7 HEca. 312 mm
Tiefe475 mmRacktiefe
Gewichtca. 10,3 kgohne Verkabelung, Steckplatz-Abdeckungen

2.9Umgebungsbedingungen

AngabeWertBemerkungen
Betriebstemperaturbereich0..55 °C; 32..131 °F
Betriebsfeuchtebereich10-80 %nicht kondensierend

2.10Kühlung des Mainframes

6 Lüfter im Boden des Mainframes (1HE) erzeugen einen internen Luftstrom von ca. 900m³ pro Stunde. Sie werden aktiviert (EIN geschaltet):

  • von der Backplane-Interface-Karte, wenn der Temperatursensor des Mainframes (oben mittig im Mainframe) 40°C überschreitet
  • von jedem µController (SPC), der an seinem ADC eine Temperatur von >40°C erfasst (auf Modulen oder extern).

Sie werden deaktiviert (AUS geschaltet):

  • wenn weder die µController (SPC) noch der Temperatursensor des Backplane-Interface >35°C messen

Die Temperaturdifferenz von 5°C verhindert ein schnelles Ein- und Ausschalten der Lüfter. Fordern z. B. 5 µController den Zustand „Fan ON State“ an, werden die Lüfter erst AUS geschaltet, wenn keiner von ihnen mehr „Fans ON“ anfordert.

Reicht die Kühlung nicht aus und steigt die Temperatur weiter an, führt jeder Temperatursensor, der den Wert von +80°C überschreitet, dazu, dass der Error State des gesamten Mainframes auf „1“ gesetzt wird.

2.11Versorgung und Integration

Der SP-1200 Mainframe verfügt an der Frontplatte des Rack-Versorgungssteckplatzes über einen grünen 3-poligen Quick-Lock-Versorgungssteckverbinder für 24Vdc, GND und PE des Prüfsystemschranks.

Die mechanische Integration in den 19’’-Schrank erfolgt über Standard-L-Profilschienen. Alternativ ist eine Integration über C-Profilschienen möglich.

Das Schaubild zeigt ein Beispiel für die grundlegende mechanische und elektrische Integration von zwei SP-1200 Mainframes in einen 19’’-Schrank eines typischen Funktionsprüfsystems.

19"-Schrank eines Prüfsystems mit AC-Verteilung, Systemcontroller oder PXI-Chassis, Messgeräten, externem Lastrack, zwei SP-1200 Mainframes und Netzteilen für Geräte

2.12Grundlegende Topologie und Auslegung

Grundlegende Aspekte zu Auslegung und Topologie der IRS Switching Platform:

  • Modulares Konzept: Schaltmodulseite (6HE) für die Ausführung der Schaltvorgänge und die Unterbringung von Lasten. µC-Seite (3HE) des Mainframes für Kommunikation und Schaltsteuerung.
  • Die SP-Module konzentrieren sich grundsätzlich auf die Ausführung der Schaltvorgänge und enthalten keine Steuerkomponenten. Die Schaltsteuerung erfolgt ausschließlich über eine separate µController-Karte.
  • Jeder mit einem 6HE-Schaltmodul (SPM) bestückte Steckplatz benötigt eine 3HE-µController-Karte (SPC) auf der µController-Seite des Steckplatzes.
  • Alle Module unterstützen den Zugriff auf den 8-Kanal-Sense-Bus. Dies ermöglicht z. B. 4 parallele Strommessungen an verschiedenen Lastkanälen.
  • Kommunikation mit dem Controller des Prüfsystems über das TCP/IP-Protokoll; das Kabel wird an einen der µController (SPC) im Mainframe angeschlossen.
  • Die Firmware unterstützt Multithreading zu 100% bis auf Modulebene. Das heißt, jedes Modul kann von einem eigenen Thread gesteuert werden.
  • Die meisten Module bieten interne Diagnoseschaltungen und -funktionen.

2.13Merkmale und Funktionen

MerkmalBeschreibung
ModulkapazitätBis zu 12 SP-Module (SPM) mit Standardbreite 6TE (ca. 30mm) können in einem Mainframe bestückt werden
KommunikationÜber TCP/IP-Verbindung, z. B. 192.168.111.240; Kabel an einen der µController angeschlossen (beliebig); Kaskadierung von max. 15 Mainframes an einer TCP/IP-Schnittstelle
StrombereichKlassifizierung der Schaltmodule (max. Strom): 2A, 10A, 30A, 70A
Spannungsbereichtyp. 48-60Vdc (siehe Modulspezifikation); HV-Schaltmatrixmodul bis 1000Vdc (1kV)
Kühlung der Lasten6 Lüfter im Boden des Racks, Luftstrom ca. 900m³ pro Stunde; Aktivierung per API-Befehl und auf Anforderung eines Moduls (Temperatursensoren)
Digitale I/O (je SPC)2 Bit digital IN, 2 Bit dig. OUT je µController-Karte; max. 2mA TTL 3,3V, Lesen/Setzen per SW-Befehl
Error-State-KontaktForm-A-Relaiskontakt auf der Backplane-Interface-Karte für den internen Fehlerzustand. Der Kontakt ist geschlossen, solange kein interner Fehler erkannt wird, und öffnet im Fehlerfall. Fehlerursachen sind: SW-Freeze (Firmware im SP-1200); Überstrom auf einem beliebigen Hochstrom-Lastkanal erkannt; Übertemperatur im Mainframe oder auf einem beliebigen Hochstrom-Lastkanal
StromüberwachungHochstrommodule (>30A) bieten eine interne Stromüberwachung inkl. Abschaltfunktion für Kanäle: Der Lastkanal wird von der Firmware AUS geschaltet, wenn der Strom den Grenzwert überschreitet
TemperaturüberwachungHochstrommodule (>30A) bieten eine interne Temperaturüberwachung inkl. Abschaltfunktion für Kanäle: Der Lastkanal wird von der Firmware AUS geschaltet, wenn der Strom den Grenzwert überschreitet
Analoger Sense-BusDie SP-Backplane bietet einen zweiadrigen analogen 4-Kanal-Sense-Bus; über 4x SMB-Steckverbinder am Backplane-Interface; durch Anschluss z. B. eines DMM lässt sich der Spannungsabfall an einem integrierten Shunt oder die Ausgangsspannung eines Stromwandlers auf den Lastkanälen messen. Grundsätzlich können 4 Ströme parallel gemessen werden. Hinweis: Nicht alle SP-Module und Lastkanäle unterstützen Strommessung; Lastkanäle können ggf. nur auf bestimmte Sense-Busse geschaltet werden, siehe Modulspezifikation

SP-Editor SW: Topologie und Bestückung der Produkte der IRS Switching Platform lassen sich mit einem SW-Tool konfigurieren, dem Switching Platform Editor:

  • Definition und Verwaltung von SP-Projekten
  • Konfiguration von Mainframes, Modulen und µC
  • Auto-Setup-Funktion und Konfigurationsbericht als Datei
  • Modulabhängige Parameter (z. B. Prellzeit der Relais)
  • Alias-Namen für Kanäle (leicht verständliches Schalten)
  • Strom- und Temperaturgrenzwerte (Hochstromkarten 30A, 70A)
  • Passwortgeschützte Zugriffsebenen Operator, Developer, Administrator
  • Firmware- und Datenbank-Update
  • Debug-Fenster für die manuelle Steuerung
  • Integrierter Request Builder für Befehle und Dokumentation
  • …

2.14Backplane-Interface

2.14.1Anschlüsse und Status

Das Backplane-Interface bietet Zugriff auf den analogen Sense-Bus (8 Kan.) und den Error-State-Ausgang des SP-1200 Mainframes. Die Karte zeigt den Status des Mainframes über die LEDs Power, Error und Ethernet an und ermöglicht einen IP-Reset.

Das Interface arbeitet außerdem als Switch für die interne TCP/IP-Verteilung an jeden Steckplatz (jeder Steckplatz hat eine eigene IP-Adresse).

Für jeden SP-1200 Mainframe muss die IP-Adresse auf dieser Interface-Karte eingestellt werden.

Backplane-Interface-Karte (SPB) mit markiertem DIP-Schalter für die Rack-ID neben dem Seriennummernetikett

2.14.2Einstellung der IP-Adresse

Der Standardwert der IP-Adresse jedes SP-1200 Mainframes ist: 192.168.111.0

Mit einem 4-poligen DIP-Schalter auf der Backplane-Interface-Karte (rechts neben dem Etikett mit der SNr.) lässt sich die Rack-ID von „0x0“ bis „0xE“ einstellen. Damit wird auch das High-Nibble des letzten Teils der IP-Adresse festgelegt. Das Low-Nibble ist für jeden Steckplatz per Hardware von „0x1“ bis „0xC“ vorgegeben.

Daraus ergibt sich folgende Standardstruktur der IP-Adressen im SP-1200:

Standard-IP-Adressen 192.168.111.001..012 für µC1–µC12 mit Rack-ID 0

Wird der Rack-ID-Schalter von „0“ auf „1“ gestellt, ändert sich der IP-Adressbereich des Mainframes:

IP-Adressen 192.168.111.017..028 für µC1–µC12 mit Rack-ID 1

Beispieltopologie mit mehreren SP-Mainframes:

Beispieltopologie: Systemcontroller und Hub, verbunden mit mehreren SP-1200- und SP-400-Mainframes mit den Rack-IDs 0x0, 0x1, 0x2 und 0xE und ihren IP-Adressbereichen

2.14.3IP-Einstellung des Controllers

Der IP-Adressbereich einer Topologie der Switching Platform mit 15 SP-1200 Mainframes reicht von 192.168.111.1 bis 192.168.111.236. Um Kollisionen zu vermeiden, eignet sich für einen Controller (PC, Laptop, PXI-Controller, ..) z. B. die IP-Adresse 192.168.111.240.

Windows-TCP/IP-Einstellungen mit zusätzlicher IP-Adresse 192.168.111.240 und Subnetzmaske 255.255.255.0

2.14.4IP-Adresse des Mainframes ändern

Die IP-Adresse des Mainframes lässt sich über die SP-Software ändern: Rack – Change IP Address. Dazu ist eine Anmeldung als Developer erforderlich.

Menü Rack im SP Editor mit dem Eintrag Change IP Address

2.15Rack-Versorgungskarte

Die 24Vdc-Versorgungsspannung des SP-1200 Mainframes wird über den grünen 3-poligen Quick-Lock-Steckverbinder angelegt. Zum Abziehen des Steckverbinders müssen beide Verriegelungsfedern gedrückt werden.

+24Vdc, GND und der PE des Prüfsystems müssen angeschlossen werden; der kabelseitige Steckverbinder ist im Lieferumfang enthalten. Der Eingang ist mit 16A abgesichert.

Alle Leitungen benötigen einen Querschnitt von mindestens AWG14 bzw. 2,5mm².

SignalPinPosition
+24Vdc1oberer Pin
GND (24V)2mittlerer Pin
PE3unterer Pin
Karte SPB Supply mit Sicherung und grünem Versorgungssteckverbinder neben der Karte SPB Switch
Karte SPB Supply und SPB Switch

2.16Switching Platform SW

Mit jedem SP-1200 Mainframe wird die Switching Platform SW ausgeliefert. Die Installation dieser SW stellt .NET-API-Funktionen, Wrapper-Funktionen für C, die IRS-Moduldatenbank und einen SP-Editor bereit.

Der Switching Platform Editor ist ein Tool für die komfortable Konfiguration der gesamten Topologie der Switching Platform im Prüfsystem. Mit diesem Tool lassen sich alle Mainframes und ihre IP-Adressen einschließlich ihrer Modulbestückung definieren und in einer Projektdatei speichern.

Die Projektdatei muss zu Beginn der Testsequenz geladen werden, um alle Schaltpfade und weiteren Funktionen steuern zu können.

Folgende Dateien werden bereitgestellt: .exe-Dateien für die Installation auf 32-Bit- oder 64-Bit-Systemen, Firmware für die SP-µController (.ebin-Datei) und die SP-Moduldatenbank (.spm-Datei), die alle verfügbaren SP-Module und ihre Parameter enthält.

Zum Ausführen der SP SW muss auf dem Controller das .NET Framework 4.7 installiert sein.

2.17Messung über den Sense-Bus

Die internen Sense-Busse 1..4 können über 4x SMB-Buchsen mit externen Messgeräten verbunden werden (z. B. über eine Messmatrix). Shunts oder Stromwandler auf den Lastkanälen lassen sich durch Schließen der Sense-Relais auf dem Modul auf die Sense-Busse 1..4 schalten.

Diese Topologie ermöglicht grundsätzlich 4 parallele Messungen im SP-Mainframe. Nicht jeder Lastkanal kann auf jeden Sense-Bus geschaltet werden; die möglichen Verbindungen sind im Datenblatt des jeweiligen Moduls festgelegt.

Die Firmware stellt sicher, dass immer nur ein Sense-Relais gleichzeitig mit einem Sense-Bus verbunden ist. Ist bereits ein anderer Kanal verbunden, gibt die API-Funktion einen Fehler zurück.

Beispiel mit 70A-Hochstrommodul:

Sense-Bus-Beispiel: Kanäle des SPM-700401-LC-MF mit Stromwandlern, auf Sense-Bus 1..4 der Mainframe-Backplane geschaltet; Backplane-Interface mit SMB-Buchsen, über eine Matrix mit einem DMM verbunden

2.18Error State

Der Error-State-Ausgang meldet interne Fehler des Mainframes an Geräte außerhalb des Mainframes, damit diese auf kritische Zustände reagieren können. Jede µC-Karte (SPC) überwacht über ADC-Eingänge die Strom- und Temperatursensoren des Moduls im zugehörigen Backplane-Steckplatz. Bei Überschreitung eines Grenzwerts setzt die SPC den Error State für den gesamten Mainframe auf „1“.

Hauptzweck ist der Anschluss des Error-State-Ausgangs an den Interlock-Eingang eines Netzteils, damit das Netzteil im Fehlerfall abschaltet und potenziell gefährliche Spannungen und Ströme von Prüfsystem und Prüfling nimmt.

Der Error State kann z. B. auch mit dig. I/O-Geräten verbunden werden, die der Controller des Prüfsystems ausliest, um in der Testsequenz auf den Fehlerzustand zu reagieren.

Der Error State wird auf „1“ gesetzt (d. h. der Relaiskontakt öffnet):

  • Überstrom: Die Stromüberwachung eines beliebigen Lastkanals hat einen Strom oberhalb der eingestellten Grenzwerte erkannt (im SP-Editor standardmäßig oder kundenspezifisch eingestellt).
  • Übertemperatur: Die Temperaturüberwachung eines beliebigen Lastkanals oder Moduls hat eine Temperatur oberhalb der eingestellten Grenzwerte erkannt (im SP-Editor standardmäßig oder kundenspezifisch eingestellt). Einige Module bieten zusätzlich externe Temperatursensoren. Diese Sensoren lassen sich auch außerhalb des SP-Mainframes einsetzen, z. B. im Schrank des Prüfsystems. Unabhängig von den SP-Modulen hat der Mainframe einen Temperatursensor oben mittig im Rack. Über das Backplane-Interface aktiviert dieser Sensor bei >40°C die Lüfter und meldet bei >80°C ebenfalls eine Übertemperatur.
  • Firmware-Freeze: Die intern laufende Firmware setzt den Error State fortlaufend auf „0“ zurück. Wird diese Funktion nicht ausgeführt, schaltet der Error State durch HW-Schaltungen auf „1“.

Solange der Error State „1“ ist, erhält jeder an den Mainframe gesendete API-Befehl eine entsprechende Fehlermeldung und wird nicht ausgeführt.

Der Error State kann per API-Funktion zurückgesetzt werden.

Funktionsschaltbild mit 70A-Hochstrommodul:

Schaltbild des Error State: Die µC-Karte SPC überwacht Temperatur und Strom des SPM-700401-LC-MF über den ADC und öffnet das Error-State-Relais auf dem Backplane-Interface, das mit dem Interlock-Eingang des Netzteils verbunden ist; geschlossen ohne Fehler, offen bei Fehler oder Firmware-Freeze

2.19Bestücken und Entnehmen von Modulen

  1. Trennen Sie die 24V-Versorgung oder schalten Sie den Mainframe aus, bevor Sie Karten stecken/entnehmen.
  2. Um Module zu entnehmen, lösen Sie zuerst die Schrauben der Blenden oben und unten am SPM-Halter
  3. Drücken Sie dann gleichzeitig die grauen Verriegelungen und
  4. bewegen Sie die Halter, um die Karten von der Backplane und den Kabelsteckverbindern der Module abzuziehen
  5. Ziehen Sie das Modul vorsichtig aus dem Steckplatz
  6. Bei einigen Modulen sind Bauteile auf der Unterseite der Leiterplatte (linke Seite) bestückt. Um eine Kollision mit den Blenden benachbarter Module und eine Beschädigung des Moduls zu vermeiden, muss die Bewegung sehr feinfühlig erfolgen.

Zum Stecken von Modulen führen Sie die Schritte in umgekehrter Reihenfolge von 5. bis 2. aus, bei spannungslosem oder AUS geschaltetem Mainframe.

Entnehmen eines Moduls: 1) Ausschalten, 2) Losschrauben, 3) Drücken, 4) Bewegen, 5) Ziehen

2.20Liste der verfügbaren Module

Modul-IDModultypBeschreibung
SPM-300801-FSFehlersimulation 8 Kan. 30AVerbindet DUT-Pins mit Kurzschlussbussen
SPM-014002-HVHochspannungsmatrix 1kVKonfigurierbare Hochspannungsmatrix, 40 Kan. 1A
SPM-021604-MXMatrix 16x4 Kan. 2A16 Zeilen (2A) auf 4 Spalten (10A), Selbsttest: Rücklesen der Relais
SPM-023206-MXMatrix 32x6 Kan. 2A32 Zeilen (2A) auf 2 Spalten (10A), Selbsttest: Rücklesen der Relais
SPM-026401-LCLastkarte 64 Kan. 2A64x Form-A-Kontakte 2A, Selbsttest: Rücklesen der Relais, Last-Breakout-Platine
SPM-100802-LCLastkarte 8x2 Kan. 10A8x2 Form-A-Kontakte 10A, Strommessung per Shunt oder Stromwandler, Montageplatte oder Last-Breakout-Platine
SPM-300602-LCLastkarte 6x2 Kan. 30A6x2 Form-A-Kontakte 30A, Selbsttest: Teststromschleife, Montageplatte oder Last-Breakout-Platine
SPM-700401-LCLastkarte 4 Kan. 70A4x Form-A-Kontakte 70A, Selbsttest: Teststromschleife, Montageplatte oder Last-Breakout-Platine
SPM-700401-LC-MFLastkarte 4 Kan. 70A4x MOS-FET-Schalter 70A, Selbsttest: Teststromschleife, Montageplatte oder Last-Breakout-Platine
SPM-SYS-001SystemmodulSystemmodul; 8x diff. Signalschaltung, DC-Hilfsspannungsversorgung, Überwachung (5V, 12V, 24V), 16x Dig. IN, 12x Dig. OUT
SPM-1000201-ME-CMMMessmodul Strom µA – 100A2x CMM-III Strommessgeräte mit automatischer Bereichswahl, inkl. Werks- oder DAkkS-Kalibrierung, Selbsttest: Stromschleife

2.21Ersatzteilliste

Hersteller / LieferantTeilenr.IRS-Teilenr.Komponentenbeschreibung
IRS GmbHSP-1200121466Mainframe Switching Platform 12 Steckplätze v2
IRS GmbHSPB Switch119151SP-Backplane-Interface-Karte
IRS GmbHSPB Supply121461SP-Versorgungskarte v1.1
IRS GmbHSPC-64120701SP-µController-Karte v2.2
Würth Elektronik691304530003121013Versorgungssteckverbinder 3-polig
Phoenix ContactFMC 1,5/ 2-ST-3,81109439Steckverbinder Error-State-Ausgang 2-polig

2.22Produktsupport

Kapitel 3

Datenblatt SPM-021604-MX

SPM-021604-MX – IRS-Produkt 119357 SPM-021604-MX-E, 4x16 Matrix, 2A, breakout pcb; Hardwareversion 1.1.

3.1Allgemeine Beschreibung

Das SPM-021604-MX ist ein 6HE-Schaltmodul für niedrige Ströme zum Einsatz in Mainframes der IRS Switching Platform. Das Modul bietet eine Matrix-Topologie mit 4 Spalten x 16 Zeilen für max. 2A je Zeile und 10A Strom je Spalte.

Jede der 16 Zeilen (= Kanäle) ist mit einer flinken 2A-Sicherung auf der DUT-Eingangsseite und zusätzlich auf der Breakout-Seite abgesichert.

Eine interne Diagnose ist über das Rücklesen des Schaltzustands der Koppelpunkte möglich, das auch als API-Funktion verfügbar ist. Mehrere Matrixkarten lassen sich kombinieren (z. B. über den Breakout-Steckverbinder), um die Anzahl der Zeilen/Kanäle zu erhöhen.

Typische Aufgaben sind das flexible Schalten von Lasten, Messgeräten und Versorgungen auf DUT-Pins bis 2A Strom. Das Modul ist mit einer Metallblende mit geschlossener Frontplatte und einer Breakout-Erweiterungsplatine für die Verdrahtung mit externen Geräten oder anderen Matrixkarten erhältlich.

3.2Sicherheitshinweise

  • Nur für den Einsatz in Mainframes der IRS Switching Platform (z. B. SP-1200) und innerhalb der spezifizierten elektrischen Grenzwerte.
  • Nur in geeigneten 19‘‘-Schränken einsetzen und nicht für Anwendungen an Menschen oder Tieren.
  • Dieses SP-Modul nur mit der µController-Karte SPC-64 (PN: 120701) und mit der SW SP-Editor und deren API-Befehlen zur Konfiguration und Steuerung verwenden
  • Schalten unter Last (Hot Switching) wird für alle Stromkreise des Moduls NICHT empfohlen. Es verringert die Lebensdauer und die maximale Anzahl an Schaltzyklen der Relais und kann die Relais auf dem Modul zerstören.
  • Das Modul ist für ohmsche Lasten ausgelegt; bei induktiven oder kapazitiven Lasten muss der Anwender für Schutzbeschaltungen sorgen
  • Ausgänge benötigen eine ausreichende Isolation und einen Berührungsschutz.

3.3Schematische Übersicht und Bilder

SPM-021604-MX (Matrix 16 Zeilen auf 4 Spalten, max. 2A): Zeilenpfad max. 2A mit Sicherung 2A auf beiden Seiten, Spaltenpfad max. 10A, Breakout-Platine für externen Zugang zu 16 Zeilen und 4 Spalten
SPM-021604-MX-E (mit externer Breakout-Platine)
Leiterplatte des SPM-021604-MX-E mit Matrixrelais und Breakout-Platine
Bild des SPM-021604-MX-E

3.4Lieferumfang

SPM-021604-MX-E:

  • Schaltplatine, komplett bestückt, mit Breakout-Platine
  • Frontplatte mit Breakout-Steckverbindern und allen erforderlichen kabelseitigen Steckverbindern

3.5Zertifizierung und Konformität

AngabeWert
KonformitätsbescheinigungCE-Kennzeichnung durch IRS
RoHS-KonformitätEU-RoHS-Richtlinie 2011/65/EU; Richtlinie (EU) 2015/863 Anhang II

3.6Verwendete Abkürzungen

AbkürzungBedeutungBeschreibung
SPSwitching PlatformOberbegriff für alle Produkte der Switching Platform
SPBBackplane InterfaceInterface-Karte für SP-Mainframe (z. B. SP-1200)
SPCSwitching Platform ControllerµC-Karte (3HE), die ein Switching Platform Module steuert
SPMSwitching Platform ModuleLeiterplatte (6HE) mit Relais und weiteren Schaltungen, gesteuert von einer µController-Karte SPC-64
SPWSwitching Platform Wiringstandardisiertes Kabel von einem SPM zur Systemschnittstelle
DUTDevice Under TestPrüfling; gleichbedeutend mit UUT (Unit Under Test)
CTCurrent TransducerStromwandler; induktives Strommessgerät
HEHöheneinheit = 44,45 mm
TETeilungseinheit = 5,04 mm

3.7Elektrische Daten

3.7.1Spezifikation der Matrixkanäle

AngabeWertBemerkungen
Nennspannung60 Vdcstationär
Nennstrom / Kanal2 A (Zeile); 10 A (Spalte)stationär
Schaltleistung (ohmsche Last)2 A bei <30 V; 1 A bei <60 V-> Schalten unter Last verringert die Lebensdauer !
Sicherung / Kanal2 Aflinke Sicherung, je Zeile (DUT-Seite und Breakout-Seite)

Diese Werte gelten für den kompletten Lastkanal inkl. aller Komponenten (Steckverbinder, Leiterbahnen, Sicherung, Stromwandler, ..).

3.7.2Relaisspezifikation

Die Strom- und Spannungsnennwerte des Relais dienen nur zur Information. Beim Entwurf einer Schaltung mit diesem Modul ist die oben gezeigte Tabelle „Spezifikation der Lastkanäle“ zu verwenden. Die Nennwerte in der Tabelle „Spezifikation der Lastkanäle“ liegen unter den Nennwerten des Relais selbst.

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom2 Astationär
Max. Spannung220 VDC stationär
Schaltleistung (ohmsche Last)2 A bei <30 V; 1 A bei <60 V; 0,3 A bei 220VdcSchalten unter Last verringert die Lebensdauer!
Ansprechzeitmax. 4 msexkl. Prellzeit
Mechanische Lebensdauer> 1x10^8 Zyklenohne el. Last

3.8Mechanische Daten

AngabeWertBemerkungen
Breite6 TE= 30,24 mm; Standardbreite (1 Steckplatz)
Höhe6 HE= 266,7 mm
Tiefe~ 365 mm
Gewicht~ 0,640 kg

3.9Umgebungsbedingungen

AngabeWertBemerkungen
Betriebstemperaturbereich0..55 °C; 32..131 °F
Betriebsfeuchtebereich10-80 %nicht kondensierend

3.10Topologie und Funktionen

AngabeWertBeschreibung
Anzahl Kanäle16 x 4Matrix-Topologie mit 64 Koppelpunkten: 16 Zeilen auf 4 Spalten schaltbar
Lasten / Kanal1Signal je Kanal
Abgesicherte Kanäle1616 Kanäle, flinke Sicherung 2A DUT- und Lastseite
Interne Diagnoseja, Rücklesen2. Relaiskontakt ermöglicht das Rücklesen des Schaltzustands per API-Befehl und eine interne Diagnose zur Prüfung der Kontaktfunktion; inkl. Berichterstellung
Lastoptionen-EExterne Breakout-Platine
Benutzer-IDjaÜber den SP-Editor wird ein benutzerdefinierter Identifikationsstring im EEPROM des Moduls gespeichert (z. B. Last-ID, ..)
SpeicherobjektejaÜber den SP-Editor lassen sich Speicherobjekte definieren und im EEPROM des Moduls speichern (z. B. Kalibrierdaten, zusätzliche Modulinformationen, ..); max. 6kB
Schaltspielzähler der LastrelaisjaDie Schaltzyklen jedes Relais werden gezählt und im EEPROM des Moduls gespeichert; der Stand kann per SW-Befehl ausgelesen werden

3.11Messung über den Sense-Bus

Auf diesem Modul sind weder Strommessung noch Sense-Bus verfügbar.

3.12Anordnung der Komponenten

Anordnung der Komponenten auf der Leiterplatte des SPM-021604-MX: Koppelpunktrelais R01 C1 bis R16 C4, Sicherungen auf Breakout-Seite und DUT-Seite, Etiketten

Nr.Komponente
1Koppelpunktrelais für Zeile 1 - 16 & Spalte 1 – 4
2Sicherung Breakout-Seite 2A für Zeile 1 - 16
3Sicherung DUT-Seite 2A für Zeile 1 - 16
4Etiketten für Seriennummer und Qualitätsprüfung

3.13Anschlüsse

3.13.1Pinbelegung des DUT-seitigen Steckverbinders

Steckverbinder X2 des SPM-021604-MX

SPM-021604-MX Steckverbinder X2:

Pinzd
2Zeile 1Zeile 2
4Zeile 3Zeile 4
6Zeile 5Zeile 6
8Zeile 7Zeile 8
10Zeile 9Zeile 10
12Zeile 11Zeile 12
14Zeile 13Zeile 14
16Zeile 15Zeile 16
18
20Spalte 1Spalte 1
22
24Spalte 2Spalte 2
26
28Spalte 3Spalte 3
30
32Spalte 4Spalte 4

Belegung des Steckverbinders X2 für das Kabel zum Prüfling/Adapter

Für die Verkabelung zum Receiver-Interface des Systems oder zum DUT-Adapter sind folgende Daten zu beachten:

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom6 Aje Steckverbinderpin (Koppelpunkte auf 2A begrenzt!)
Belegte Pins1belegte Pins je Zeile
Belegte Pins2belegte Pins je Spalte
LeitungsquerschnitteAWG 20 / 0,5 mm²je Zeilenleitung
LeitungsquerschnitteAWG 16 / 1,5 mm²je Spaltenleitung

3.13.2Pinbelegung des Breakout-Steckverbinders

Frontplatte des SPM-021604-MX mit Breakout-Steckverbinder

Breakout-PinSignal
1Zeile 1
2Zeile 2
3Zeile 3
4Zeile 4
5Zeile 5
6Zeile 6
7Zeile 7
8Zeile 8
9Zeile 9
10Zeile 10
11Zeile 11
12Zeile 12
13Zeile 13
14Zeile 14
15Zeile 15
16Zeile 16
17Spalte 1
18Spalte 2
19Spalte 3
20Spalte 4

Der Breakout-Steckverbinder lässt sich einfach als paralleler Zugang zu den Matrix-Koppelpunkten nutzen, z. B. zum Debuggen.

Für die Verkabelung zur Breakout-Schnittstelle sind folgende Daten zu beachten:

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom12 Aje Steckverbinderpin (Koppelpunkte auf 2A begrenzt!)
Belegte Pins1belegter Pin je Zeile und je Spalte
LeitungsquerschnitteAWG 20 / 0,5 mm²je Zeilenleitung
LeitungsquerschnitteAWG 16 / 1,5 mm²je Spaltenleitung

3.13.3Verbundene Matrixspalten

Mehrere Matrixmodule SPM-021604-MX können entweder mit getrennten Spalten betrieben werden, oder die Spalten werden miteinander verbunden, um mehr Koppelpunkte zu erhalten (z. B. 4x 32 oder 4x 48, ..).

Die Verbindung der Spalten zwischen den Modulen kann auf der Seite des Steckverbinders X2 als interne Verdrahtung im SP-1200 erfolgen. Alternativ lässt sich diese Verbindung am Breakout-Steckverbinder herstellen, wie im Bild gezeigt.

Zwei Module SPM-021604-MX mit über die Breakout-Steckverbinder verbundenen Spalten

3.14Rücklesen des Relaiszustands

Der zweite Kontakt des Koppelpunktrelais wird kartenintern zur Anzeige des Schaltzustands genutzt. Per API-Befehl lässt sich der Zustand der Koppelpunktrelais zurücklesen.

Request Builder mit dem Befehl Read der Funktionsgruppe Relay

3.15Diagnose und Selbsttest

Das SPM-021604-MX bietet eine interne Selbsttestsequenz, die jeden einzelnen Koppelpunkt schaltet und den Schaltzustand prüft. Nach Ausführung der Selbsttestsequenz wird ein Bericht erzeugt, den der Anwender zu Dokumentationszwecken speichern kann.

Starten Sie die Switching Platform Editor SW – (1) Melden Sie sich als Developer an – (2) Laden Sie die Projektkonfigurationsdatei oder fügen Sie einen neuen Mainframe mit Autodetect hinzu – (3) Verbinden Sie den SP-Mainframe – (4) Wählen Sie den Steckplatz mit der Karte SPM-021604-MX aus – (5) Wählen Sie die Registerkarte „Slot Config“ und „Module“ aus – (6) Wählen Sie „Selftest“ aus – (7) Starten Sie den Selbsttest mit einem Klick auf den blauen Pfeil – (8) Prüfen/speichern Sie den Selbsttestbericht

SP Editor mit den Schritten 1 bis 8 zum Ausführen des Selbsttests und dem Testausführungsbericht

3.16Ersatzteilliste

Hersteller / LieferantTeilenr.IRS-Teilenr.Komponentenbeschreibung
PanasonicTX2-24V112828Relais 2A, 2 Wechsler (Form C), 24Vdc
Littelfuse0154002.DR119358Sicherung 2A, SMD
Phoenix ContactMSTB 2,5/20-STF-5,08118491Breakout-Steckverbinder kabelseitig, 20-polig
HartingDIN41612 VG-48F101422Steckverbinder X2 kabelseitig, Buchse

3.17Produktsupport

Kapitel 4

Datenblatt SPM-026401-LC

SPM-026401-LC – IRS-Produkt 119786 SPM-026401-LC-E, 64 Einzelkanäle, 2 A, Last-Breakout-Leiterplatte; Hardwareversion 1.00.

4.1Allgemeine Beschreibung

Das SPM-026401-LC ist ein 6-HE-Schaltmodul für kleine Ströme zum Einsatz in Mainframes der IRS Switching Platform. Die Modultopologie bietet 64 Einzel-Lastschaltkanäle für max. 2 A Dauerstrom.

Jeder der 64 Kanäle kann in drei Grundkonfigurationen verwendet werden:

  • Form A: Schließerkontakt zwischen Kanal und Common
  • Lastschaltung zwischen Kanal und Common
  • Lastschaltung zwischen Kanal und den Power-Bussen 1–4 (z. B. GND, Vcc, ...)

Diese Kanalkonfigurationen werden auf der Breakout- und Lastmontage-Erweiterungsleiterplatte vorgenommen.

Typische Aufgaben sind das flexible Schalten von Lasten, Messgeräten und Versorgungen auf Pins des Prüflings (DUT) mit Strömen bis 2 A. Das Modul verfügt über eine Lastmontage- und Breakout-Leiterplatte mit einem Steckverbinder zur Verdrahtung mit externen Geräten oder Lasten.

4.2Sicherheitshinweise

  • Das Modul ist nur zur Verwendung in Mainframes der IRS Switching Platform (z. B. SP-1200) und innerhalb der spezifizierten elektrischen Grenzwerte bestimmt.
  • Verwenden Sie das Modul nur in geeigneten 19-Zoll-Schränken und nicht für Anwendungen an Menschen oder Tieren.
  • Verwenden Sie dieses SP-Modul nur mit der µController-Karte SPC-64 (PN: 120701) und mit der Software SP-Editor und deren API-Befehlen zur Konfiguration und Steuerung.
  • Schalten unter Last (Hot Switching) wird bei KEINEM Stromkreis des Moduls empfohlen. Es verkürzt die Lebensdauer und die maximale Anzahl an Schaltspielen der Relais und kann die Relais auf dem Modul zerstören.
  • Das Modul ist für ohmsche Lasten ausgelegt. Bei induktiven oder kapazitiven Lasten muss der Anwender für eine Schutzbeschaltung sorgen.
  • Die Ausgänge benötigen eine ausreichende Isolation und einen Berührungsschutz.

4.3Schematische Übersicht und Abbildungen

SPM-026401-LC (64 Kanäle mit je 1 Last, max. 2 A): Steuer- und Schaltleiterplatte mit Diagnose, Breakout- und Lastmontage-Leiterplatte mit Kurzschlussbrücken für die Lasten, Lastwiderstände max. 2 W, externer Lastzugang und Power-Busse PB 1–4
SPM-026401-LC-E (mit externer Breakout- und Lastmontage-Leiterplatte)
Leiterplatte des SPM-026401-LC-E mit Relais sowie Breakout- und Lastmontage-Leiterplatte
SPM-026401-LC-E

4.4Lieferumfang

SPM-026401-LC-E:

  • Schaltleiterplatte, komplett montiert mit Breakout- und Lastmontage-Leiterplatte
  • Frontplatte mit Breakout-Steckverbindern und allen erforderlichen kabelseitigen Steckverbindern

4.5Zertifizierung und Konformität

AngabeWert
KonformitätszertifizierungCE-Kennzeichnung durch IRS
RoHS-KonformitätEU-RoHS-Richtlinie 2011/65/EU; Richtlinie (EU) 2015/863 Anhang II

4.6Verwendete Abkürzungen

AbkürzungBedeutungBeschreibung
SPSwitching PlatformOberbegriff für alle Produkte der Switching Platform
SPBBackplane InterfaceSchnittstellenkarte für den SP-Mainframe (z. B. SP-1200)
SPCSwitching Platform Controller3-HE-µC-Karte, die ein Switching-Platform-Modul steuert
SPMSwitching Platform Module6-HE-Leiterplatte mit Relais und weiteren Schaltungen, gesteuert von einer µController-Karte SPC-64
SPWSwitching Platform Wiringstandardisiertes Kabel von einem SPM zur Systemschnittstelle
DUTDevice Under TestPrüfling; entspricht UUT (Unit Under Test)
CTCurrent TransducerStromwandler; induktives Strommessgerät
HEHöheneinheit = 44,45 mm
TETeilungseinheit = 5,04 mm

4.7Elektrische Daten

4.7.1Lastkanal-Spezifikation

AngabeWertBemerkungen
Nennspannung60 Vdcstationär
Nennstrom / Kanal2 Astationär
Nennstrom / Power-Bus10 Astationär
Schaltleistung (ohmsche Last)2 A bei <30 V; 1 A bei <60 V-> Schalten unter Last verkürzt die Lebensdauer!
Sicherung / Kanal- keine Sicherung -Kanäle sind nicht abgesichert
Kanalwiderstand700–900 mOhmtypischer Wert zwischen X2 Ch. x und COM Ch. x inkl. Breakout-Leiterplatte

Diese Werte gelten für den kompletten Lastkanal inkl. aller Komponenten (Steckverbinder, Leiterbahnen, Sicherung, Stromwandler, ...).

4.7.2Relais-Spezifikation

Die Strom- und Spannungswerte des Relais dienen nur zur Information. Verwenden Sie beim Entwurf einer Schaltung mit diesem Modul die oben gezeigte Tabelle „Lastkanal-Spezifikation“. Die Werte in der Tabelle „Lastkanal-Spezifikation“ sind niedriger als die Werte des Relais allein.

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom2 Astationär
Max. Spannung220 VDC stationär
Schaltleistung (ohmsche Last)2 A bei <30 V; 1 A bei <60 V; 0,3 A bei 220 VdcSchalten unter Last verkürzt die Lebensdauer!
Ansprechzeitmax. 4 msohne Prellzeit
Mechanische Lebensdauer> 1x10^8 Schaltspieleohne elektrische Last

4.8Mechanische Daten

AngabeWertBemerkungen
Breite6 TE= 30,24 mm; Standardbreite (1 Steckplatz)
Höhe6 HE= 266,7 mm
Tiefe~ 365 mm
Gewicht~0,825 kginkl. kabelseitigem Breakout-Steckverbinder

4.9Umgebungsbedingungen

AngabeWertBemerkungen
Betriebstemperaturbereich0–55 °C; 32–131 °F
Luftfeuchtigkeitsbereich im Betrieb10–80 %nicht kondensierend

4.10Topologie und Funktionen

AngabeWertBeschreibung
Anzahl Kanäle64Einzelkanäle, Schließerkontakt Form A (com – no)
Lasten / Kanal1Last pro Kanal
Abgesicherte Kanäle- keine Sicherung -Kanäle nicht abgesichert
Interne Diagnoseja, Rücklesenein 2. Relaiskontakt ermöglicht das Rücklesen des Schaltzustands per API-Befehl und eine interne Diagnose zur Prüfung der Kontaktfunktion; inkl. Berichterstellung
Lastoptionen-EExterne Breakout- und Lastbestückungs-Leiterplatte
Benutzer-IDJaÜber den SP-Editor wird eine benutzerdefinierte Kennung im EEPROM des Moduls gespeichert (z. B. Last-ID, ...)
SpeicherobjekteJaÜber den SP-Editor können Speicherobjekte definiert und im EEPROM des Moduls gespeichert werden (z. B. Kalibrierdaten, zusätzliche Modulinformationen, ...); max. 6 kB
Schaltspielzähler der Lastrelaisjadie Schaltspiele jedes Relais werden gezählt und im EEPROM des Moduls gespeichert; der Stand kann per Software-Befehl ausgelesen werden
LastbestückungAuf der LeiterplatteWiderstände bis 2 W können auf die Breakout-Leiterplatte gelötet werden

Die Breakout-Leiterplatte ist bereits mit 64 blauen Steckbrücken für die Form-A-Konfiguration bestückt (Nutzung der Kanäle als Form-A-Relais COM-NO). Wird diese Kurzschlussbrücke entfernt, ist der Lastkanal offen und benötigt einen auf die Leiterplatte gelöteten Lastwiderstand.

4.11Sense-Bus-Messung

Dieses Modul bietet keine Strommessung und keinen Sense-Bus.

4.12Lage der Komponenten

Lage der Komponenten auf der Leiterplatte des SPM-026401-LC: Kanalrelais, Aufkleber, Kurzschluss-/Lastbereiche für ungerade und gerade Kanäle, Bereich der Kurzschlussbrücken für die Power-Bus-Verbindungen, Steckverbinder X2 und X3

Nr.Komponente
1Kanalrelais 1–64
2Aufkleber für Seriennummer und Qualitätsprüfung
3Kurzschluss-/Lastbereich für die Kanäle 1–63 (ungerade Nummern)
4Kurzschluss-/Lastbereich für die Kanäle 2–64 (gerade Nummern)
5Bereich der Kurzschlussbrücken für die Verbindung der Kanäle mit den Power-Bussen

4.13Anschlüsse

4.13.1Pinbelegung des DUT-seitigen Steckverbinders

Steckverbinder X2 des SPM-026401-LC

SPM-026401-LC, Steckverbinder X2:

Pinreiheabcde
1PB1Ch. 1Ch. 2Ch. 3Ch. 4
2PB1Ch. 5Ch. 6Ch. 7Ch. 8
3PB1Ch. 9Ch. 10Ch. 11Ch. 12
4PB1Ch. 13Ch. 14Ch. 15Ch. 16
5PB1Ch. 17Ch. 18Ch. 19Ch. 20
6PB1Ch. 21Ch. 22Ch. 23Ch. 24
7PB1Ch. 25Ch. 26Ch. 27Ch. 28
8PB1Ch. 29Ch. 30Ch. 31Ch. 32
9PB2Ch. 33Ch. 34Ch. 35Ch. 36
10PB2Ch. 37Ch. 38Ch. 39Ch. 40
11PB2Ch. 41Ch. 42Ch. 43Ch. 44
12PB2Ch. 45Ch. 46Ch. 47Ch. 48
13PB2Ch. 49Ch. 50Ch. 51Ch. 52
14PB2Ch. 53Ch. 54Ch. 55Ch. 56
15PB2Ch. 57Ch. 58Ch. 59Ch. 60
16PB2Ch. 61Ch. 62Ch. 63Ch. 64
17PB3COM Ch. 1COM Ch. 2COM Ch. 3COM Ch. 4
18PB3COM Ch. 5COM Ch. 6COM Ch. 7COM Ch. 8
19PB3COM Ch. 9COM Ch. 10COM Ch. 11COM Ch. 12
20PB3COM Ch. 13COM Ch. 14COM Ch. 15COM Ch. 16
21PB3COM Ch. 17COM Ch. 18COM Ch. 19COM Ch. 20
22PB3COM Ch. 21COM Ch. 22COM Ch. 23COM Ch. 24
23PB3COM Ch. 25COM Ch. 26COM Ch. 27COM Ch. 28
24PB3COM Ch. 29COM Ch. 30COM Ch. 31COM Ch. 32
25PB4COM Ch. 33COM Ch. 34COM Ch. 35COM Ch. 36
26PB4COM Ch. 37COM Ch. 38COM Ch. 39COM Ch. 40
27PB4COM Ch. 41COM Ch. 42COM Ch. 43COM Ch. 44
28PB4COM Ch. 45COM Ch. 46COM Ch. 47COM Ch. 48
29PB4COM Ch. 49COM Ch. 50COM Ch. 51COM Ch. 52
30PB4COM Ch. 53COM Ch. 54COM Ch. 55COM Ch. 56
31PB4COM Ch. 57COM Ch. 58COM Ch. 59COM Ch. 60
32PB4COM Ch. 61COM Ch. 62COM Ch. 63COM Ch. 64

Belegung des Steckverbinders X2 für das Kabel zum DUT/Adapter

Bei der Verkabelung zur Receiver-Schnittstelle des Systems oder zum DUT-Adapter sind folgende Daten zu beachten:

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom2 Apro Steckverbinder-Pin
Belegte Pins1belegter Pin pro Kanal
Belegte Pins8belegte Pins pro Power-Bus
LeiterquerschnitteAWG 20 / 0,35 mm²pro Kanalleitung
LeiterquerschnitteAWG 16 / 1,5 mm²pro Power-Bus-Leitung

4.13.2Pinbelegung des Breakout-Steckverbinders

Kabelseitiger Breakout-Steckverbinder (ERNI) inkl. 160 Pins (ERNI 234063), wird mit dem SP-Modul geliefert:

Kabelseitiger Breakout-Steckverbinder-Satz und Steckverbinder X3 des SPM-026401-LC

SPM-026401-LC, Steckverbinder X3 (Last-Breakout):

Pinreiheabcde
1PB1COM Ch. 61COM Ch. 62COM Ch. 63COM Ch. 64
2PB1COM Ch. 57COM Ch. 58COM Ch. 59COM Ch. 60
3PB1COM Ch. 53COM Ch. 54COM Ch. 55COM Ch. 56
4PB1COM Ch. 49COM Ch. 50COM Ch. 51COM Ch. 52
5PB1COM Ch. 45COM Ch. 46COM Ch. 47COM Ch. 48
6PB1COM Ch. 41COM Ch. 42COM Ch. 43COM Ch. 44
7PB1COM Ch. 37COM Ch. 38COM Ch. 39COM Ch. 40
8PB1COM Ch. 33COM Ch. 34COM Ch. 35COM Ch. 36
9PB2COM Ch. 29COM Ch. 30COM Ch. 31COM Ch. 32
10PB2COM Ch. 25COM Ch. 26COM Ch. 27COM Ch. 28
11PB2COM Ch. 21COM Ch. 22COM Ch. 23COM Ch. 24
12PB2COM Ch. 17COM Ch. 18COM Ch. 19COM Ch. 20
13PB2COM Ch. 13COM Ch. 14COM Ch. 15COM Ch. 16
14PB2COM Ch. 9COM Ch. 10COM Ch. 11COM Ch. 12
15PB2COM Ch. 5COM Ch. 6COM Ch. 7COM Ch. 8
16PB2COM Ch. 1COM Ch. 2COM Ch. 3COM Ch. 4
17PB3Ch. 61Ch. 62Ch. 63Ch. 64
18PB3Ch. 57Ch. 58Ch. 59Ch. 60
19PB3Ch. 53Ch. 54Ch. 55Ch. 56
20PB3Ch. 49Ch. 50Ch. 51Ch. 52
21PB3Ch. 45Ch. 46Ch. 47Ch. 48
22PB3Ch. 41Ch. 42Ch. 43Ch. 44
23PB3Ch. 37Ch. 38Ch. 39Ch. 40
24PB3Ch. 33Ch. 34Ch. 35Ch. 36
25PB4Ch. 29Ch. 30Ch. 31Ch. 32
26PB4Ch. 25Ch. 26Ch. 27Ch. 28
27PB4Ch. 21Ch. 22Ch. 23Ch. 24
28PB4Ch. 17Ch. 18Ch. 19Ch. 20
29PB4Ch. 13Ch. 14Ch. 15Ch. 16
30PB4Ch. 9Ch. 10Ch. 11Ch. 12
31PB4Ch. 5Ch. 6Ch. 7Ch. 8
32PB4Ch. 1Ch. 2Ch. 3Ch. 4

Belegung des Steckverbinders X3 für das Kabel zu externen Lasten

Bei der Verkabelung zur Breakout-Schnittstelle sind folgende Daten zu beachten:

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom2 Apro Steckverbinder-Pin
Belegte Pins1belegter Pin pro Kanal
Belegte Pins8belegte Pins pro Power-Bus
LeiterquerschnitteAWG 20 / 0,35 mm²pro Kanalleitung
LeiterquerschnitteAWG 16 / 1,5 mm²pro Power-Bus-Leitung

4.14Rücklesen des Relaiszustands

Der zweite Kontakt des Koppelpunktrelais wird kartenintern zur Anzeige des Schaltzustands verwendet. Per API-Befehl kann der Zustand der Koppelpunktrelais zurückgelesen werden.

Request Builder mit dem Befehl „Read“ der Funktionsgruppe „Relay“

4.15Diagnose und Selbsttest

Das SPM-026401-LC verfügt über eine interne Selbsttestsequenz, die jedes einzelne Lastkanalrelais schaltet und den Schaltzustand überprüft. Nach Durchlaufen der Selbsttestsequenz wird ein Bericht erzeugt, den der Anwender zu Dokumentationszwecken speichern kann.

Software Switching Platform Editor starten – (1) als Developer anmelden – (2) Projektkonfigurationsdatei laden oder neuen Mainframe per Autodetect hinzufügen – (3) SP-Mainframe verbinden – (4) Steckplatz mit der Karte SPM-026401-LC auswählen – (5) Registerkarte „Slot Config“ und „Module“ auswählen – (6) „Selftest“ auswählen – (7) Selbsttest durch Klick auf den blauen Pfeil starten – (8) Selbsttestbericht prüfen/speichern

SP Editor mit den Schritten 1 bis 8 zum Ausführen des Selbsttests und dem Testausführungsbericht

4.16Beispiele für die Lastkonfiguration

Lastplatine des SPM-026401-LC mit Konfigurationsbeispielen: Kanäle 41–64 als Form-A-SPST-Kontakte verwendet, Lastwiderstände an den Kanälen 2, 4, 6 und 40 mit COM2, PB1 oder PB4 verbunden

Beschriftungen im Bild:

  • Lastkonfigurations-Pads für die Kanäle 1–63 (ungerade) und 2–64 (gerade); 64 Kurzschluss-Jumper im Lieferumfang
  • Pads für Lastwiderstand Seite A; Pads für Lastwiderstand Seite B
  • Steckverbinder für das Kabel zum externen Lastzugang im Lieferumfang
  • Konfigurations-Pads für die Verbindung der Kanäle mit den Power-Bussen
  • Ch. 41–64 als Form-A-SPST-Kontakte ohne Lasten verwendet (Jumper gesteckt)
  • Ch. 40: Lastwiderstand, Seite B mit PB1 verbunden (Seite A ist mit dem DUT verbunden)
  • Ch. 2: Lastwiderstand, Seite B mit COM2 verbunden (zurück zum DUT), keine PB-Verbindung gesetzt
  • Ch. 4: Lastwiderstand, Seite B mit PB1 verbunden
  • Ch. 6: Lastwiderstand, Seite B mit PB4 verbunden

Lastszenarien: universelle Form-A-Relaiskontakte, Last zwischen DUT-Pins, Last zum Power-Bus, externe Lasten

4.17Ersatzteilliste

Hersteller / LieferantTeilenr.IRS-Teilenr.Komponentenbeschreibung
PanasonicTX2-24V112828Relais 2 A, 2 Wechsler (Form C), 24 Vdc
ERNI024070100205X3 kabelseitig: 160-poliges Modul
ERNI173052103032X3 kabelseitig: Kabelgehäuse KSG173
ERNI234063101480X3 kabelseitig: Pins (500 Stück)
StäubliKB1-5,08 BLUE112628Verbindungsbrücken

4.18Produktsupport

Kapitel 5

Datenblatt SPM-100802-LC

SPM-100802-LC – IRS-Produkte 119783 SPM-100802-LC-E, 8 Doppelkanäle, 10 A, Last-Breakout-Leiterplatte, und 119912 SPM-100802-LC-P, 8 Doppelkanäle, 10 A, Lastmontageplatte; Hardwareversion 1.2.2.

5.1Allgemeine Beschreibung

Das SPM-100802-LC ist ein 6-HE-Schaltmodul für mittlere Ströme zum Einsatz in Mainframes der IRS Switching Platform. Die Modultopologie bietet 8 Doppel-Lastschaltkanäle für max. 10 A Dauerstrom mit Sicherung und integriertem Shunt zur Strommessung in jedem Kanal.

Jeder Kanal kann per Jumper als Doppel- oder Einzelkanal konfiguriert werden; so stehen für das Schalten von Lasten bis 10 A maximal 16 Einzelkanäle zur Verfügung.

Für präzise Strommessungen kann ein externes Strommessgerät (z. B. DMM) an das Modul angeschlossen und per Schaltung in Reihe in den Lastpfad geschaltet werden. Dies ermöglicht kalibrierte Strommessungen direkt im Lastpfad.

Typische Aufgaben sind das Schalten von Lasten und Versorgungen zum Prüfling (DUT) mit flexiblen und präzisen Anforderungen an die Strommessung. Das Modul ist mit einer Metallplatte zur Lastmontage oder mit einer Breakout-Erweiterung zur Verdrahtung extern platzierter Lasten erhältlich.

5.2Sicherheitshinweise

  • Das Modul ist nur zur Verwendung in Mainframes der IRS Switching Platform (z. B. SP-1200) und innerhalb der spezifizierten elektrischen Grenzwerte bestimmt.
  • Verwenden Sie das Modul nur in geeigneten 19-Zoll-Schränken und nicht für Anwendungen an Menschen oder Tieren.
  • Verwenden Sie dieses SP-Modul nur mit der µController-Karte SPC-64 (PN: 120701) und mit der Software SP-Editor und deren API-Befehlen zur Konfiguration und Steuerung.
  • Schalten unter Last (Hot Switching) wird bei KEINEM Stromkreis des Moduls empfohlen. Es verkürzt die Lebensdauer und die maximale Anzahl an Schaltspielen der Relais und kann die Relais auf dem Modul zerstören.
  • Das Modul ist für ohmsche Lasten ausgelegt. Bei induktiven oder kapazitiven Lasten muss der Anwender für eine Schutzbeschaltung sorgen.
  • Die Ausgänge benötigen eine ausreichende Isolation und einen Berührungsschutz.

5.3Schematische Übersicht und Abbildungen

SPM-100802-LC (8 Kanäle mit je 2 Lasten, max. 10 A, 60 V): Steuer- und Schaltleiterplatte mit Sense-Relais, Shunt/LEM, DMM-Relais und Sicherung 10 A pro Kanal, Last-Breakout-Leiterplatte mit den Kanälen 1.1 bis 8.2, DMM+/DMM- und PB1 bis PB4
SPM-100802-LC-E (mit externer Last-Breakout-Leiterplatte)
SPM-100802-LC-P (8 Kanäle mit je 2 Lasten, max. 10 A, 60 V, mit Lastmontageplatte)
SPM-100802-LC-P (mit Lastmontageplatte aus Metall)
SPM-100802-LC-P mit auf der Metallplatte montierten Lastwiderständen
SPM-100802-LC-P mit Lastmontageplatte und spezifischer Lastkonfiguration

5.4Lieferumfang

SPM-100802-LC-E:

  • Schaltleiterplatte, komplett montiert mit Last-Breakout-Leiterplatte
  • Frontplatte mit Breakout-Steckverbindern und allen erforderlichen kabelseitigen Steckverbindern

SPM-100802-LC-P:

  • Schaltleiterplatte, komplett montiert mit Lastmontageplatte aus Metall
  • Frontplatte geschlossen, keine Steckverbinder-Breakouts

Die Standard-Lieferkonfiguration ist „unbestückt“, d. h. ohne Lasten, Shunts oder CT-Module, und alle Kanal-Jumper sind auf „Bridge“ gesetzt, d. h. 16 Einzelkanäle.

Spezifische Konfigurationen mit definierten Lasten, Shunts und/oder CT-Modulen sind auf Anfrage möglich. Außerdem können bei IRS kundenspezifische ID-Konfigurationen festgelegt werden, damit stets gleiche Konfigurationen geliefert werden.

5.5Zertifizierung und Konformität

AngabeWert
KonformitätszertifizierungCE-Kennzeichnung durch IRS
RoHS-KonformitätEU-RoHS-Richtlinie 2011/65/EU; Richtlinie (EU) 2015/863 Anhang II

5.6Verwendete Abkürzungen

AbkürzungBedeutungBeschreibung
SPSwitching PlatformOberbegriff für alle Produkte der Switching Platform
SPBBackplane InterfaceSchnittstellenkarte für den SP-Mainframe (z. B. SP-1200)
SPCSwitching Platform Controller3-HE-µC-Karte, die ein Switching-Platform-Modul steuert
SPMSwitching Platform Module6-HE-Leiterplatte mit Relais und weiteren Schaltungen, gesteuert von einer µController-Karte SPC-64
SPWSwitching Platform Wiringstandardisiertes Kabel von einem SPM zur Systemschnittstelle
DUTDevice Under TestPrüfling; entspricht UUT (Unit Under Test)
CTCurrent TransducerStromwandler; induktives Strommessgerät
HEHöheneinheit = 44,45 mm
TETeilungseinheit = 5,04 mm

5.7Elektrische Daten

5.7.1Lastkanal-Spezifikation

AngabeWertBemerkungen
Nennspannung60 Vdcstationär
Nennstrom / Kanal10 Astationär
Nennstrom / Power-Bus18 Astationär
Schaltleistung (ohmsche Last)10 A bei <25 V; 2 A bei 25–40 V; 0,75 A bei 40–60 V-> Schalten unter Last verkürzt die Lebensdauer!
Sicherung / Kanal10 Aflink

Diese Werte gelten für den kompletten Lastkanal inkl. aller Komponenten (Steckverbinder, Leiterbahnen, Sicherung, Stromwandler, ...).

5.7.2Relais-Spezifikation

Die Strom- und Spannungswerte des Relais dienen nur zur Information. Verwenden Sie beim Entwurf einer Schaltung mit diesem Modul die oben gezeigte Tabelle „Lastkanal-Spezifikation“. Die Werte in der Tabelle „Lastkanal-Spezifikation“ sind niedriger als die Werte des Relais allein.

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom16 Astationär
Max. Spannung300 VDC stationär
Schaltleistung (ohmsche Last)0,75 A bei 60 Vdc; 16 A bei <25 VdcSchalten unter Last verkürzt die Lebensdauer!
Ansprechzeitmax. 8 msohne Prellzeit
Mechanische Lebensdauer> 30x10^6 Schaltspieleohne elektrische Last

5.8Mechanische Daten

AngabeWertBemerkungen
Breite6 TE= 30,24 mm; Standardbreite (1 Steckplatz)
Breite12 TE= 60,48 mm; doppelte Breite (2 Steckplätze)
Höhe6 HE= 266,7 mm
Tiefe~ 365 mmGesamttiefe der Karte inkl. Frontgriffen und rückseitigen Steckverbindern
Gewicht~ 1,060 kg

5.9Umgebungsbedingungen

AngabeWertBemerkungen
Betriebstemperaturbereich0–55 °C; 32–131 °F
Luftfeuchtigkeitsbereich im Betrieb10–80 %nicht kondensierend

5.10Topologie und Funktionen

AngabeWertBeschreibung
Anzahl Kanäle8Doppel-Lastkanäle, konfigurierbar als 16 Einzel-Lastkanäle
Lasten / Kanal1 / 2Lasten pro Kanal (Einzel-/Doppelkonfiguration)
Abgesicherte Kanäle88 Kanäle, flinke Sicherung
Integrierte Strommessungja, Shunt / CTShunt-Widerstand (Standard 50 mOhm) oder alternativ Stromwandler auf 8 Kanälen
Anbindung Sense 1Ch. 1,2,3,4Shunts oder CTs können mit Sense-Bus 1 verbunden werden
Anbindung Sense 2Ch. 5,6,7,8Shunts oder CTs können mit Sense-Bus 2 verbunden werden
Anbindung Sense 3Ch. 1,2,3,4Shunts oder CTs können mit Sense-Bus 3 verbunden werden
Anbindung Sense 4Ch. 5,6,7,8Shunts oder CTs können mit Sense-Bus 4 verbunden werden
Lastoptionen-PLastmontageplatte aus Metall für Onboard-Lasten
Lastoptionen-EExterne Last-Breakout-Leiterplatte mit Klemmen
Benutzer-IDJaÜber den SP-Editor wird eine benutzerdefinierte Kennung im EEPROM des Moduls gespeichert (z. B. Last-ID, ...)
SpeicherobjekteJaÜber den SP-Editor können Speicherobjekte definiert und im EEPROM des Moduls gespeichert werden (z. B. Kalibrierdaten, zusätzliche Modulinformationen, ...); max. 6 kB
Schaltspielzähler der LastrelaisJadie Schaltspiele jedes Relais werden gezählt und im EEPROM des Moduls gespeichert; der Stand kann per Software-Befehl ausgelesen werden
Max. Höhe der Onboard-Lasten<25 mmSPM-Breite = 1 Steckplatz (6 TE)
Max. Höhe der Onboard-Lasten<55 mmSPM-Breite = 2 Steckplätze (12 TE)

5.11Sense-Bus-Messung

5.11.1Shunts und Stromwandler allgemein

Verfügen SP-Module über integrierte Shunts oder Stromwandler, sind diese eine Zusatzfunktion zur Messung des Stroms in einem Lastkanal. Diese Strommessung hat eine begrenzte Genauigkeit und ist kein kalibriertes Messgerät.

Falls erforderlich, muss der Anwender selbst für die Kalibrierung und die Überprüfung der Genauigkeit der Shunts oder Stromwandler sorgen.

5.11.2Topologie und Daten des Sense-Busses

Die internen 8-adrigen Sense-Busse 1–4 (jeweils Sense+ und Sense-) verlaufen über die gesamte Backplane des Mainframes und verbinden alle Modulsteckplätze. Die 4 Sense-Busse können über 4x SMB-Buchsen auf der Backplane-Interface-Karte (SPB) mit externen Messgeräten verbunden werden (z. B. mit einer Messmatrix).

Auf jedem Modul im Mainframe können Shunts oder Stromwandler (CT) der Lastkanäle durch Schließen der entsprechenden Sense-Relais auf dem Modul mit den Sense-Bussen 1–4 verbunden werden.

Die Firmware stellt sicher, dass immer nur ein Sense-Relais gleichzeitig mit einem Sense-Bus verbunden ist. Ist bereits ein anderer Kanal verbunden, gibt die API-Schaltfunktion einen Fehler zurück.

Diese Topologie ermöglicht grundsätzlich 4 parallele Messungen im SP-Mainframe. Nicht alle Lastkanäle können auf jeden Sense-Bus geschaltet werden; die möglichen Verbindungen sind im Datenblatt des Moduls festgelegt.

Bei Verwendung mehrerer Mainframes muss der Anwender festlegen, ob jeder Mainframe einen eigenen Sense-Bus hat oder ob sie sich denselben Sense-Bus teilen. Die gemeinsame Nutzung wird außerhalb des SP-Mainframes durch Verbinden aller Sense-Busse aller Mainframes hergestellt.

5.11.3Optionen der Strommessung

Das SPM-100802-LC bietet auf jedem Kanal flexible Konfigurationsoptionen für die Strommessung:

  • Konfiguration mit Shunt-Widerstand: Shunt-Widerstände sind in verschiedenen Werten und Genauigkeiten erhältlich, z. B. 0,01–10 Ohm; 0,01–0,5 %. Standardwert: 0,05 Ohm, 0,5 %, 3 W
  • Konfiguration mit Stromwandler: CT-Modul mit Bereich -10 A bis 10 A, 0,8 %, empfohlen für dynamische Signale
  • In-Line-Strommessung z. B. per DMM, in Reihe in den Lastpfad schaltbar für hochgenaue und kalibrierte Laststrommessungen
AngabeWertBeschreibung
Anzahl Kanäle mit Shunt / CT-Modul8jeder Kanal (Ch. 1–8) kann statt mit einem Shunt mit einem Stromwandler konfiguriert werden
Anzahl Kanäle mit In-Line-DMM-Relais8jeder Kanal (Ch. 1–8) ermöglicht das In-Line-Schalten eines DMM in den Lastpfad
Zugang zum Sense-Bus4x SMB auf SPB: Innenleiter: Sense +, Schirm: Sense -Alle 8 Sense-Bus-Leitungen sind über die Backplane-Interface-Karte (SPB) an 4x SMB-Buchsen (isoliert montiert) zugänglich
Sense-Bus 1 verbindbar mitCh. 1,2,3,4die Sense-Leitungen dieses Kanals können auf Sense-Bus #1 geschaltet werden
Sense-Bus 2 verbindbar mitCh. 5,6,7,8die Sense-Leitungen dieses Kanals können auf Sense-Bus #2 geschaltet werden
Sense-Bus 3 verbindbar mitCh. 1,2,3,4die Sense-Leitungen dieses Kanals können auf Sense-Bus #3 geschaltet werden
Sense-Bus 4 verbindbar mitCh. 5,6,7,8die Sense-Leitungen dieses Kanals können auf Sense-Bus #4 geschaltet werden

Optionale LEM-Sensoren anstelle von Shunts:

AngabeWertBeschreibung
Messbereich Stromwandler± 10,2 AStrombereich in beide Richtungen
Empfindlichkeit208,4 mV/AAusgangsspannungsbereich: Offset: +2,50 V (=0 A) +/- 2,125 V (=10,2 A), gesamter Ausgangsbereich 0,375 V ... 4,625 (+/- 10,2 A); z. B. 1 A = 2,708 V; 8 A = 4,167 V; -6 A = 1,250 V
Genauigkeit bei 25 °C (77 °F)± 0,8 % (± 0,05 A)Gesamtausgangsfehler des CT-Moduls bei 25 °C
Genauigkeit bei 25 °C (77 °F)± 0,40 % (± 0,025 A)mit Autozero-Funktion nach dem Einschalten
Genauigkeit bei 85 °C (185 °F)± 1,8 % (± 0,108 A)Gesamtausgangsfehler über den Temperaturbereich
Frequenzbandbreite200 kHz+/- 1 dB (1 kOhm Last)
Frequenzbandbreite300 kHz+/- 3 dB (1 kOhm Last)

5.11.4Autozero-Funktion

Jeder Stromwandler weist beim Einschalten der Versorgungsspannung einen Offset der Ausgangsspannung auf. Dies geschieht beim Einschalten des Mainframes oder beim Hochfahren des gesamten Prüfsystems. Dieser Offset bleibt konstant, bis die Versorgungsspannung des Stromwandlers ausgeschaltet wird. Dies geschieht beim Ausschalten des Mainframes oder beim Herunterfahren des gesamten Prüfsystems. Diese Offsetschwankung ist in der Berechnung des Gesamtausgangsfehlers im Datenblatt des Stromwandlers enthalten.

Eine Korrektur dieses konstanten Offsetfehlers (für die Dauer der Einschaltphase) verbessert die Genauigkeit des Stromwandlers erheblich. Um diesen Offsetfehler zu beseitigen, stellt die SP-Software für die Kanäle die API-Funktion „Autozero“ bereit. Diese Funktion ist auch im Test-Panel des Moduls verfügbar.

Die Funktion muss ausgeführt werden, wenn der Strom sicher „0“ ist, d. h. der Stromwandler wirklich keinen Strom erfasst, z. B. wenn der Lastkanal geöffnet ist.

Es wird empfohlen, die Autozero-Funktion mindestens beim ersten Durchlauf nach jedem Systemstart auszuführen, nach Möglichkeit in jedem Durchlauf der Testsequenz.

5.12Lage der Komponenten

Lage der Komponenten auf der Leiterplatte des SPM-100802-LC: Lastkanalrelais, Shunt/LEM und Kanalkonfiguration, DMM-In-Line-Relais, Sicherungen, Sense-Bus-Relais, Aufkleber

Nr.Komponente
1Lastkanalrelais Ch. 1.1 – Ch. 8.2
2Shunt/LEM und Kanalkonfiguration Ch. 1.1 – Ch. 8.1
3DMM-In-Line-Relais Ch. 1.1 – Ch. 8.1
4Sicherung 10 A für Ch. 1.1 – Ch. 8.1
5Sense-Bus-Relais Ch. 1.1 – Ch. 4.1 zu Sense 1 und Sense 3; Ch. 5.1 – Ch. 8.1 zu Sense 2 und Sense 4
6Aufkleber für Seriennummer und Qualitätsprüfung

5.13Kanalkonfiguration

Jeder Kanal der Karte kann über die blauen Jumper auf die Topologie „Load“ oder „Bridge“ konfiguriert werden:

Load: Der zweite Kanal (X.2) ist für die Doppellast-Konfiguration mit dem ersten Kanal (X.1) verbunden (2 Lasten an Kanal X.1).

Kanal 2 mit Jumper auf Load: Kanal 2.2 mit Kanal 2.1 verbunden

Bridge: Der zweite Kanal (X.2) umgeht für die Einzellast-Konfiguration den ersten Kanal (X.1) (Kanal X.2 ohne Shunt und Sicherung).

Kanal 1 mit Jumper auf Bridge: Kanal 1.2 umgeht Kanal 1.1

Das Jumper-Schema ist auf der Leiterplatte abgebildet: Mitte nach links verbunden ist „Load“, Mitte nach rechts verbunden ist „Bridge“.

Blaue Kanal-Jumper auf der Leiterplatte mit aufgedrucktem Jumper-Schema Load / Bridge

5.14Anschlüsse

SPM-100802-LC, Steckverbinder X2:

Pindbz
2DMM+DMM+DMM-
4Ch. 1.1Ch. 1.1DMM-
6Ch. 1.2Ch. 1.2Ch. 2.1
8Ch. 2.2Ch. 2.2Ch. 2.1
10Ch. 3.1Ch. 3.1Ch. 3.2
12Ch. 4.1Ch. 4.1Ch. 3.2
14Ch. 4.2Ch. 4.2Ch. 5.1
16Ch. 5.2Ch. 5.2Ch. 5.1
18Ch. 6.1Ch. 6.1Ch. 6.2
20Ch. 7.1Ch. 7.1Ch. 6.2
22Ch. 7.2Ch. 7.2Ch. 8.1
24Ch. 8.2Ch. 8.2Ch. 8.1
26PB1PB1PB1
28PB2PB2PB2
30PB3PB3PB3
32PB4PB4PB4

Belegung des Steckverbinders X2 für das Kabel zum DUT/Adapter

Bereich des Steckverbinders X2 auf der Leiterplatte mit Signalbeschriftungen

Bei der Verkabelung zur Receiver-Schnittstelle des Systems oder zum DUT-Adapter sind folgende Daten zu beachten:

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom6 Apro Steckverbinder-Pin
Belegte Pins2belegte Pins pro Kanal und DMM
Belegte Pins3belegte Pins pro Power-Bus
LeiterquerschnitteAWG 16 / 1,5 mm²pro Lastkanalleitung
LeiterquerschnitteAWG 14 / 2,5 mm²pro Power-Bus-Leitung

5.15Ersatzteilliste

Hersteller / LieferantTeilenr.IRS-Teilenr.Komponentenbeschreibung
Littelfuse0154010.DR118580Sicherung 10 A, SMD
TE ConnectivityRTD34024118581Lastkanalrelais 16 A
PanasonicAGN20024105776Sense-Bus-Relais
Finder44.62.9.024.0000115599DMM-In-Line-Relais
LEMCASR 6-NP109760Optional: Stromwandler 6 A
Phoenix ContactSPC 5/ 6-STF-7,62119290Kabelseitiger Last-Breakout-Steckverbinder für Power-Bus und DMM (für Last-Breakout-Leiterplatte „-E“)
Phoenix ContactMSTB 2,5/16-STF-5,08118583Kabelseitiger Last-Breakout-Steckverbinder für die Lastkanäle (für Last-Breakout-Leiterplatte „-E“)
IsabellenhüttePBV-R05-F1-0,5%112652Optional: Shunt 0R05, 3 W, 0,5 %

5.16Produktsupport

Kapitel 6

Datenblatt SPM-300602-LC

SPM-300602-LC – IRS-Produkte 119787 SPM-300602-LC-E, 6 Doppelkanäle, 30 A, Last-Breakout-Leiterplatte, und 120314 SPM-300602-LC-P, 6 Doppelkanäle, 30 A, Lastmontageplatte; Hardwareversion 1.00.

6.1Allgemeine Beschreibung

Das SPM-300602-LC ist ein 6-HE-Schaltmodul für hohe Ströme zum Einsatz in Mainframes der IRS Switching Platform. Die Modultopologie bietet 6 Doppel-Lastschaltkanäle für max. 30 A Dauerstrom mit Sicherung und integrierten Stromwandlern in jedem Kanal.

Das Modul bietet eine permanente Strom- und Temperaturüberwachung und ermöglicht das Auslesen dieser Werte per API-Befehl.

Die interne Onboard-Diagnose ermöglicht eine grundlegende Funktionsprüfung jedes Kanals (Relaiskontakt, Sicherung, Stromwandler), ohne dass das Modul ausgebaut werden muss. Das Modul wird von der µController-Karte SPC der Switching Platform gesteuert.

Typische Aufgaben sind das Schalten von Lasten und Versorgungen zum Prüfling (DUT). Das Modul ist mit einer Metallplatte zur Lastmontage oder mit einer Breakout-Erweiterung zur Verdrahtung extern platzierter Lasten erhältlich.

6.2Sicherheitshinweise

  • Das Modul ist nur zur Verwendung in Mainframes der IRS Switching Platform (z. B. SP-1200) und innerhalb der spezifizierten elektrischen Grenzwerte bestimmt.
  • Verwenden Sie das Modul nur in geeigneten 19-Zoll-Schränken und nicht für Anwendungen an Menschen oder Tieren.
  • Verwenden Sie dieses SP-Modul nur mit der µController-Karte SPC-64 und mit der Software SP-Editor und deren API-Befehlen zur Konfiguration und Steuerung.
  • Schalten unter Last (Hot Switching) wird bei KEINEM Stromkreis des Moduls empfohlen. Es verkürzt die Lebensdauer und die maximale Anzahl an Schaltspielen der Relais und kann die Relais auf dem Modul zerstören.
  • Das Modul ist für ohmsche Lasten ausgelegt. Bei induktiven oder kapazitiven Lasten muss der Anwender für eine Schutzbeschaltung sorgen.
  • Die Ausgänge benötigen eine ausreichende Isolation und einen Berührungsschutz.

6.3Schematische Übersicht und Abbildungen

SPM-300602-LC (6 Kanäle mit je 2 Lasten, 30 A dauernd / 40 A kurzzeitig, 60 V): Steuer- und Schaltleiterplatte mit Lastrelais, Diagnoseversorgung, Stromwandlern an COM 1 bis COM 6, Sicherungen 30 A (sehr träge), Last-Breakout-Leiterplatte mit den Kanälen 1.1 bis 6.2 und COM 1 bis COM 6
SPM-300602-LC-E (mit externer Last-Breakout-Leiterplatte)
SPM-300602-LC mit Lastmontageplatte aus Metall und internen Lastwiderständen
SPM-300602-LC-P (mit Lastmontageplatte aus Metall)

6.4Lieferumfang

SPM-300602-LC-E:

  • Schaltleiterplatte, komplett montiert mit Last-Breakout-Leiterplatte
  • Frontplatte mit Breakout-Steckverbindern und allen erforderlichen kabelseitigen Steckverbindern

SPM-300602-LC-P:

  • Schaltleiterplatte, komplett montiert mit Lastmontageplatte aus Metall
  • Frontplatte geschlossen, keine Steckverbinder-Breakouts

6.5Zertifizierung und Konformität

AngabeWert
KonformitätszertifizierungCE-Kennzeichnung durch IRS
RoHS-KonformitätEU-RoHS-Richtlinie 2011/65/EU; Richtlinie (EU) 2015/863 Anhang II

6.6Verwendete Abkürzungen

AbkürzungBedeutungBeschreibung
SPSwitching PlatformOberbegriff für alle Produkte der Switching Platform
SPBBackplane InterfaceSchnittstellenkarte für den SP-Mainframe (z. B. SP-1200)
SPCSwitching Platform Controller3-HE-µC-Karte, die ein Switching-Platform-Modul steuert
SPMSwitching Platform Module6-HE-Leiterplatte mit Relais und weiteren Schaltungen, gesteuert von einer µController-Karte SPC-64
SPWSwitching Platform Wiringstandardisiertes Kabel von einem SPM zur Systemschnittstelle
DUTDevice Under TestPrüfling; entspricht UUT (Unit Under Test)
CTCurrent TransducerStromwandler; induktives Strommessgerät
HEHöheneinheit = 44,45 mm
TETeilungseinheit = 5,04 mm

6.7Elektrische Daten

6.7.1Lastkanal-Spezifikation

AngabeWertBemerkungen
Nennspannung60 Vdcstationär
Nennstrom / Kanal30 Astationär
Nennstrom / Kanal40 Akurzzeitig, max. 100 s (Verhältnis EIN/AUS 1:2)
Schaltleistung (ohmsche Last)10 A bei 60 Vdc; 30 A bei 0–30 Vdc-> Schalten unter Last verkürzt die Lebensdauer!
Sicherung / Kanal30 Asehr träge

Diese Werte gelten für den kompletten Lastkanal inkl. aller Komponenten (Steckverbinder, Leiterbahnen, Sicherung, Stromwandler, ...).

6.7.2Lastrelais-Spezifikation

Die Strom- und Spannungswerte des Relais dienen nur zur Information. Verwenden Sie beim Entwurf einer Schaltung mit diesem Modul die oben gezeigte Tabelle „Lastkanal-Spezifikation“. Die Werte in der Tabelle „Lastkanal-Spezifikation“ sind niedriger als die Werte des Relais allein.

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom31 Astationär
Max. Spannung300 VDC
Kontaktwiderstandmax. 100 mOhmAnfangswert bei 1 A @6 Vdc
Schaltleistung (ohmsche Last)10 A bei 60 Vdc; 30 A bei 0–30 VdcSchalten unter Last verkürzt die Lebensdauer!
Ansprechzeitmax. 20 msohne Prellzeit
Mechanische Lebensdauermin. 1x10^6 Schaltspieleohne elektrische Last

6.8Mechanische Daten

AngabeWertBemerkungen
Breite6 TE= 30,24 mm; Standardbreite (1 Steckplatz)
Breite12 TE= 60,48 mm; doppelte Breite (2 Steckplätze)
Höhe6 HE= 266,7 mm
Tiefe~ 365 mmGesamttiefe der Karte inkl. Frontgriffen und rückseitigen Steckverbindern
Gewicht~ 1,10 kgfür SPM-300602-LC-E inkl. kabelseitiger Breakout-Steckverbinder

6.9Umgebungsbedingungen

AngabeWertBemerkungen
Betriebstemperaturbereich0–55 °C; 32–131 °F
Luftfeuchtigkeitsbereich im Betrieb10–80 %nicht kondensierend

6.10Topologie und Funktionen

AngabeWertBeschreibung
Anzahl Kanäle6Doppel-Lastkanäle: 2 Eingangskanäle teilen sich einen gemeinsamen Ausgang
Lasten / Kanal2Lasten pro Kanal
Abgesicherte Kanäle6alle 6 Kanäle (COM 1–6)
Integrierte Strommessungja, CTStromwandler auf allen 6 gemeinsamen Leitungen, nicht konfigurierbar!
Anbindung Sense 1Ch. 1,5Stromwandler können mit Sense-Bus 1 verbunden werden
Anbindung Sense 2Ch. 2,6Stromwandler können mit Sense-Bus 2 verbunden werden
Anbindung Sense 3Ch. 3Stromwandler können mit Sense-Bus 3 verbunden werden
Anbindung Sense 4Ch. 4Stromwandler können mit Sense-Bus 4 verbunden werden
Temperaturüberwachungjadie Temperatur aller Lastkanäle wird kontinuierlich gemessen, bei Überhitzung werden die Lüfter aktiviert
Stromüberwachungjader Strom aller Kanäle wird kontinuierlich gemessen; bei Überschreiten der Strombegrenzung (33 A) wird ein Fehlerzustand (für eine externe Interlock-Schleife) gesetzt
Interne Diagnoseja, Stromschleifeinterne Diagnose mittels eines Prüfstroms, der durch jeden Kanal geleitet wird, um die Funktion von Sicherung, Stromwandler und Relaiskontakt zu prüfen; inkl. Berichterstellung
Lastoptionen-PLastmontageplatte aus Metall für interne Lasten
Lastoptionen-EExterne Last-Breakout-Leiterplatte mit Klemmen
Benutzer-IDJaÜber den SP-Editor wird eine benutzerdefinierte Kennung im EEPROM des Moduls gespeichert (z. B. Last-ID, ...)
SpeicherobjekteJaÜber den SP-Editor können Speicherobjekte definiert und im EEPROM des Moduls gespeichert werden (z. B. Kalibrierdaten, zusätzliche Modulinformationen, ...); max. 6 kB
Schaltspielzähler der Lastrelaisjadie Schaltspiele jedes Relais werden gezählt und im EEPROM des Moduls gespeichert; der Stand kann per Software-Befehl ausgelesen werden
Max. Höhe integrierter Lasten<25 mmSPM-Breite = 1 Steckplatz (6 TE)
Max. Höhe integrierter Lasten<55 mmSPM-Breite = 2 Steckplätze (12 TE)

6.11Sense-Bus-Messung

6.11.1Shunts und Stromwandler allgemein

Verfügen SP-Module über integrierte Shunts oder Stromwandler, sind diese eine Zusatzfunktion zur Messung des Stroms in einem Lastkanal. Diese Strommessung hat eine begrenzte Genauigkeit und ist kein kalibriertes Messgerät.

Falls erforderlich, muss der Anwender selbst für die Kalibrierung und die Überprüfung der Genauigkeit der Shunts oder Stromwandler sorgen.

6.11.2Topologie und Daten des Sense-Busses

Die internen 8-adrigen Sense-Busse 1–4 (jeweils Sense+ und Sense-) verlaufen über die gesamte Backplane des Mainframes und verbinden alle Modulsteckplätze. Die 4 Sense-Busse können über 4x SMB-Buchsen auf der Backplane-Interface-Karte (SPB) mit externen Messgeräten verbunden werden (z. B. mit einer Messmatrix).

Auf jedem Modul im Mainframe können Shunts oder Stromwandler (CT) der Lastkanäle durch Schließen der entsprechenden Sense-Relais auf dem Modul mit den Sense-Bussen 1–4 verbunden werden.

Die Firmware stellt sicher, dass immer nur ein Sense-Relais gleichzeitig mit einem Sense-Bus verbunden ist. Ist bereits ein anderer Kanal verbunden, gibt die API-Schaltfunktion einen Fehler zurück.

Diese Topologie ermöglicht grundsätzlich 4 parallele Messungen im SP-Mainframe. Nicht alle Lastkanäle können auf jeden Sense-Bus geschaltet werden; die möglichen Verbindungen sind im Datenblatt des Moduls festgelegt.

Bei Verwendung mehrerer Mainframes muss der Anwender festlegen, ob jeder Mainframe einen eigenen Sense-Bus hat oder ob sie sich denselben Sense-Bus teilen. Die gemeinsame Nutzung wird außerhalb des SP-Mainframes durch Verbinden aller Sense-Busse aller Mainframes hergestellt.

AngabeWertBeschreibung
Anzahl Kanäle6jeder gemeinsame Ausgang (COM 1–6) für zwei Kanäle hat einen integrierten Stromwandler
Zugang zum Sense-Bus4x SMB auf SPB: Innenleiter: Sense +, Schirm: Sense -Alle 8 Sense-Bus-Leitungen sind über die Backplane-Interface-Karte (SPB) an 4x SMB-Buchsen (isoliert montiert) zugänglich
Sense-Bus 1 verbindbar mitCh. 1,5die Sense-Leitungen dieser Kanäle können auf Sense-Bus #1 geschaltet werden
Sense-Bus 2 verbindbar mitCh. 2,6die Sense-Leitungen dieser Kanäle können auf Sense-Bus #2 geschaltet werden
Sense-Bus 3 verbindbar mitCh. 3die Sense-Leitungen dieser Kanäle können auf Sense-Bus #3 geschaltet werden
Sense-Bus 4 verbindbar mitCh. 4die Sense-Leitungen dieser Kanäle können auf Sense-Bus #4 geschaltet werden
Messbereich Stromwandler± 51 ABereich von 51 A in jede Richtung
Genauigkeit bei 25 °C (77 °F)± 0,8 % (± 0,32 A)Gesamtausgangsfehler des CT-Moduls bei 25 °C
Genauigkeit bei 25 °C (77 °F)± 0,40 % (± 0,16 A)mit Autozero-Funktion nach dem Einschalten
Genauigkeit bei 85 °C (185 °F)+/- 1,50 % von Ipn; +/- 0,225 AGesamtausgangsfehler bei 85 °C (= max. Betriebstemperatur)
Empfindlichkeit83,4 mV / AAusgangsspannungsbereich -4,25 V bis +4,25 V (+/- 51 A); z. B. 1 A = 83,4 mV; 15 A = 1,25 V
Frequenzbandbreite200 kHz+/- 1 dB (1 kOhm Last)
Frequenzbandbreite300 kHz+/- 3 dB (1 kOhm Last)

6.11.3Autozero-Funktion

Jeder Stromwandler weist beim Einschalten der Versorgungsspannung einen Offset der Ausgangsspannung auf. Dies geschieht beim Einschalten des Mainframes oder beim Hochfahren des gesamten Prüfsystems. Dieser Offset bleibt konstant, bis die Versorgungsspannung des Stromwandlers ausgeschaltet wird. Dies geschieht beim Ausschalten des Mainframes oder beim Herunterfahren des gesamten Prüfsystems. Diese Offsetschwankung ist in der Berechnung des Gesamtausgangsfehlers im Datenblatt des Stromwandlers enthalten.

Eine Korrektur dieses konstanten Offsetfehlers (für die Dauer der Einschaltphase) verbessert die Genauigkeit des Stromwandlers erheblich. Um diesen Offsetfehler zu beseitigen, stellt die SP-Software für die Kanäle die API-Funktion „Autozero“ bereit. Diese Funktion ist auch im Test-Panel des Moduls verfügbar.

Die Funktion muss ausgeführt werden, wenn der Strom sicher „0“ ist, d. h. der Stromwandler wirklich keinen Strom erfasst, z. B. wenn der Lastkanal geöffnet ist.

Es wird empfohlen, die Autozero-Funktion mindestens beim ersten Durchlauf nach jedem Systemstart auszuführen, nach Möglichkeit in jedem Durchlauf der Testsequenz.

6.12Lage der Komponenten

Lage der Komponenten auf der Leiterplatte des SPM-300602-LC: Lastkanalrelais, Stromwandler, Sicherungen, Sense-Bus-Relais, Klemmen für externe Temperatursensoren, Aufkleber, Steckverbinder X2, X3 und X4

Nr.Komponente
1Lastkanalrelais Ch. 1.1 – Ch. 6.2
2Stromwandler Ch. 1 – Ch. 6
3Sicherung 30 A für Ch. 1 – Ch. 6
4Sense-Bus-Relais: Ch. 1, 5 zu SB1, Ch. 2, 6 zu SB2, Ch. 3 zu SB3, Ch. 4 zu SB4
5Klemmen für ext. Temperatursensoren (MCP9700A)
6Aufkleber für Seriennummer und Qualitätsprüfung

6.13Anschlüsse

Die Signalnamen der einzelnen Pins von X2, X3, X4 sind auf der Leiterplatte beschriftet. Pin 1 befindet sich immer oben am Steckverbinder.

PinX2X3X4
1Ch. 1Ch. 1.1Com 1
2Ch. 2Ch. 1.2Com 2
3Ch. 3Ch. 2.1Com 3
4Ch. 4Ch. 2.2Com 4
5Ch. 5Ch. 3.1Com 5
6Ch. 6Ch. 3.2Com 6
7Com 1Ch. 4.1
8Com 2Ch. 4.2
9Com 3Ch. 5.1
10Com 4Ch. 5.2
11Com 5Ch. 6.1
12Com 6Ch. 6.2

Belegung der Steckverbinder X2, X3, X4

  • X2: für die Verkabelung zum DUT-Adapter / zur Fixture-Schnittstelle
  • X3: lastseitige Verkabelung, Doppelkanäle (Ch. X.1, X.2)
  • X4: lastseitige Verkabelung der gemeinsamen Rückleitungen

Bei der Verkabelung zur Receiver-Schnittstelle des Systems, zum DUT-Adapter oder bei der Lastverdrahtung sind folgende Daten zu beachten:

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom41 Apro Steckverbinder-Pin
Belegte Pins1belegte Pins pro Kanal und COM-Leitung (Rückleitung)
LeiterquerschnitteAWG 12 / 4,0 mm²pro Lastkanal- und COM-Leitung für max. 30 A
LeiterquerschnitteAWG 10 / 6,0 mm²pro Lastkanal- und COM-Leitung für max. 40 A

6.14Software SP-Editor

Die Software Switching Platform Editor ist auf dem Systemcontroller installiert. Sie bietet Funktionen zur Einrichtung, Konfiguration, Information und Diagnose für die gesamte Topologie der Switching Platform im System.

Für die meisten Funktionen ist die Anmeldestufe „Developer“ erforderlich. Im Auslieferungszustand ist für „Developer“ kein Passwort festgelegt.

SP Editor mit markierter Schaltfläche für die Zugriffsstufe und dem Dialog „Change Access Level“

Für steckplatz- und modulspezifische Konfiguration und Funktionen:

Software Switching Platform Editor starten – (1) als Developer anmelden – (2) Projektkonfigurationsdatei laden oder neuen Mainframe per Autodetect hinzufügen – (3) SP-Mainframe verbinden – (4) Steckplatz mit dem Modul auswählen – (5) Registerkarte „Slot Config“ und gewünschte Funktionsgruppe auswählen – (6) gewünschte Funktion auswählen

SP Editor mit den Schritten 1 bis 6 für steckplatz- und modulspezifische Funktionen

6.14.1ADC-Test-Panel

Das SPM-300602-LC bietet ein ADC-Test-Panel für die Onboard-Sensoren des Moduls, die die Leiterplattentemperatur und den Strom im Lastpfad messen. Der konstante Offset der Stromwandler kann mit der Autozero-Funktion beseitigt werden, um die Genauigkeit zu verbessern. Das Test-Panel kann parallel zu einer Testsequenz geöffnet und zur Fehlersuche verwendet werden.

SP-Editor läuft mit Anmeldung als Developer und geladener Projektkonfiguration, SP-Mainframe verbunden – (1) Steckplatz mit dem Modul SPM-300602-LC auswählen – (2) Registerkarte „Slot Config“ und „ADC“ auswählen – (3) „Test Panel“ auswählen

ADC-Test-Panel des SPM-300602-LC mit den Lastkanalströmen LC1 bis LC6 und den Temperaturen T1 bis T3

Das ADC-Test-Panel ermöglicht die Überwachung von Temperatur und Strom im Lastpfad:

  • (4) passende Größe und Anzahl der Spalten des Panels einstellen und linke Parameterliste ein- oder ausblenden
  • (5) „Live“ aktivieren, um die Werte zu überwachen, und die Aktualisierungsrate wählen (200 ms bis 3 s)
  • (5) Aktion „Autozero“ aufrufen, um den permanenten Offset der Stromwandler zurückzusetzen und die Genauigkeit der Strommessung zu verbessern. Hinweis: Damit dies korrekt funktioniert, muss der Laststrom „0 A“ betragen. Die Temperatursensoren sind von der Autozero-Funktion nicht betroffen.
  • (6) Überwachung der Stromwerte der 6x Lastkanäle und der 3x Temperaturwerte

6.14.2Relais-Test-Panel

Das SPM-300602-LC bietet ein Relais-Test-Panel für zwei Hauptzwecke:

  • manuelles Schalten von Relais zur Fehlersuche
  • Überwachung der Schaltzustände parallel zu automatisierten Sequenzen

SP-Editor läuft mit Anmeldung als Developer und geladener Projektkonfiguration, SP-Mainframe verbunden – (1) Steckplatz mit dem Modul SPM-300602-LC auswählen – (2) Registerkarte „Slot Config“ und „Relay“ auswählen – (3) „Test Panel“ auswählen

Relais-Test-Panel des SPM-300602-LC mit den Lastkanalrelais LC1.1 bis LC6.2 und den Sense-Bus-Relais

Das Relais-Test-Panel ermöglicht die Überwachung und auch das manuelle Schalten aller zugänglichen Relais auf dem Modul:

  • (4) passende Größe und Anzahl der Spalten des Panels einstellen
  • (5) „Live“ aktivieren, um die Werte zu überwachen, und die Aktualisierungsrate wählen (200 ms bis 3 s)
  • (6) Schalten und Überwachen der 12x Lastkanalrelais und der 6x Sense-Bus-Relais. Relaiskanäle werden per Klick geschlossen/geöffnet, geschlossene Kanäle sind grün hervorgehoben

6.14.3Diagnose und Selbsttest

Das SPM-300602-LC verfügt über eine interne Selbsttestsequenz, die den geöffneten und geschlossenen Zustand der Lastrelais sowie die Funktion von Sicherungen, Stromwandlern und Temperatursensoren überprüft. Nach Durchlaufen der Selbsttestsequenz wird ein Bericht erzeugt, den der Anwender zu Dokumentationszwecken speichern kann.

SP-Editor läuft mit Anmeldung als Developer und geladener Projektkonfiguration, SP-Mainframe verbunden – (1) Steckplatz mit dem Modul SPM-300602-LC auswählen – (2) Registerkarte „Slot Config“ und „Relay“ auswählen – (3) „Selftest“ auswählen

Selbsttest-Fenster des SP Editor mit Testausführungsbericht

  • (4) Der blaue Pfeil startet den Selbsttest; vor dem Start wird eine Sicherheitswarnung angezeigt
  • (5) Nach der Ausführung wird der Bericht direkt angezeigt, einschließlich aller Testschritte, Ergebnisse und Grenzwerte. Mit dem Disketten-Symbol kann der Bericht zur Dokumentation gespeichert werden

6.14.4Geräteschutzfunktion

Als Schaltmodul für hohe Ströme misst und kontrolliert das SPM-300602-LC kontinuierlich die 6 Lastpfadströme und die 3 Temperatursensoren der Leiterplatte. Die Firmware bietet verschiedene Schutzfunktionen, wenn Sensorwerte festgelegte Grenzen überschreiten.

Übertemperaturschutz:

AngabeWertBeschreibung
Temp.-Sensor5 kS/sAbtastrate des Temperatursignals
Temp.-Sensor> 60 °CSetzt das Lüfteranforderungs-Flag für den SP-Mainframe, die 6x unteren Lüfter werden eingeschaltet; der Mainframe verstärkt die interne Kühlung durch einen Luftstrom von ~ 900 m³/h für mindestens 30 Sekunden

Überstromschutz:

AngabeWertBeschreibung
Lastkanalstrom5 kS/sAbtastrate des Stromsignals
Lastkanalstrom> 33 A; < -33 ADer Mittelwert aus 1000 Abtastwerten überschreitet diesen Bereich: Anforderung des Flags „Error State“ für den SP-Mainframe. Das Error-State-Relais öffnet und unterbricht die Interlock-Schleife der Netzteile oder elektronischen Lasten (falls angeschlossen). Die Firmware setzt den Fehlerzustand für das gesamte System, jede Schaltanforderung wird mit einer Fehlermeldung beantwortet. Zum Zurücksetzen muss dieser Fehlerzustand per Software-Befehl quittiert werden

6.15Ersatzteilliste

Hersteller / LieferantTeilenr.IRS-Teilenr.Komponentenbeschreibung
PanasonicALFG2PF24119628Lastrelais 31 A
PanasonicAGN20024105776Sense-Bus-Relais
LEMCASR 15-NP110327Stromwandler, Nennstrom 15 A
Littelfuse0891030.NXS119837Sicherung 30 A
Phoenix ContactSPC 5/12-STF-7,62117117Breakout-Steckverbinder, 12-polig
Phoenix ContactSPC 5/ 6-STF-7,62119290Breakout-Steckverbinder, 6-polig

6.16Produktsupport

Kapitel 7

Datenblatt SPM-700401-LC-MF

SPM-700401-LC-MF – IRS-Produkt 119788 SPM-700401-LC-MF-P, 4 Einzelkanäle, 70 A, Lastmontageplatte; Hardwareversion 1.00.

7.1Allgemeine Beschreibung

Das SPM-700401-LC-MF ist ein 6-HE-Schaltmodul für hohe Ströme zum Einsatz in Mainframes der IRS Switching Platform. Die Modultopologie bietet 4 Einzel-Lastschaltkanäle für max. 70 A Dauerstrom mit Sicherung und integrierten Stromwandlern in jedem Kanal.

Das Modul bietet eine permanente Strom- und Temperaturüberwachung und ermöglicht das Auslesen dieser Werte per API-Befehl.

Die interne Onboard-Diagnose ermöglicht eine grundlegende Funktionsprüfung jedes Kanals (Relaiskontakt, Sicherung, Stromwandler), ohne dass das Modul ausgebaut werden muss. Das Modul wird von der µController-Karte SPC der Switching Platform gesteuert.

Typische Aufgaben sind das Schalten von Lasten und Versorgungen zum Prüfling (DUT). Das Modul ist mit einer Metallplatte zur Lastmontage erhältlich; kundenspezifische Steckverbinder (z. B. für den Eingang der Spannungsversorgung) können auf Anfrage bereitgestellt werden.

7.2Sicherheitshinweise

  • Das Modul ist nur zur Verwendung in Mainframes der IRS Switching Platform (z. B. SP-1200) und innerhalb der spezifizierten elektrischen Grenzwerte bestimmt.
  • Verwenden Sie das Modul nur in geeigneten 19-Zoll-Schränken und nicht für Anwendungen an Menschen oder Tieren.
  • Verwenden Sie dieses SP-Modul nur mit der µController-Karte SPC-64 und mit der Software SP-Editor und deren API-Befehlen zur Konfiguration und Steuerung.
  • Schalten unter Last (Hot Switching) wird bei KEINEM Stromkreis des Moduls empfohlen. Es verkürzt die Lebensdauer und die maximale Anzahl an Schaltspielen der Relais und kann die Relais auf dem Modul zerstören.
  • Das Modul ist für ohmsche Lasten ausgelegt. Bei induktiven oder kapazitiven Lasten muss der Anwender für eine Schutzbeschaltung sorgen.
  • Die Ausgänge benötigen eine ausreichende Isolation und einen Berührungsschutz.

7.3Schematische Übersicht und Abbildungen

SPM-700401-LC-MF (4 Kanäle mit je 1 Last, MOS-FET-Schalter, 70 A, max. 60 V): Steuer- und Schaltleiterplatte mit MOS-FET, Stromwandler (I-Transducer), Sicherung 70 A, Sense-Bus-Relais und Diagnose pro Kanal, Lastmontageplatte mit internen Lasten, externem Lastzugang und Eingang der Spannungsversorgung
SPM-700401-LC-MF-P (mit Lastmontageplatte aus Metall)

7.4Lieferumfang

SPM-700401-LC-MF-P:

  • Schaltleiterplatte, komplett montiert mit unbestückter Lastmontageplatte
  • Frontplatte geschlossen, keine Steckverbinder-Breakouts, keine Lastkonfiguration*

* Hinweis: Breakout-Steckverbinder und Lastkonfiguration auf Anfrage

7.5Zertifizierung und Konformität

AngabeWert
KonformitätszertifizierungCE-Kennzeichnung durch IRS
RoHS-KonformitätEU-RoHS-Richtlinie 2011/65/EU; Richtlinie (EU) 2015/863 Anhang II

7.6Verwendete Abkürzungen

AbkürzungBedeutungBeschreibung
SPSwitching PlatformOberbegriff für alle Produkte der Switching Platform
SPBBackplane InterfaceSchnittstellenkarte für den SP-Mainframe (z. B. SP-1200)
SPCSwitching Platform Controller3-HE-µC-Karte, die ein Switching-Platform-Modul steuert
SPMSwitching Platform Module6-HE-Leiterplatte mit Relais und weiteren Schaltungen, gesteuert von einer µController-Karte SPC-64
SPWSwitching Platform Wiringstandardisiertes Kabel von einem SPM zur Systemschnittstelle
DUTDevice Under TestPrüfling; entspricht UUT (Unit Under Test)
CTCurrent TransducerStromwandler; induktives Strommessgerät
HEHöheneinheit = 44,45 mm
TETeilungseinheit = 5,04 mm

7.7Elektrische Daten

7.7.1Lastkanal-Spezifikation

AngabeWertBemerkungen
Nennspannung60 Vdcstationär
Nennstrom / Kanal70 Astationär
Nennstrom / Kanal85 Akurzzeitig, max. 60 s (Verhältnis EIN/AUS 1:2)
Nennstrom / Kanal100 Akurzzeitig, max. 20 s (Verhältnis EIN/AUS 1:2)
VDS (Sperrspannung)max. 60 VdcMOSFET
Rds ONmax. 1 mOhmMOSFET
Schaltleistung (ohmsche Last)100 A @ <60 V-> Schalten unter Last verkürzt die Lebensdauer des MOSFET nicht
Sicherung / Kanal70 Asehr träge

Diese Werte gelten für den kompletten Lastkanal inkl. aller Komponenten (Steckverbinder, Leiterbahnen, Sicherung, Stromwandler, ...).

7.7.2MOSFET-Spezifikation

Die Strom- und Spannungswerte des MOSFET dienen nur zur Information. Verwenden Sie beim Entwurf einer Schaltung mit diesem Modul die oben gezeigte Tabelle „Lastkanal-Spezifikation“. Die Werte in der Tabelle „Lastkanal-Spezifikation“ sind niedriger als die Werte des MOSFET allein.

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom180 Astationär
Max. Sperrspannung60 VDC
Leckstrom @VGS = 0 Vmax. 1 µA@VDSS = 60 V, Tj = 25 °C
Leckstrom @VGS = 0 Vmax. 100 µA@VDSS = 60 V, Tj = 125 °C
Rds ONmax. 1 mOhmMOSFET
Schaltleistung (ohmsche Last)180 A bei <60 Vthermische Kühlung beachten!
Kontaktwiderstandmax. 1 mOhmAnfangswert bei 1 A ID = 100 A
Schaltzeittyp. 37 nsVDD 30 V, Vdc 10 V, ID 100 A
Mechanische Lebensdauernicht relevantohne elektrische Last

7.8Mechanische Daten

AngabeWertBemerkungen
Breite6 TE= 30,24 mm; Standardbreite (1 Steckplatz)
Breite12 TE= 60,48 mm; doppelte Breite (2 Steckplätze)
Höhe6 HE= 266,7 mm
Tiefe~ 365 mmGesamttiefe der Karte inkl. Frontgriffen und rückseitigen Steckverbindern
Gewicht~ 0,98 kg

7.9Umgebungsbedingungen

AngabeWertBemerkungen
Betriebstemperaturbereich0–55 °C (32–131 °F)
Luftfeuchtigkeitsbereich im Betrieb10–80 %nicht kondensierend

7.10Topologie und Funktionen

AngabeWertBeschreibung
Anzahl Kanäle4Einzel-Lastkanäle, geschaltet durch MOSFET-Halbleiter
Lasten / Kanal1Lasten pro Kanal
Abgesicherte Kanäle4alle 4 Kanäle, sehr träge Sicherung
Integrierte Strommessungja, CTStromwandler auf allen 4 Kanälen, nicht konfigurierbar!
Anbindung Sense 1Ch. 1Stromwandler kann mit Sense-Bus 1 verbunden werden
Anbindung Sense 2Ch. 2Stromwandler kann mit Sense-Bus 2 verbunden werden
Anbindung Sense 3Ch. 3Stromwandler kann mit Sense-Bus 3 verbunden werden
Anbindung Sense 4Ch. 4Stromwandler kann mit Sense-Bus 4 verbunden werden
Temperaturüberwachungjadie Temperatur aller Lastkanäle wird kontinuierlich gemessen, bei Überhitzung werden die Lüfter aktiviert
Stromüberwachungjader Strom aller Kanäle wird kontinuierlich gemessen: bei Überschreiten der Strombegrenzung (100 A) wird ein Fehlerzustand gesetzt und der MOSFET des Lastkanals geöffnet
Interne Diagnoseja, Stromschleifeinterne Diagnose mittels eines Prüfstroms, der durch jeden Kanal geleitet wird, um die Funktion von Sicherung, Stromwandler und Relaiskontakt zu prüfen; inkl. Berichterstellung
Lastoptionen-PLastmontageplatte aus Metall für interne Lasten
Benutzer-IDJaÜber den SP-Editor wird eine benutzerdefinierte Kennung im EEPROM des Moduls gespeichert (z. B. Last-ID, ...)
SpeicherobjekteJaÜber den SP-Editor können Speicherobjekte definiert und im EEPROM des Moduls gespeichert werden (z. B. Kalibrierdaten, zusätzliche Modulinformationen, ...); max. 6 kB
Schaltspielzähler der Lastrelaisjadie Schaltspiele jedes Relais werden gezählt und im EEPROM des Moduls gespeichert; der Stand kann per Software-Befehl ausgelesen werden
Max. Höhe integrierter Lasten<25 mmSPM-Breite = 1 Steckplatz (6 TE)
Max. Höhe integrierter Lasten<55 mmSPM-Breite = 2 Steckplätze (12 TE)

7.11Sense-Bus-Messung

7.11.1Shunts und Stromwandler allgemein

Verfügen SP-Module über integrierte Shunts oder Stromwandler, sind diese eine Zusatzfunktion zur Messung des Stroms in einem Lastkanal. Diese Strommessung hat eine begrenzte Genauigkeit und ist kein kalibriertes Messgerät.

Falls erforderlich, muss der Anwender selbst für die Kalibrierung und die Überprüfung der Genauigkeit der Shunts oder Stromwandler sorgen.

7.11.2Topologie und Daten des Sense-Busses

Die internen 8-adrigen Sense-Busse 1–4 (jeweils Sense+ und Sense-) verlaufen über die gesamte Backplane des Mainframes und verbinden alle Modulsteckplätze. Die 4 Sense-Busse können über 4x SMB-Buchsen auf der Backplane-Interface-Karte (SPB) mit externen Messgeräten verbunden werden (z. B. mit einer Messmatrix).

Auf jedem Modul im Mainframe können Shunts oder Stromwandler (CT) der Lastkanäle durch Schließen der entsprechenden Sense-Relais auf dem Modul mit den Sense-Bussen 1–4 verbunden werden.

Die Firmware stellt sicher, dass immer nur ein Sense-Relais gleichzeitig mit einem Sense-Bus verbunden ist. Ist bereits ein anderer Kanal verbunden, gibt die API-Schaltfunktion einen Fehler zurück.

Diese Topologie ermöglicht grundsätzlich 4 parallele Messungen im SP-Mainframe. Nicht alle Lastkanäle können auf jeden Sense-Bus geschaltet werden; die möglichen Verbindungen sind im Datenblatt des Moduls festgelegt.

Bei Verwendung mehrerer Mainframes muss der Anwender festlegen, ob jeder Mainframe einen eigenen Sense-Bus hat oder ob sie sich denselben Sense-Bus teilen. Die gemeinsame Nutzung wird außerhalb des SP-Mainframes durch Verbinden aller Sense-Busse aller Mainframes hergestellt.

AngabeWertBeschreibung
Anzahl Kanäle4jeder Kanal (Ch. 1–4) hat einen integrierten Stromwandler
Zugang zum Sense-Bus4x SMB auf SPB: Innenleiter: Sense +, Schirm: Sense -Alle 8 Sense-Bus-Leitungen sind über die Backplane-Interface-Karte (SPB) an 4x SMB-Buchsen (isoliert montiert) zugänglich
Sense-Bus 1 verbindbar mitCh. 1die Sense-Leitungen dieses Kanals können auf Sense-Bus #1 geschaltet werden
Sense-Bus 2 verbindbar mitCh. 2die Sense-Leitungen dieses Kanals können auf Sense-Bus #2 geschaltet werden
Sense-Bus 3 verbindbar mitCh. 3die Sense-Leitungen dieses Kanals können auf Sense-Bus #3 geschaltet werden
Sense-Bus 4 verbindbar mitCh. 4die Sense-Leitungen dieses Kanals können auf Sense-Bus #4 geschaltet werden
Messbereich Stromwandler± 85 ABereich von 85 A in jede Richtung
Genauigkeit bei 25 °C (77 °F)± 0,8 % (± 0,20 A)Gesamtausgangsfehler (% von IPN) des CT-Moduls bei 25 °C
Genauigkeit bei 25 °C (77 °F)± 0,4 % (± 0,10 A)mit Autozero-Funktion nach dem Einschalten
Genauigkeit bei 85 °C (185 °F)± 1,3 % (± 0,325 A)Gesamtausgangsfehler (% von IPN) bei 85 °C (= max. Betriebstemperatur)
Empfindlichkeit50 mV/AAusgangsspannungsbereich -4,25 V bis +4,25 V (+/-85 A); z. B. 1 A = 50,0 mV; 15 A = 0,75 V; 85 A = 4,25 V
Frequenzbandbreite200 kHz+/- 1 dB (1 kOhm Last)
Frequenzbandbreite300 kHz+/- 3 dB (1 kOhm Last)

7.11.3Autozero-Funktion

Jeder Stromwandler weist beim Einschalten der Versorgungsspannung einen Offset der Ausgangsspannung auf. Dies geschieht beim Einschalten des Mainframes oder beim Hochfahren des gesamten Prüfsystems. Dieser Offset bleibt konstant, bis die Versorgungsspannung des Stromwandlers ausgeschaltet wird. Dies geschieht beim Ausschalten des Mainframes oder beim Herunterfahren des gesamten Prüfsystems. Diese Offsetschwankung ist in der Berechnung des Gesamtausgangsfehlers im Datenblatt des Stromwandlers enthalten.

Eine Korrektur dieses konstanten Offsetfehlers (für die Dauer der Einschaltphase) verbessert die Genauigkeit des Stromwandlers erheblich. Um diesen Offsetfehler zu beseitigen, stellt die SP-Software für die Kanäle die API-Funktion „Autozero“ bereit. Diese Funktion ist auch im Test-Panel des Moduls verfügbar.

Die Funktion muss ausgeführt werden, wenn der Strom sicher „0“ ist, d. h. der Stromwandler wirklich keinen Strom erfasst, z. B. wenn der Lastkanal geöffnet ist.

Es wird empfohlen, die Autozero-Funktion mindestens beim ersten Durchlauf nach jedem Systemstart auszuführen, nach Möglichkeit in jedem Durchlauf der Testsequenz.

7.12Lage der Komponenten

Lage der Komponenten auf der Leiterplatte des SPM-700401-LC-MF: MOSFETs unter dem Kühlkörper, Stromwandler, Sicherungen, Sense-Bus-Relais, Klemmen für externe Temperatursensoren, Aufkleber, Steckverbinder K1 und K2

Nr.Komponente
1Lastkanal-MOSFET Ch. 1 – Ch. 4 (unter dem Kühlkörper)
2Stromwandler Ch. 1 – Ch. 4
3Sicherung 70 A für Ch. 1 – Ch. 4
4Sense-Bus-Relais: Ch. 1 zu SB1, Ch. 2 zu SB2, Ch. 3 zu SB3, Ch. 4 zu SB4
5Klemmen für ext. Temperatursensoren (MCP9700A)
6Aufkleber für Seriennummer und Qualitätsprüfung

7.13Anschlüsse

Die Signalnamen der einzelnen Pins von K1, K2 sind auf der Leiterplatte beschriftet. Pin 1 befindet sich immer oben am Steckverbinder.

PinK1K2
1Ch. 1Ch. 1
2Ch. 2Ch. 2
3Ch. 3Ch. 3
4Ch. 4Ch. 4
5Com 1Com 1
6Com 2Com 2
7Com 3Com 3
8Com 4Com 4

Belegung der Steckverbinder K1, K2

  • K1: für die Verkabelung zum DUT-Adapter / zur Fixture-Schnittstelle
  • K2: lastseitige Verkabelung der Kanäle 1–4

Bei der Verkabelung zur Receiver-Schnittstelle des Systems, zum DUT-Adapter oder bei der Lastverdrahtung sind folgende Daten zu beachten:

AngabeWertBemerkungen
Max. Strom76 Apro Steckverbinder-Pin
Belegte Pins1belegte Pins pro Kanal und COM-Leitung (Rückleitung)
LeiterquerschnitteAWG 8 / 10,0 mm²pro Lastkanal- und COM-Leitung

7.14Software SP-Editor

Die Software Switching Platform Editor ist auf dem Systemcontroller installiert. Sie bietet Funktionen zur Einrichtung, Konfiguration, Information und Diagnose für die gesamte Topologie der Switching Platform im System.

Für die meisten Funktionen ist die Anmeldestufe „Developer“ erforderlich. Im Auslieferungszustand ist für „Developer“ kein Passwort festgelegt.

SP Editor mit markierter Schaltfläche für die Zugriffsstufe und dem Dialog „Change Access Level“

Für steckplatz- und modulspezifische Konfiguration und Funktionen:

Software Switching Platform Editor starten – (1) als Developer anmelden – (2) Projektkonfigurationsdatei laden oder neuen Mainframe per Autodetect hinzufügen – (3) SP-Mainframe verbinden – (4) Steckplatz mit dem Modul auswählen – (5) Registerkarte „Slot Config“ und gewünschte Funktionsgruppe auswählen – (6) gewünschte Funktion auswählen

SP Editor mit den Schritten 1 bis 6 für steckplatz- und modulspezifische Funktionen

7.14.1ADC-Test-Panel

Das SPM-700401-LC-MF bietet ein ADC-Test-Panel für die Onboard-Sensoren des Moduls, die die Leiterplattentemperatur und den Strom im Lastpfad messen. Der konstante Offset der Stromwandler kann mit der Autozero-Funktion beseitigt werden, um die Genauigkeit zu verbessern. Das Test-Panel kann parallel zu einer Testsequenz geöffnet und zur Fehlersuche verwendet werden.

SP-Editor läuft mit Anmeldung als Developer und geladener Projektkonfiguration, SP-Mainframe verbunden – (1) Steckplatz mit dem Modul SPM-700401-LC-MF auswählen – (2) Registerkarte „Slot Config“ und „ADC“ auswählen – (3) „Test Panel“ auswählen

ADC-Test-Panel des SPM-700401-LC-MF mit den Lastkanalströmen LC1 bis LC4 und den Temperaturen T1 bis T3

Das ADC-Test-Panel ermöglicht die Überwachung von Temperatur und Strom im Lastpfad:

  • (4) passende Größe und Anzahl der Spalten des Panels einstellen und linke Parameterliste ein- oder ausblenden
  • (5) „Live“ aktivieren, um die Werte zu überwachen, und die Aktualisierungsrate wählen (200 ms bis 3 s)
  • (5) Aktion „Autozero“ aufrufen, um den permanenten Offset der Stromwandler zurückzusetzen und die Genauigkeit der Strommessung zu verbessern. Hinweis: Damit dies korrekt funktioniert, muss der Laststrom „0 A“ betragen. Die Temperatursensoren sind von der Autozero-Funktion nicht betroffen.
  • (6) Überwachung der Stromwerte der 4x Lastkanäle und der 3x Temperaturwerte

7.14.2Relais-Test-Panel

Das SPM-700401-LC-MF bietet ein Schalt-Test-Panel für zwei Hauptzwecke:

  • manuelles Schalten von Relais und MOSFETs zur Fehlersuche
  • Überwachung der Schaltzustände parallel zu automatisierten Sequenzen

SP-Editor läuft mit Anmeldung als Developer und geladener Projektkonfiguration, SP-Mainframe verbunden – (1) Steckplatz mit dem Modul SPM-700401-LC-MF auswählen – (2) Registerkarte „Slot Config“ und „Relay“ auswählen – (3) „Test Panel“ auswählen

Relais-Test-Panel des SPM-700401-LC-MF mit den Lastkanälen LC1 bis LC4 und den Sense-Bus-Relais

Das Relais-Test-Panel ermöglicht die Überwachung und auch das manuelle Schalten aller zugänglichen Relais auf dem Modul:

  • (4) passende Größe und Anzahl der Spalten des Panels einstellen
  • (5) „Live“ aktivieren, um die Werte zu überwachen, und die Aktualisierungsrate wählen (200 ms bis 3 s)
  • (6) Schalten und Überwachen der 4x Lastkanal-MOSFETs und der 4x Sense-Bus-Relais. Relaiskanäle werden per Klick geschlossen/geöffnet, geschlossene Kanäle sind grün hervorgehoben

7.14.3Diagnose und Selbsttest

Das SPM-700401-LC-MF verfügt über eine interne Selbsttestsequenz, die den geöffneten und geschlossenen Zustand der Lastrelais sowie die Funktion von Sicherungen, Stromwandlern und Temperatursensoren überprüft. Nach Durchlaufen der Selbsttestsequenz wird ein Bericht erzeugt, den der Anwender zu Dokumentationszwecken speichern kann.

SP-Editor läuft mit Anmeldung als Developer und geladener Projektkonfiguration, SP-Mainframe verbunden – (1) Steckplatz mit dem Modul SPM-700401-LC-MF auswählen – (2) Registerkarte „Slot Config“ und „Relay“ auswählen – (3) „Selftest“ auswählen

Selbsttest-Fenster des SP Editor mit Testausführungsbericht

  • (4) Der blaue Pfeil startet den Selbsttest; vor dem Start wird eine Sicherheitswarnung angezeigt
  • (5) Nach der Ausführung wird der Bericht direkt angezeigt, einschließlich aller Testschritte, Ergebnisse und Grenzwerte. Mit dem Disketten-Symbol kann der Bericht zur Dokumentation gespeichert werden

7.14.4Geräteschutzfunktion

Als Schaltmodul für hohe Ströme misst und kontrolliert das SPM-700401-LC-MF kontinuierlich die 6 Lastpfadströme und die 3 Temperatursensoren der Leiterplatte. Die Firmware bietet verschiedene Schutzfunktionen, wenn Sensorwerte festgelegte Grenzen überschreiten.

Übertemperaturschutz:

AngabeWertBeschreibung
Temp.-Sensor5 kS/sAbtastrate des Temperatursignals
Temp.-Sensor> 60 °CSetzt das Lüfteranforderungs-Flag für den SP-Mainframe, die 6x unteren Lüfter werden eingeschaltet; der Mainframe verstärkt die interne Kühlung durch einen Luftstrom von ~ 900 m³/h für mindestens 30 Sekunden

Überstromschutz:

AngabeWertBeschreibung
Lastkanalstrom5 kS/sAbtastrate des Stromsignals
Lastkanalstrom> 100 A; < -100 ADer Mittelwert aus 1000 Abtastwerten überschreitet diesen Bereich: 1. Der Lastkanal wird geöffnet; 2. Anforderung des Flags „Error State“ für den SP-Mainframe. Das Error-State-Relais öffnet und unterbricht die Interlock-Schleife der Netzteile oder elektronischen Lasten (falls angeschlossen). Die Firmware setzt den Fehlerzustand für das gesamte System, jede Schaltanforderung wird mit einer Fehlermeldung beantwortet. Zum Zurücksetzen muss dieser Fehlerzustand per Software-Befehl quittiert werden

7.15Ersatzteilliste

Hersteller / LieferantTeilenr.IRS-Teilenr.Komponentenbeschreibung
LEMCASR25-NP119072Stromwandler mit IPN = 25 A
LittelfuseBF1-Serie 70A118478Sicherung 70 A, sehr träge
PanasonicAGN20024105776Sense-Bus-Relais
Phoenix ContactSPC 16/ 8-STF-10,16107926Steckverbinder Lastplatte, 8-polig
Phoenix ContactFMC 1,5/ 3-ST-3,81109438Steckverbinder Lastplatte, 3-polig
MicrochipMCP9700A-E/TO118483Temperatursensor Lastplatte

7.16Produktsupport

Kapitel 8

Switching Platform Editor

8.1Switching Platform Editor SW

  • Zugriffsebenen Operator und Developer per Passwort (kundenspezifisch festgelegt)
  • Einfache Konfiguration (Drag & Drop) von Bestückung und Konfiguration der SP-Module
  • Auto-Setup-Funktion für angeschlossene und erkannte SP-Module
  • Definition von Alias-Namen für Schaltkanäle und Schaltgruppen
  • Zugriff auf das EEPROM der Module für kundenspezifische Daten
  • Testpanels zur Anzeige von Schaltzuständen und ADC-Werten und für manuelles Schalten
  • Ausführung des Selbsttests der SP-Module inkl. Bericht (nicht alle Module bieten einen Selbsttest)
  • Systemeinstellungen (z. B. kundenspezifische ID für SP-Module)
  • Definition der Projektdatei zur Integration in Testsequenzen
  • 100% Unterstützung von Multithreading auf Modulebene (Threads greifen ohne gemeinsame Ressourcennutzung auf dedizierte SP-Module zu)
  • .NET-Bibliothek (.NET Framework 4.6.2) und CVI-Wrapper-Funktion

8.2Start der Switching Platform

Starten der SP-Software, Anmeldung als Developer, Hinzufügen eines Racks und Auswahl einer Vorlage

  1. Starten Sie die SP-Software über das Desktopsymbol
  2. Melden Sie sich als „Developer“ an: Das Passwort ist in der Grundeinstellung leer (kein Passwort gesetzt)
  3. Fügen Sie über das Symbol oder das Menü Rack – Add ein Rack hinzu, um mit der Konfiguration des Projekts zu beginnen
  4. Wählen Sie eine Vorlage aus (z. B. SP-400, SP-1200). Standardwert der IP-Adresse: 192.168.111.0

8.3Datenbankreferenz

Wählen Sie im oberen Menü Database – Update / Import, navigieren Sie zur Datenbankdatei *.spm und wählen Sie sie aus. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche „open“ und bestätigen Sie das Update.

Prüfen Sie die Datenbankversion im oberen Menü unter Database – Show Version.

Dialog für Datenbank-Update und -Import, Bestätigung und Info zur Datenbankversion

8.4Bestückung des SP-Mainframes

Hauptfenster des SP Editor mit Baumansicht, Steckplätzen des ausgewählten Mainframes und Liste der Moduldatenbank

  • Ausgewählten Mainframe verbinden / trennen (Connect / Disconnect)
  • Baumansicht der gesamten Topologie
  • Konfigurierte SP-Module vs. erkannte SP-Module
  • Alle verfügbaren SP-Module gemäß referenzierter Datenbankdatei
  • Alle verfügbaren Steckplätze des ausgewählten Mainframes
  • Drag & Drop zum Bestücken / Konfigurieren der Steckplätze mit SP-Modulen

8.5Steckplatz-Eigenschaften des SP-Mainframes

Eigenschaften von Steckplatz 2 mit Controller-Optionen und Geräteinformationen der µC-Karte SPC-64

  • Zeigt alle Einstellmöglichkeiten des ausgewählten Steckplatzes (hier: Steckplatz 2)
  • Bei bestehender Verbindung: Steckplätze werden grün, wenn die erkannten Module mit der Projektkonfiguration übereinstimmen (Setup = Detected)
  • Optionen für die µC-Karte SPC-64 in Steckplatz #2
  • Zeigt steckplatzbezogene Eigenschaften (abhängig vom bestückten Modultyp)
  • Allgemeine Informationen zur µC-Karte SPC-64
  • Jede SP-64 µC-Karte kann die Lüfter On/Off schalten (Hinweis: kann manuell geschaltet werden)

8.6Auto Setup und Update Downloader

Menü Rack – Auto Setup und Menü Help – Update Downloader mit dem Fenster des Application Downloader

Mit Rack – Auto Setup erkennen Sie automatisch alle bestückten SP-Module und erstellen innerhalb weniger Sekunden die Konfiguration.

Mit Help – Update Downloader verbinden Sie sich mit dem IRS-Server und laden alle verfügbaren SW-Versionen herunter.

8.7Testpanels und Selbsttest

Testpanels für einen ausgewählten Steckplatz und Testausführungsbericht eines Selbsttests

  • Testpanel verfügbar mit Zugriffsebene Developer
  • Testpanel für den ausgewählten Steckplatz, mehrere Testpanels gleichzeitig
  • Manuelles Schalten der Kanäle der SP-Module
  • Anzeige des Schaltzustands zum Debuggen („Live View“)
  • Die meisten Module bieten einen internen Selbsttest inkl. Berichtsprotokoll
  • Kompletter Rack-Selbsttest aller bestückten Module innerhalb weniger Sekunden

8.8Projektdatei und Konfigurationsbericht

Menü Project und Konfigurationsbericht mit Auflistung der SPC-Controller und SPM-Module

  • Menü zum Erstellen, Öffnen und Speichern der Projektdatei: erforderlich für die Initialisierung in TestStand und für API-Funktionen
  • Erzeugt einen Projektkonfigurationsbericht zur Identifizierung und Auflistung aller Komponenten
  • SPC – Controller: SNr., Firmware und HW-ID
  • SPM – Module: konfigurierter Typ (Projektdatei), erkannter Typ, SNr.

8.9Request Builder

Öffnen des Request Builder über das Menü Platform und Fenster des Request Builder mit Baumansicht

  • Integrierte Unterstützung für konfigurierte Module
  • Zeigt alle möglichen Befehle und Optionen
  • Einfaches Erstellen von Befehlsstrings
  • Kopieren in die Zwischenablage in verschiedenen Formaten
  • Baumansicht aller konfigurierten Mainframes und ihrer belegten (eingerichteten) Steckplätze
  • Für jeden Steckplatz sind alle möglichen Optionen und Funktionsgruppen sichtbar

Request Builder: Auswahl von Steckplatz, Funktionsgruppe und Befehl, Ausfüllen der Parameter

  1. Wählen Sie Steckplatz und Funktionsgruppe aus; wählen Sie einen verfügbaren Befehl inkl. Kurzbeschreibung
  2. Befehl & Parameter; ändern Sie die Array-Größe über die rechte Maustaste
  3. Füllen Sie die Parameter mit verfügbaren Ressourcen; Befehls- & Parameterstring

Request Builder: Ausführen eines Befehls und Kopieren in die Zwischenablage in verschiedenen Formaten

  1. Führen Sie den Befehl direkt und sofort auf einem verbundenen Mainframe aus
  2. Kopieren Sie den Befehl in verschiedenen Formaten in die Zwischenablage, um ihn einfach und sicher in andere SW zu übertragen:
"/SP1200_0/3/Relay", "Switch", "LC1,LC1-SENSE1,LC4,True,False,True"

8.10Dokumentation

Dokumentationsanzeige der Switching Platform mit Datenblättern, Versionshistorie und API-Dokumentation

  1. Öffnen Sie die Dokumentation: Help - Documentation
  2. Zeigen Sie Datenblätter & Versionshistorie an
  3. Baumansicht der API-Klassen & -Methoden
  4. Syntaxbeschreibung der Methoden & ihrer Parameter
Kapitel 9

TestStand-Integration

9.1Switching Platform initialisieren

Um eine Switching Platform zu initialisieren, verwenden Sie den dotNET Adapter und fügen Sie einen Action-Step ein:

  • Navigieren Sie zur „SwitchingPlatform.dll“ (Installationsordner)
  • Wählen Sie als Root Class „IRS.SwitchingPlatform.SwitchingPlatform“
  • Wählen Sie als .NET Invocation „SwitchingPlatform()“ (Konstruktor für das Objekt der Switching Platform)
  • Speichern Sie die Objektreferenz in einer Variablen

TestStand-Step-Einstellungen für Create Switching Platform mit der .NET Invocation SwitchingPlatform()

9.2Verbindung zum SP-Mainframe / Rack herstellen

  • Verwenden Sie den dotNET Adapter, fügen Sie einen Action-Step ein und navigieren Sie zur „SwitchingPlatform.dll“
  • Wählen Sie als Root Class „IRS.SwitchingPlatform.SwitchingPlatform“ und als .NET Invocation „Use Existing Object(IRS.SwitchingPlatform.SwitchingPlatform).Connect(System.String, Int32)“
  • Verweisen Sie auf die Variable mit der Objektreferenz der Switching Platform
  • Geben Sie den Pfad zu Ihrer Projektdatei ein (verwenden Sie „\\“ zum Maskieren des Pfads: „C:\\TS\\Project“)
  • Geben Sie das Verbindungs-Timeout ein (empfohlen: „use default“)

TestStand-Step-Einstellungen für Open Connection mit den Parametern projectFile und timeout

9.3Verbindung zum SP-Mainframe / Rack trennen

  • Verwenden Sie den dotNET Adapter, fügen Sie einen Action-Step ein und navigieren Sie zur „SwitchingPlatform.dll“
  • Wählen Sie als Root Class „IRS.SwitchingPlatform.SwitchingPlatform“ und als .NET Invocation „Use Existing Object(IRS.SwitchingPlatform.SwitchingPlatform).Disconnect()“
  • Verweisen Sie auf die Variable mit der Objektreferenz der Switching Platform

TestStand-Step-Einstellungen für Close Connection mit der .NET Invocation Disconnect()

9.4Relais per Request schalten

  • Verwenden Sie den dotNET Adapter, fügen Sie einen Action-Step ein und navigieren Sie zur „SwitchingPlatform.dll“
  • Wählen Sie als Root Class „IRS.SwitchingPlatform.SwitchingPlatform“ und als .NET Invocation „Use Existing Object(IRS.SwitchingPlatform.SwitchingPlatform).Request(System.String, System.String, System.String)“
  • Verweisen Sie auf die Variable mit der Objektreferenz der Switching Platform
  • Geben Sie den Pfad zum gewählten Relais „/192.168.111.0-0/2/Relay/KL30“, den Befehl „Switch“ oder „Read“ und die Parameter ein

TestStand-Step-Einstellungen für Request mit den Parametern path, command und parameters

Dokumente und Downloads

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