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Dokumentation · E-Motor Emulator

E-Motor Emulator

Elektromotor-Emulator für die Inverterprüfung mit aktiver Last

IRS-EME-Schaltschrank, Vordertür mit der Aufschrift E-Maschinen-Emulator und dem IRS-Logo

Kapitel 1

Allgemeine Informationen

1.1Angaben zur Betriebsanleitung

Diese Anleitung ermöglicht den sicheren und effizienten Umgang mit dem IRS EME (aktiver Motoremulator).

Die Anleitung ist Bestandteil des Prüfsystems und muss in unmittelbarer Nähe des Systems jederzeit zugänglich aufbewahrt werden. Das Personal muss diese Anleitung vor Beginn aller Arbeiten sorgfältig durchlesen. Grundvoraussetzung für sicheres Arbeiten ist die Einhaltung aller angegebenen Sicherheitshinweise und Handlungsanweisungen in dieser Anleitung.

Darüber hinaus gelten die örtlichen Unfallverhütungsvorschriften und die allgemeinen Sicherheitsbestimmungen für den Einsatz des Geräts.

Für die Abbildungen in dieser Anleitung und für die verbauten Komponenten gelten die Anleitungen im Anhang.

Das Befolgen der Anweisungen in dieser Anleitung hilft, Gefahren zu vermeiden und die Zuverlässigkeit und Lebensdauer des Geräts zu erhöhen.

Für Folgeschäden übernehmen wir keine Haftung, ebenso wenig für Sach- oder Personenschäden, die durch unsachgemäße Bedienung oder Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise verursacht werden. In solchen Fällen erlischt die Garantie.

Bei Fragen, die diese Anleitung nicht beantwortet, wenden Sie sich bitte an:

IRS Systementwicklung GmbH

Pfaffenthanner Weg 5
D-93179 Brennberg
+49 (0) 94 84 / 95 00 – 0
www.irs.systems

1.2Symbolerklärung

1.2.1Sicherheitshinweise

1.2.2Besondere Sicherheitshinweise

Um auf besondere Gefahren aufmerksam zu machen, werden in Sicherheitshinweisen folgende Symbole verwendet:

1.3Haftungsbeschränkung

Alle Angaben und Hinweise in dieser Anleitung wurden unter Berücksichtigung der geltenden Normen und Vorschriften, des Stands der Technik sowie unserer langjährigen Erkenntnisse und Erfahrungen zusammengestellt.

Der Hersteller übernimmt keine Haftung für Schäden aufgrund von:

  • Nichtbeachtung der Anleitung
  • Fehlanwendung
  • Einsatz von nicht geschultem Personal
  • Eigenmächtigen Umbauten
  • Technischen Veränderungen
  • Verwendung nicht zugelassener Ersatzteile

Der tatsächliche Lieferumfang kann bei Sonderausführungen, der Inanspruchnahme zusätzlicher Bestelloptionen oder aufgrund neuester technischer Änderungen von den hier beschriebenen Erläuterungen und Darstellungen abweichen.

Es gelten die im Liefervertrag vereinbarten Verpflichtungen, die allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie die Lieferbedingungen des Herstellers und die zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen gesetzlichen Regelungen.

Technische Änderungen im Rahmen der Verbesserung der Gebrauchseigenschaften und der Weiterentwicklung behalten wir uns vor.

1.4Ersatzteile

Beziehen Sie Ersatzteile über autorisierte Händler oder direkt beim Hersteller der jeweiligen Komponente.

1.5Kundendienst

Für technische Auskünfte wenden Sie sich an unseren Kundendienst.

Darüber hinaus sind unsere Mitarbeiter stets an neuen Informationen und Erfahrungen interessiert, die sich aus der Anwendung ergeben und zur Verbesserung unserer Produkte beitragen.

Kapitel 2

Sicherheitshinweise

Die folgenden allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen müssen in allen Betriebsphasen dieses Geräts beachtet werden. Die Nichtbeachtung dieser Vorkehrungen oder spezifischer Warnungen und Anweisungen an anderer Stelle in dieser Anleitung verletzt die Sicherheitsstandards für Konstruktion, Herstellung und bestimmungsgemäße Verwendung des Geräts. IRS Systementwicklung GmbH übernimmt keine Haftung, wenn der Kunde diese Anforderungen nicht einhält.

2.1Verantwortung des Betreibers

Das Gerät wird im industriellen Bereich eingesetzt. Der Betreiber unterliegt daher den gesetzlichen Pflichten zur Arbeitssicherheit.

Neben den Sicherheitshinweisen in dieser Anleitung muss der Betreiber die allgemeinen Sicherheits-, Unfallverhütungs- und Umweltschutzvorschriften einhalten. Dabei gilt insbesondere:

  • Der Betreiber muss sich über die geltenden Arbeitsschutzbestimmungen informieren und in einer Gefährdungsbeurteilung zusätzlich Gefahren ermitteln, die sich aus den speziellen Bedingungen am Einsatzort ergeben können. Diese muss er in Form von Betriebsanweisungen für den Betrieb des Geräts umsetzen.
  • Der Betreiber muss die Zuständigkeiten für Installation, Bedienung, Wartung und Reinigung eindeutig regeln und festlegen.
  • Der Betreiber muss sicherstellen, dass alle Mitarbeiter, die mit dem Gerät umgehen, die Betriebsanleitung gelesen und verstanden haben. Darüber hinaus muss er das Personal regelmäßig schulen und über die Gefahren informieren.
  • Der Betreiber muss die erforderliche persönliche Schutzausrüstung bereitstellen.
  • Weiterhin ist der Betreiber dafür verantwortlich, dass sich das Gerät stets in einwandfreiem Zustand befindet. Daher gilt Folgendes:
  • Der Betreiber muss sicherstellen, dass die in dieser Anleitung beschriebenen Wartungsintervalle eingehalten werden.
  • Der Betreiber muss alle Sicherheitseinrichtungen regelmäßig auf Funktionsfähigkeit und Vollständigkeit prüfen.

2.2Qualifikation des Personals

Personal (gemäß BGV A 3)

  • Anlagenverantwortlicher ist eine Person, die beauftragt ist, die Verantwortung für die elektrische Anlage zu übernehmen. Erforderlichenfalls kann diese Verantwortung teilweise auf andere Personen übertragen werden.
  • Elektrofachkraft ist eine Person, die aufgrund ihrer Fachkenntnisse, Erfahrungen und Kenntnisse der entsprechenden Aufgaben in der Lage ist, mögliche Gefahren einzuschätzen.
  • Elektrotechnisch unterwiesene Person ist eine Person, die durch eine Elektrofachkraft über die ihr übertragenen Aufgaben und die möglichen Gefahren bei unsachgemäßem Verhalten unterrichtet, erforderlichenfalls angelernt und über die notwendigen Schutzeinrichtungen und Schutzmaßnahmen belehrt wurde.

2.3Bestimmungsgemäße Verwendung

Der aktive Motoremulator EME ist ausschließlich für den hier beschriebenen Verwendungszweck konzipiert und konstruiert:

Prüfung von Invertern, nicht ausschließlich, aber hauptsächlich für Anwendungen der Elektromobilität wie Traktionsinverter von Elektrofahrzeugen. Der Prüfling (DUT) kann unter bestimmten Bedingungen wie Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Vibration, Salznebel oder anderen betrieben werden. Der Emulator selbst wird in Industrieanlagen bei Raumtemperatur und normaler Luftfeuchtigkeit ohne Umweltbelastung betrieben.

Der Emulator erfüllt folgende Funktionen:

  • Simulation des elektrischen Systems des Fahrzeugs aus Sicht des Prüflings:
    • Motorphasen
    • Batterieversorgung (in Kombination mit einem externen DC-Netzteil)
    • Eingangssignale des Positionssensors (z. B. SIN/COS oder Resolver)
  • Überwachung der Spannungen und Ströme, die am Prüfling anliegen oder von ihm ausgegeben werden
  • Bereitstellung von Messdaten für das Gesamtsystem.

2.4Fehlanwendung

Jede andere als die unter „Bestimmungsgemäße Verwendung“ festgelegte oder darüber hinausgehende Verwendung gilt als Fehlanwendung! Ansprüche jeglicher Art wegen Schäden aus Fehlanwendung sind ausgeschlossen. Für alle Schäden aus Fehlanwendung haftet der Betreiber.

2.5Besondere Gefahren

Die folgenden Sicherheitshinweise und die Warnhinweise in den weiteren Kapiteln dieser Anleitung sollten beachtet werden, um Gesundheitsgefahren zu reduzieren und gefährliche Situationen zu vermeiden

2.6Verhalten in Notfällen und bei Unfällen

Vorbeugende Maßnahmen

  • Seien Sie stets auf Unfälle oder Feuer vorbereitet!
  • Halten Sie Erste-Hilfe-Ausrüstung (Verbandskasten, Decken usw.) und Feuerlöscher griffbereit.
  • Machen Sie das Personal mit Unfallmeldung, Erste-Hilfe-Ausrüstung und Rettungsmaßnahmen vertraut.
  • Halten Sie Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge frei.

Maßnahmen bei Unfällen

  • Lösen Sie den Not-Halt aus.
  • Leiten Sie Erste-Hilfe-Maßnahmen ein.
  • Bergen Sie Personen aus der Gefahrenzone.
  • Informieren Sie den Verantwortlichen vor Ort.
  • Alarmieren Sie den Rettungsdienst.
  • Halten Sie Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge frei.
Kapitel 3

Technische Einführung

3.1Prüfaufbau für Inverter

Das folgende Blockschaltbild gibt einen Überblick über einen typischen Prüfaufbau für Inverter aus Sicht eines einzelnen Prüflings (DUT):

Blockschaltbild eines Inverter-Prüfaufbaus: Inverter mit Controller, HV-Batterie, Fahrzeugversorgung, Sensoren, Kommunikation, Synchronmotor, Positionssensor und Wasserkühlung

Das zentrale Element im Bild ist der Inverter, der Prüfling (DUT), der elektrisch verbunden ist mit:

  • Spannungsversorgungen, Kommunikationsschnittstellen, verschiedenen Sensoren
  • der HV-Batterie
  • dem Elektromotor über typischerweise 3 Motorphasen
  • und dessen Positionssensor
  • Bei Invertern für Leistungsbereiche von mehreren Kilowatt wird in der Regel eine Wasserkühlung eingesetzt.

Die gelb markierten Teile werden durch die aktive Motorlast IRS EME abgedeckt:

  • Synchronmotor
  • Positionssensor
  • und teilweise die HV-Batterie in Kombination mit einem Standard-DC-Netzteil.

3.2Prüfansätze für die Motorlast

3.2.1Klassisch mechanisch gekoppelte Motoren, passive Last, High-End-Motoremulator

Zur Simulation des Motors sind grundsätzlich verschiedene Ansätze gebräuchlich:

  • Simulation einer einfachen passiven Last
  • Betrieb eines realen Motors, mechanisch gekoppelt mit einer weiteren Motor-Inverter-Kombination
  • High-End-Motorsimulatoren

Die folgende Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile dieser Aufbauten:

Passive SpuleAktiver Motorsimulator – volle GrößeMechanisch gekoppelte Motoren
(+) Sehr kostengünstig(–) Sehr hoher Preis(–) Sehr hoher Preis
(+) Kleiner Aufbau(–) Platzintensiver Aufbau(–) Platzintensiver Aufbau
(+) Voller Phasenstrom(+) Voller Phasenstrom(+) Voller Phasenstrom
(–) Nur Blindstrom in den Phasen(+) Simulation realer Phasenströme(+) Simulation realer Phasenströme
(–) Keine Rekuperation(+) Rekuperation möglich(+) Rekuperation möglich
(o) Geringe DC-Ströme(o) Realer DC-Strom aus der Batterie(o) Realer DC-Strom aus der Batterie

3.2.2Aktive Motorlast IRS EME als Zwischenlösung

Die aktive Motorlast IRS EME ist eine Lösung, die die Vorteile von High-End-Motorsimulatoren in voller Größe mit den Vorteilen der passiven Spule verbindet und dabei das Konzept einfach, zuverlässig und kostengünstig hält.

Aktiver Motorsimulator – IRS
(o) Kostengünstig
(+) Kleiner Aufbau
(+) Voller Phasenstrom
(+) Simulation realer Phasenströme
(+) Rekuperation möglich
(+) Realer DC-Strom, aber geringe Leistung

Um einen realen Lastzustand zu simulieren, muss die induzierte Spannung des Elektromotors gemäß dem Ersatzschaltbild eines Motors erzeugt werden:

Ersatzschaltbild: HV-Versorgung, Inverter mit Zwischenkreiskondensator und Motor-Ersatzschaltbild mit Phaseninduktivitäten, Widerständen und induzierten Spannungsquellen

Spannungsquellen für hohe Leistungen sind häufig ebenfalls Schaltnetzteile, wobei eine gute Energierückspeisung notwendig ist, um einen kompakten und kostengünstigen Aufbau zu erreichen.

3.3Grundlegendes Funktionsprinzip des IRS EME

Das folgende Bild zeigt den grundlegenden Aufbau des IRS-Elektromotor-Emulators für einen Dreiphasen-Inverter als Prüfling (DUT):

Grundprinzip: HV-Versorgung 5...30 kW speist den Inverter (DUT), über drei Phasendrosseln und den Zwischenkreis mit dem IRS-Motorsimulator gekoppelt

Das Konzept beruht auf der Idee, zwei Inverter direkt miteinander zu koppeln und gegeneinander laufen zu lassen – sowohl die drei Phasen als auch der Zwischenkreis (DC-Link) sind direkt gekoppelt. Als Batteriesimulator kann ein Standardnetzteil verwendet werden. Bei entsprechender Ansteuerung des Motorsimulators fließt der Phasenstrom vom Prüfling über die Phasendrosseln zum Simulator und über den Zwischenkreis zurück zum Prüfling und umgekehrt.

Somit wird der Zwischenkreis des Prüflings mit einem realistischen Strom belastet. Da die Energie jedoch zwischen den beiden Invertern fließt, muss die Batteriesimulation nur die Energie für die Verluste des Gesamtsystems bereitstellen. Dies ist einer der wichtigsten Vorteile: Es kann ein relativ kleines Netzteil ohne Energierückspeisung ins Netz verwendet werden. Mit einem Netzteil von nur 20 kW

  • können 250 kW bei 500 V DC-Spannung simuliert werden,
  • können 350 kW bei 850 V DC simuliert werden.

Die Standardvariante des Emulators kann Spannungen bis 1000 V verarbeiten, wodurch noch höhere Leistungsbereiche simuliert werden können. In den meisten Aufbauten bestimmen drei grundlegende Sollwerte den Betrieb:

  • Der EME erzeugt die induzierte Spannung des Motors.
  • Der Prüfling befindet sich im Stromregelungsmodus und bestimmt das auf den Motor aufgebrachte Drehmoment.
  • Der EME gibt die Drehzahl über das Signal des Positionssensors vor.

In diesem Dokument beziehen wir uns überwiegend auf den Spannungsbereich bis 1000 V, da dieser vom IRS EME in der Standardausführung abgedeckt wird. Inzwischen sind verschiedene verkleinerte Varianten erhältlich, die in späteren Kapiteln erläutert werden. Das Grundprinzip ist jedoch für alle Varianten des IRS EME gleich.

Kapitel 4

EME-Übersicht

4.1EME-Übersicht

Jeder einzelne EME deckt ein 3-Phasen-System ab. Zwei identische EME können optional kombiniert werden, um einen 6-Phasen-Motor zu simulieren, wobei ein System als Master und eines als Slave arbeitet.

4.2Leistungsteil

Jede aktive Motorlast IRS EME enthält einen 3-phasigen Zweipunkt-Inverter, wobei unterschiedliche Technologien eingesetzt werden:

  • VARIS-Versionen: IGBT (Standardgerät)
  • SiC-Version: SiC-MOSFET (in Entwicklung)

Für unterschiedliche Inverterarten sind verschiedene Varianten erhältlich:

4.2.1HV-Versionen, IGBT-basiert

Parameter/TypVARIS IVARIS IIVARIS III
UDC [V]40...100040...100040...1000
Phasenstrom dauerhaft [A] @ 450 V @ 8 kHz PWM400600600
Phasenstrom 5 Sekunden [A] @ 450 V @ 8 kHz PWM600650650
Phasenstrom dauerhaft [A] @ 850 V @ 8 kHz PWM200400600
PWM-Frequenz [kHz]4…124…124…12

Der maximale Strom hängt von der angelegten DC-Spannung und der Schaltfrequenz ab. Das folgende Diagramm veranschaulicht die Abhängigkeit am Beispiel des VARIS III:

3D-Diagramm: maximaler AC-Strom des VARIS III in Abhängigkeit von Schaltfrequenz und DC-Spannung

4.3Positionssensor

4.3.1SIN/COS-Generator

Standardmäßig ist der IRS EME mit einem 8-Kanal-SIN/COS-Signalgenerator zur Simulation von AMR/GMR-Positionssensoren ausgestattet.

Die folgenden Bilder veranschaulichen die typischen Signalpegel in Abhängigkeit von der aktuellen Position in Grad. Zur besseren Übersicht sind pro Bild nur 4 Signale dargestellt. Das erste zeigt die nicht invertierten SIN- und COS-Signale für GMR und AMR (bitte beachten Sie, dass einige Inverter nur die GMR-Signale verwenden):

Signalpegel von GMR_SINp, GMR_COSp, AMR_SINp und AMR_COSp über der Position

GMR-Signale synchron zur mechanischen Drehzahl:

Signalpegel von GMR_SINp, GMR_SINn, GMR_COSp und GMR_COSn über der Position

AMR-Signale synchron zur DOPPELTEN mechanischen Drehzahl:

Signalpegel von AMR_SINp, AMR_SINn, AMR_COSp und AMR_COSn über der Position, doppelte Frequenz

4.3.2Resolver-Simulation

Optional kann ein zusätzliches Modul eingesteckt werden, um Resolver-Positionssensoren zu simulieren.

Resolversignale R, S1 und S2 über dem Drehwinkel und Resolverprinzip mit Erregerwicklung R und Ausgangswicklungen S1 und S2

Alle Ein- und Ausgänge sind durch Transformatoren galvanisch getrennt, wie es auch bei realen Resolversensoren der Fall ist:

  • Eingang Erregersignal + und -: wird vom Prüfling erzeugt (typ. 10 kHz)
  • Ausgang SIN + und SIN –: vom Resolversimulator moduliert, wird an den Prüfling zurückgeführt
  • Ausgang COS + und COS –: vom Resolversimulator moduliert, wird an den Prüfling zurückgeführt

4.4EME-Komponenten und Standard-IP-Adressen der Geräte

Es gibt im Wesentlichen zwei Komponenten der Messausrüstung, die über Ethernet angesprochen werden müssen. Diese sind:

  • EME-Steuerplatine
  • EME-Schalt- und Kühlsteuerung

Grundsätzlich kann jede beliebige IP-Adresse konfiguriert werden, bei Auslieferung sind jedoch die folgenden Standard-IP-Adressen eingestellt:

GerätID / IP-AdresseBemerkungen
EME-Steuerplatine192.168.222.5Dieses Gerät enthält die zentrale Embedded-Software des EME
EME Switch & Cool192.168.222.11Controller zur Steuerung von DC- und Entladerelais, Lüfter und Kühlpumpe

Wird der EME in einem System mit mehreren Prüflingen eingesetzt, werden die Zahlen in der IP-Adresse für jeden Prüfplatz hochgezählt.

4.5Messungen

4.5.1Spannungen, Ströme und Timing

Die folgenden Messungen werden von der aktiven Motorlast EME durchgeführt:

Messübersicht: Inverter (DUT), Kabelbaum und Tester mit EME-Leistungselektronik, HV-Versorgung, Ausgang Sicherheitsspannung 4...20 mA, Messpunkte für Strom (I) und Spannung (V) und optionaler Erreger für SSM

Alle gelb markierten Messungen werden von der EME-Steuerplatine durchgeführt und können über die LabVIEW-Bibliothek per Ethernet ausgelesen werden. Diese Signale werden mit einer Abtastrate von 100 kS/s abgetastet:

  • 3x Phasenstrommessung (±1000 A)
  • 1x HV-DC-Spannungsmessung (0…1000 V)
  • 1x HV-Strommessung zum Prüfling (±600 A)
  • 1x HV-Strommessung vom HV-Netzteil (±200 A)
  • 1x Erregerstrommessung (optional) (±50 A)

Die Spannungsmessung nach dem DC-Hauptrelais wird üblicherweise sowohl von der Sicherheitsschaltung ausgewertet, um zu erkennen, ob am Prüfling eine gefährliche Spannung anliegt, als auch von optionaler zusätzlicher Messausrüstung. Der EME enthält einen Spannungsmessumformer mit einstellbarem Ausgangssignal, grün markiert. Standardmäßig werden 4…20 mA ausgegeben, die der HV-Spannung am Prüfling von 0…1000 V entsprechen.

Schließlich wird das PWM-Timing der Motorphasen U, V, W mit einer Auflösung von 50 ns überwacht.

4.5.2EME-interne Temperaturen

Die folgenden internen Temperaturen werden mit einer Abtastrate von ca. 5 S/s überwacht.

Temperatursensoren im EME-Schaltschrank: IGBTs, Drosseln, optionaler Erreger, Wärmetauscher mit Kühlwasserzulauf und -ablauf, Controller EME Switch & Cool

Die Temperaturen müssen unter den folgenden Maximalwerten bleiben:

Gemessen vonSensorBeschreibungMaximale Temperatur [°C]
EME-SteuerplatinePT100Kühlkörper des Leistungsteils50
EME-SteuerplatineIGBT_UIGBT Phase U (nahe am Kühlkörper)65
EME-SteuerplatineIGBT_VIGBT Phase V (nahe am Kühlkörper)65
EME-SteuerplatineIGBT_WIGBT Phase W (nahe am Kühlkörper)65
EME-SteuerplatineChoke_UKoppelinduktivität Phase U80
EME-SteuerplatineChoke_VKoppelinduktivität Phase V80
EME-SteuerplatineChoke_WKoppelinduktivität Phase W80
EME-SteuerplatineExciterOptionaler Erregerwiderstand für SSM70
EME-SteuerplatineH2O_InKühlwasserzulauf40
EME-SteuerplatineH2O_OutKühlwasserablauf60
Switch & coolT VARIS 1Kühlkörper des Leistungsteils als Referenz für die Kühlungsregelung50
Switch & coolT_VARIS 2 / T_ExciterBei vorhandenem Erreger -> Erregerwiderstand, alternativ zweiter T_VARIS

4.5.3EME-Kühl- und Schaltsteuerung

Die folgenden Messungen und Steuerungen werden von der Schalt- und Kühleinheit des EME (Switch & Cool) durchgeführt.

Controller EME Switch & Cool mit Relais, Temperatursensoren, Durchflusssensor, Lüfter und Kühlpumpe des Wärmetauschers

Abhängig von T_VARIS und T_Exciter wird die Kühlpumpe automatisch aktiviert und geregelt

4.6EME-Kommunikation

4.6.1Ethernet

Gigabit-Ethernet ist die zentrale Kommunikationsschnittstelle, die über die mitgelieferte LabVIEW-Bibliothek zugänglich ist.

4.6.2CAN

Physisch vorhanden, derzeit jedoch nicht in der Software implementiert.

4.7Synchronisation

Im Normalbetrieb synchronisiert der EME seine Ausgangsstufe mit den Schaltparametern des Prüflings. Das folgende Kapitel beschreibt diesen Synchronisationsmechanismus.

Auto-Synchronisation!

4.8Sicherheitsschnittstelle

4.8.1Standardschnittstelle mit externer Sicherheitssteuerung

Die folgende Abbildung veranschaulicht die Sicherheitsschnittstelle:

Sicherheitsschnittstelle des EME: Türkontakte, Übertemperaturschalter der Entladung, Rückmeldung der Entladung, interne und externe Entladesteuerung mit Entladewiderstand zwischen HV+ und HV-

Eine externe Sicherheitssteuerung MUSS die folgenden Funktionen umsetzen:

  • Sie MUSS die externe -Versorgung sofort abschalten bei
    • EME-Tür offen
    • EME-Übertemperatur der Entladung
    • EME-Entladung aktiv
  • Die EME-Entladung MUSS DEAKTIVIERT werden, wenn:
    • die HV-Versorgung eine Spannung > 20 V anlegt
  • Die EME-Entladung MUSS aktiviert werden bei
    • jedem Fehler
    • ABER nur, wenn die HV-Versorgung abgeschaltet ist.

Die folgende Tabelle veranschaulicht die verschiedenen Situationen, wobei das Steuersignal der Entladung invertiert ist:

Die externe Sicherheitssteuerung MUSS setzenHV-VersorgungExternes Steuersignal der Entladung
Im Fall des folgenden Status
EME-Tür offenAUSAUS
EME-Übertemperatur der EntladungAUSAUS
Interne EME-Entladung aktiv (angezeigt durch das Signal „Discharge feedback“)AUSEIN oder AUS; Entladung bereits durch den EME aktiviert
Externe Entladesteuerung aktivAUSEIN (keine Entladung)
HV-Spannung > 20 V angelegtEINEIN (keine Entladung)
Isolationsfehler (unabhängige Überwachung, nicht im EME integriert)AUSAUS

Gängige Sicherheitssteuerungen arbeiten mit 24 VDC. Das externe Steuersignal der Entladung sollte mit 24 VDC angesteuert werden. Siehe die folgenden Kapitel zu den elektrischen Parametern und zur Pinbelegung der Steckverbinder.

Spannungswandler zwischen HV DC+ und HV DC- des Inverters (DUT) mit Analogausgang 4...20 mA zur Sicherheitssteuerung

Darüber hinaus ist ein Spannungswandler integriert, den die Sicherheitssteuerung zur Überwachung der Spannung am Prüfling nutzen kann, um Türen zu verriegeln, wenn Spannungen > 50 V anliegen.

Standardmäßig gibt der Spannungswandler 4…20 mA aus, was 0…1000 V am Ausgang zum Prüfling entspricht.

4.8.2Isolationswächter

Ein Isolationswächter (z. B. Bender ISO-685) ist notwendig, um die Isolation von HV+ und HV- gegen Erde zu überwachen, da für die Inverterprüfung üblicherweise ein IT-Netz aufgebaut wird.

In der Standardkonfiguration sind HV-Versorgung und Isolationswächter nicht in den Emulator integriert. Ist die HV-Versorgung jedoch in den Emulatorschrank integriert, ist die Isolationsüberwachung Teil des IRS-Systems und muss von einer integrierten Sicherheitssteuerung geprüft werden.

4.8.3Integrierte Sicherheitssteuerung

Eine Sicherheitssteuerung kann je nach Kundenanforderungen integriert werden. Dies wird üblicherweise umgesetzt, wenn die HV-Versorgung in den Emulatorschrank integriert ist.

Es gibt verschiedene Optionen für Sicherheitssteuerungen:

  • PILZ PNOZ Multi II
  • Sicherheitsmodule Siemens ET200 mit externer CPU
  • Sicherheitssteuerung von Wieland.
  • …

Verschiedene Optionen können individuell besprochen und integriert werden. Beispiele finden Sie in den folgenden Bildern:

4.8.4Beispiel: Sicherheitssteuerung von PILZ oder Wieland

Tritt eines der Sicherheitsereignisse ein, wird die HV-Versorgung sofort sicher abgeschaltet und die Taste „Reset“ auf der linken Seite blinkt blau. Ein einzelnes Ereignis bleibt gespeichert, bis der Anwender es durch Drücken der Taste „Reset“ quittiert. Das System verbleibt im sicheren Zustand, bis der Anwender die Taste „Reset“ drückt.

Liegt das Sicherheitsereignis nicht mehr an, wird die HV-Versorgung nach dem Quittieren mit der Taste „Reset“ wieder freigegeben.

An den Anzeigen der Sicherheitssteuerung kann der Anwender den aktuellen Status der Sicherheitssteuerung ablesen; die Eingänge bedeuten Folgendes:

Beschriftung der Eingänge I1 bis I16 der Sicherheitssteuerung: Rückmeldung Regatron, Isolationsüberwachung, Türschalter, EME-Interlock, Temperaturschalter, Not-Halt, Reset, Rückmeldung Logo und Hilfseingänge

Am Emulatorschrank kann eine Signalleuchte montiert werden, die folgende Situationen anzeigt:

  • Grün: kein Fehler, keine HV-Spannung -> der Prüfling kann gefahrlos gehandhabt werden
  • Rot: kein Fehler, HV-Spannung > 20 V -> Prüfling NICHT berühren
  • Orange: Fehler (z. B. Not-Halt, Isolationsfehler, Tür offen, …)

Eine übergeordnete Sicherheitssteuerung kann verwendet werden, um bei anliegender Spannung die Türen zu verriegeln. Diese Funktion kann bei Bedarf von IRS integriert werden.

EME-Schaltschrank mit HV-Signalleuchte, integrierter Sicherheitssteuerung und integrierter HV-Versorgung

4.8.5Beispiel: Sicherheitstechnik Siemens ET200

Integrierte ET200

Bei ET200 muss eine externe Siemens-SPS-CPU zur Umsetzung des Sicherheitsprogramms verwendet werden. IRS stellt einen Beispielcode zur Verfügung, der für die Integration in die SPS-CPU verwendet werden kann.

Integrierte HV-Versorgung

Bitte beachten Sie, dass bei dieser Version der Integrator der SPS-Software für die Sicherheit des Systems verantwortlich ist. D. h., die sichere Abschaltung in jeder Fehlersituation muss vom Integrator umgesetzt werden.

Geöffneter EME-Schaltschrank mit integrierter ET 200 und integrierter HV-Versorgung

Kapitel 5

Technische Daten

5.1Typenschild

Typenschild: IRS Systementwicklung GmbH, Typ EME cabinet LDSA GEN6 Inverter, Ursprungsland Deutschland, Herstellungsdatum 2023, Stromversorgung 200..240VAC 6,3A 50Hz, Leistungsaufnahme 0,8kVA, CE, IP20

5.2Allgemeine Daten

BezeichnungVarianteWertEinheit
EME 1x 3-phasig (B x T x H)1x VARIS II800 x 900 x 2050mm
EME 2x 3-phasig (B x T x H)2x VARIS III1200 x 900 x 2050mm
Gewicht ca.1x VARIS II / 2x VARIS III500 / 800kg

5.3Betriebsbedingungen

BezeichnungWertEinheit
Temperaturbereich5-35°C
Relative Luftfeuchtigkeitmax. 31 °C: 80%
Relative Luftfeuchtigkeitmax. 40 °C: 50%
Relative LuftfeuchtigkeitKeine Kondensation
Aufstellungin trockenen Laborräumen
Höhe über dem Meeresspiegelmax. 2000m

5.4Versorgungsanschlüsse

Komponente des PrüfsystemsBezeichnungWertEinheit
AC-EingangVersorgungsspannung100…240VAC
AC-EingangVersorgungsfrequenz50/60
Elektronikversorgung des PrüfsystemsMax. Strom6AAC
Elektronikversorgung des PrüfsystemsMax. StromTyp. 0,5kVA
DC-VersorgungDC-Versorgungsspannung0…1000VDC
DC-VersorgungDC-Versorgungsstrom (abhängig vom Anwendungsfall)-150…150AAC
Kapitel 6

Anschlussübersicht

6.1Anschlussübersicht

Die folgende Abbildung veranschaulicht die Verbindungen, die vom und zum EME hergestellt werden müssen. Diese sind:

  • Verbindungen zum übergeordneten Prüfsystem (linke Seite im Bild).
  • Verbindungen zum Inverter als Prüfling (rechte Seite).

Anschlussübersicht: Prüfsystem und Infrastruktur (Automatisierungssystem, Sicherheitssteuerung, HVDC-Versorgung, Kühlinfrastruktur) links, EME in der Mitte, Prüfling (Inverter) mit Positionssensor, Motorphasen, HV-DC und Erregerausgang rechts

6.2Wasserkühlung

Die aktive Motorsimulation verwendet eine Wasserkühlung.

Empfohlen wird eine Vorlauftemperatur von ca. 15 °C (10…25 °C). Halten Sie das Kühlwasser sauber; Filter werden empfohlen, um Rückstände im Wärmetauscher zu vermeiden, die die Kühlleistung verringern.

Ein Durchflussbegrenzer sollte eingebaut werden, um den Wasserdurchfluss festzulegen. Die Durchflussmenge hängt von der mittleren Leistung und der Spitzenleistung ab. Typische Werte sind 5…30 l/min. Bitte überwachen Sie die EME-Temperaturen wie in EME-interne Temperaturen dargestellt.

Stellen Sie sicher, dass Kühlwasser nur bei Bedarf zugeführt wird, um die Menge an Kondenswasser zu verringern.

Kühlwasseranschlüsse mit Vorlauf und Rücklauf

6.3Anschlüsse zum Prüfsystem

Für einen ordnungsgemäßen Betrieb benötigt die aktive Motorlast Verbindungen zum übergeordneten Prüfsystem. Die Abbildung in Anschlussübersicht zeigt die Anschlüsse zum Prüfsystem auf der linken Seite, wobei rot markierte Leitungen gefährliche Spannungen führen. Die blau markierten Linien entsprechen den Kühlschläuchen.

Die Anschlüsse sind so weit wie möglich mit modularen Harting-Steckverbindern ausgeführt, um sicherzustellen, dass keine falschen Verbindungen hergestellt werden können. Darüber hinaus können dieselben Steckverbinder für verschiedene internationale Normen verwendet werden. Die Gegenstecker werden zusammen mit dem System geliefert.

Alle Anschlüsse befinden sich oben am Schaltschrank.

Anschlüsse oben am EME-Schaltschrank: Ethernet, HVDC-Eingang, Sicherheit und Elektronikversorgung

Sicherheit + Elektronikversorgung

6.3.1HV-DC vom Netzteil

Für den Anschluss an das HVDC-Netzteil wird der folgende Harting-HAN-Steckverbinder verwendet.

Die Pinbelegung ist wie folgt:

  • Pin1 HVDC**+**
  • Pin2 HVDC**-**

Sowohl Stecker als auch Buchse sind gegen direktes Berühren geschützt. Dies ist notwendig, da die Pufferkondensatoren der aktiven Last auch im abgesteckten Zustand geladen sein können.

Der Steckverbinder ist für 200 A/1 kVDC ausgelegt. Verwenden Sie daher ein Netzteil unterhalb dieser Bemessungswerte.

Harting-HAN-Steckverbinder für die HVDC-Versorgung

6.3.2Sicherheit und Elektronikversorgung

Für den Anschluss an die Elektronikversorgung und die Sicherheitsschnittstelle wird der folgende Harting-HAN-Steckverbinder verwendet. Die Pinbelegung ist wie folgt:

Pinbelegung des Steckverbinders für Sicherheit und Elektronikversorgung: Modul A Pins 1-3 L1 (Außenleiter 230 V), N (Neutralleiter 230 V), PE (Schutzleiter); Modul B Pins 1-5 Tür- und Temperaturschalter, 6/9 Entladerelais 24 V (Polarität beachten), 10/11 Spannungswandler zur Messung der Prüflingsspannung 4...20 mA -> 0...1000 V, 16/17 Rückmeldung der Entladung; Foto des Steckverbinders und Schema der Sicherheitsschnittstelle

Auf der rechten Seite ist die Funktion der Sicherheitsschnittstelle dargestellt, sowohl für die Schalter als auch für den Analogausgang zur Messung der Prüflingsspannung.

Spannungswandler zwischen HV DC+ und HV DC- des Inverters (DUT) mit Analogausgang 4...20 mA zur Sicherheitssteuerung

6.3.3Ethernet-Kommunikation

Verwenden Sie das Ethernet-Kabel mit RJ45-Stecker für die Kommunikation mit einem Windows-PC.

6.3.4CAN-Kommunikation

Derzeit nicht in der Software umgesetzt.

6.4Anschluss des Prüflings

Nachdem die internen Verbindungen des Prüfsystems hergestellt sind, muss die Verdrahtung zum Prüfling hergestellt werden. Die Abbildung in Anschlussübersicht zeigt die Anschlüsse zum Prüfling auf der rechten Seite, wobei rot markierte Leitungen gefährliche Spannungen führen. Die blau markierten Linien entsprechen den Kühlschläuchen.

6.4.1Positionssensor-Simulation

SIN/COS-Simulation

PinSignalPinSignal
1GMR_SIN_P7AMR_COS_P
2GMR_SIN_N8AMR_COS_N
3GMR_COS_P9--
4GMR_COS_N10--
5AMR_SIN_P11--
6AMR_SIN_N12GND

Steuerplatine mit dem Sin/Cos-Steckverbinder, Pins 1 bis 12

Eine Funktionsbeschreibung finden Sie unter SIN/COS-Generator

Resolver-Simulation

PinSignal
1SIN+
2SIN-
3COS+
4COS-
5EXC+
6EXC-

Steuerplatine mit dem Resolver-Steckverbinder, Pins 1 bis 6

Eine Funktionsbeschreibung finden Sie unter Resolver-Simulation

6.4.2Anschluss der 3 Motorphasen, HV-DC und des optionalen Erregers an den Prüfling

Motorphasen, HV-DC-Versorgung und Erregerleitungen werden gemäß dem folgenden Bild angeschlossen. Vorzugsweise werden die Kabel mit den folgenden Beschriftungen gekennzeichnet, um Verwechslungen auszuschließen:

  • U V W
  • DC+ DC-

Stromschienen für den Anschluss des Prüflings: Motorphasen U1, V1, W1 und HV-Versorgung Prüfling HVDC 1+ und HVDC 1-

Bringen Sie immer Schirmklemmen und Zugentlastungen ähnlich wie im folgenden Bild an:

Motorphasenkabel mit EMV-Schirmklemmen und Zugentlastung an der Schirmschiene

Da es bei drei Prüflingen mehrere Leitungen gibt, ist es sinnvoll, die Leitungen zusätzlich mit DUT1, DUT2, DUT3 zu kennzeichnen.

Zusätzlich zur EMV-Schirmklemme muss im unteren Bereich der Schirmschiene eine Zugentlastung montiert werden. Das gleiche Vorgehen mit Schirmklemmen und Zugentlastung gilt für die Erregeranschlüsse.

6.4.3EMV-Aspekte

Da der Inverter (Prüfling) eine Quelle elektrischer Störungen sein kann, müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Emissionen des Prüflings zu reduzieren. Die meisten Emissionen werden über die Motorphasenkabel abgestrahlt. Daher ist besondere Sorgfalt geboten bei:

  • ordnungsgemäßer Schirmung der Motorphasen-, HV-DC- und Erregerkabel
  • ordnungsgemäßer Erdung von Prüfling und Prüfsystem.
  • Positionierung der Leistungs- und Signalkabel

Beim Betrieb des Systems ist es entscheidend, dass alle Leistungskabel an BEIDEN Enden ordnungsgemäß geschirmt sind, d. h.

  • am Emulatoranschluss
  • am Gehäuse des Prüflings

Verwenden Sie Schirmklemmen an den Emulatoranschlüssen:

EMV-Schirmklemmen an den Emulatoranschlüssen

Stellen Sie sicher, dass alle Schirme der Leistungskabel über Metallverschraubungen ordnungsgemäß mit dem Gehäuse des Prüflings verbunden sind:

Um sicherzustellen, dass das Gehäuse des Prüflings eine ordnungsgemäße Erdverbindung hat, stellen Sie eine zusätzliche Erdungsleitung zu einem guten Erdpotential her.

Separate Erdungsleitung zwischen Gehäuse des Prüflings und EME-Masse, auf EME-Seite zusätzlich mit einem guten Erdpotential verbunden

Ordnungsgemäße Erdung des Prüflingsgehäuses; Abstand zwischen Signalkabeln (schwarz) und Leistungskabeln (orange) einhalten

Halten Sie außerdem möglichst großen Abstand zwischen Signalkabeln und Leistungsleitungen, um gegenseitige Beeinflussung zu reduzieren. Wenn nicht genügend Platz vorhanden ist, vermeiden Sie eine parallele Verlegung und bevorzugen Sie eine rechtwinklige Anordnung.

Kapitel 7

Einschalten

7.1Einschalten

Stellen Sie sicher, dass die 230-V-Elektronikversorgung anliegt. Nach dem Einschalten benötigt die Elektronik ca. 2 Minuten für den Bootvorgang. Danach kann die HV-DC-Spannung angelegt werden.

Kapitel 8

Bedienung der Software

Nachdem alle Systemkomponenten und die Prüflinge angeschlossen sind und das System eingeschaltet ist, kann der Motoremulator per Software bedient werden, entweder manuell über ein Remote-Panel oder, bei den meisten Prüfsystemen, über eine Automatisierungssoftware.

8.1Softwarepakete

Der Emulator wird standardmäßig mit einer LabVIEW-Bibliothek IRS.EME.TS.API einschließlich Abhängigkeiten zur Integration in anwenderspezifische Automatisierungssoftware geliefert.

Alternativ kann der Anwender eine Low-Level-TCP/IP-Kommunikation mit Befehl-Antwort-Struktur auf Basis einer JSON-Befehlsbeschreibung verwenden (siehe EME Example Communication.txt).

Für die manuelle Steuerung des EME wird ein Testpanel bereitgestellt. Es enthält die meisten Steuerfunktionen der LabVIEW-Bibliothek. Daher werden die Softwarefunktionen im Folgenden wegen der guten Veranschaulichung anhand des Testpanels erläutert. Die Erläuterungen zum Testpanel lassen sich auf den Betrieb mit einer Automatisierungssoftware übertragen.

8.2Manuelle Steuerung über das EME-Testpanel

Mit der Software EME_RemotePanel kann der EME manuell gesteuert werden. Sie kann parallel zur Automatisierungssoftware geöffnet werden.

Das Panel enthält bis zu 8 Funktions-Sub-Panels sowie Bedienelemente für die Verwaltung der IP-Verbindung.

EME_RemotePanel mit IP-Adresse, Schaltflächen Connect/Disconnect, Liste der Testpanels und Log-Fenster

  • System: allgemeiner Status (Softwareversion, Temperaturen, CPU-Last)
  • Config: allgemeine Konfiguration (Motor- und Sensorparameter)
  • Control: Betriebsparameter („induzierte Spannung“, Drehzahl, …)
  • Function: Betriebsparameter für eine feste Position
  • Streaming: Messung von Signalverläufen
  • Errors: zeigt Fehlerflags an
  • ICTRL: erweiterte Einstellungen für den Inverterbetrieb, nicht für den Emulatorbetrieb.
  • IRS: kritische und erweiterte Parameter, nur für IRS zugänglich

Das jeweilige Funktions-Sub-Panel wird im Bedienelement „Testpanels“ ausgewählt.

8.2.1Verbindungsverwaltung

Die folgenden Bedienelemente und Schaltflächen dienen der Verbindungsverwaltung

  • IP-Address: identifiziert einen bestimmten EME im Netzwerk
  • Scan: sucht nach sichtbaren EME im Netzwerk
  • Connect: stellt die Kommunikation mit einem EME her
  • Disconnect: beendet die Kommunikation mit einem EME
  • Log: zeigt den Kommunikationsstatus mit dem EME an

orange Einträge zeigen Fehler an

Es können sich mehrere EME in einem Ethernet-Netzwerk befinden. Der jeweilige EME wird über seine IP-Adresse angesprochen. Sie können entweder die bekannte IP-Adresse direkt in das gelb markierte Feld eingeben:

Testpanel mit dem gelb markierten Feld für die IP-Adresse 192.168.222.5

Alternativ können Sie nach vorhandenen EME im Netzwerk suchen, indem Sie die folgenden beiden gelb markierten Schaltflächen drücken:

Testpanel mit der Scan-Schaltfläche und dem Scan-Dialog, der die im Netzwerk gefundenen EME-Geräte auflistet

Nach dem Drücken der Schaltfläche „Connect“ sind alle anderen Funktionen in den Unterregistern verfügbar.

Nach dem Drücken von „Disconnect“ ist keine Bedienung mehr möglich.

Testpanel mit den gelb markierten Schaltflächen Connect und Disconnect

Im Log-Fenster wird der Kommunikationsstatus aufgelistet:

  • Connect-Ereignis
  • Disconnect-Ereignis
  • Fehler (orange markiert, mit Fehlerbeschreibung)

Das Log-Fenster kann mit der Schaltfläche „Clear Log“ geleert werden.

Nach dem Drücken der Schaltfläche „STOP“ wird das Testpanel geschlossen.

Log-Fenster mit Connect- und Disconnect-Ereignissen, einem orange markierten Fehler sowie den Schaltflächen Clear Log und STOP

8.2.2System

In der Systemstatusübersicht werden folgende Parameter angezeigt:

  • Allgemeine Informationen:
    • Softwareversionen von
      • EME-API (LabVIEW-Bibliothek auf dem PC)
      • RT-Software (Echtzeit-Firmware auf dem EME)
      • FPGA (Firmware der untersten Ebene auf dem EME)
    • Steuerplatine
      • HW-Version
      • Seriennummer
  • Interne Temperaturen
    • Temperaturwerte des EME
    • Temperaturen des „Opponent“
      • bei einem kombinierten 6-Phasen-System.
      • In den meisten Fällen können alle „Opponent“-Werte ignoriert werden.
  • CPU-Last
  • Betriebszeiten von
    • sbRIO (Laufzeit von Echtzeitcontroller + FPGA)
    • EME (Betriebszeit unter Spannung, während der EME aktiv ist).

Sub-Panel System mit Versionen, Temperaturen, CPU-Last und Betriebszeiten

8.2.3Config

Im Sub-Panel Config können allgemeine Motor- und Positionssensorparameter eingestellt werden. Die Reihenfolge der Konfiguration ist nicht relevant. Einstellungen in diesem Fenster können jederzeit geändert werden, solange der EME nicht aktiviert ist.

Sub-Panel Config mit Motorparametern links und Positionssensorparametern rechts

Die Konfigurationsparameter auf der linken Seite beschreiben die Motorparameter und lauten wie folgt:

  • Set Role
    • „Single“ für den normalen Emulatorbetrieb -> gilt für die meisten Anwendungen
    • „Inverter Single“ für den Inverterbetrieb -> typischer Anwendungsfall für die Sensorkalibrierung
    • …Master/Slave… Master- und Slave-Konfigurationen werden nur für 6-Phasen-Systeme verwendet. Bitte wenden Sie sich für die Simulation von 6-Phasen-Motoren an IRS.
  • Set DUT Parameter
    • „SPWM“ reine Sinusmodulation (üblicherweise nicht verwendet)
    • „SVPWM“ Standard-Raumzeiger-PWM (Standardeinstellung).
  • Set Motor Parameter
    • Polepairs: Anzahl der Polpaare des Motors (typisch 3…4, muss >= 1 sein)
    • Offset: Theta-Offset des Positionssensors (Bereich ±1 für ±180°)
    • Angular Displ (6ph): nur für 6-Phasen-Motoren verwendet (standardmäßig 0)
  • Set Transition
    • Smooth Transition sollte immer aktiviert sein, um eine zu schnelle Änderung der Modulation zu vermeiden.
    • Slope [delta/10µs] typischer Wert im Bereich von etwa 10-4…10-7
  • Set Network Parameters
    • Resistance [Ohm]: typischer Widerstand des Aufbaus (200µ … 1m)
    • Inductivity [H]: typischerweise verwendete Induktivität (85µH)

Sub-Panel Config mit Motorparametern links und Positionssensorparametern rechts

Die Konfigurationsparameter auf der rechten Seite beschreiben die Parameter des Positionssensors und lauten wie folgt:

  • Set xMR Parameter
    • Offset: DC-Spannung der SIN/COS-Sensorsignale (typisch 2,5 V)
    • Amplitude: Amplitude der SIN/COS-Sensorsignale (typ. 2 V)
  • Set xMR Multiplier
    • AMR/GMR_SIN/COS_P/N: Faktor zwischen mechanischer Frequenz und SIN/COS-Signalen (typ. 1…3)
  • Set Resolver Parameter
    • Transfer Factor: Quotient aus der maximalen Sinus- bzw. Kosinusamplitude und der Erregeramplitude
    • Calibration: üblicherweise Standardwerte (100 %, 0°)
      • Sine Amp [%] Korrekturfaktor bei Symmetrieabweichung
      • Cosine Amp [%] Korrekturfaktor bei Symmetrieabweichung
      • Phase Correction [°] Korrektur der Phasenverschiebung zwischen Sinus und Kosinus
  • Set Sensorless Enable
    • Enable sensorless mode: Ist dieser Wert auf True gesetzt, ignoriert der Emulator den Positionssensor und berechnet die aktuelle Position aus der PWM des Prüflings. Die Signale des Positionssensors werden trotzdem erzeugt.

8.2.4Control

Im Sub-Panel „Control“ kann der EME aktiviert werden, und die Arbeitspunkte können eingestellt werden.

Sub-Panel Control mit Set Interlock On/Off, Set Inverter On/Off, Set Space Vector, Set Speed und Set DUT Current

  • Set Interlock On/Off
    • Bereitet den EME auf die Aktivierung vor
    • Wenn gesetzt, dürfen und können einige allgemeine Parameter wie „Role“ nicht geändert werden!
  • Set Inverter On/Off
    • Wenn gesetzt, wird der EME aktiviert:
      • In den Emulatormodi startet er die Synchronisation auf den Prüfling
      • In der Rolle Inverter aktiviert er sofort die Ausgänge, um den Strom an der Motorlast zu regeln
    • Die Rückmeldeflags
      • „PWM sync“
        • wird sofort aktiviert
        • und bleibt aktiv, bis „Set Inverter On/Off“ vom Anwender zurückgesetzt wird.
        • Es zeigt an, dass der EME „aktiv sein sollte“
      • „Inverter On/Off“
        • bleibt aktiviert, solange kein Fehlerzustand vorliegt.
        • D. h., es wird zurückgesetzt, sobald ein Fehler auftritt.
  • Set Space Vector
    • Setzt die „induzierte Spannung des Motors“ relativ zur Zwischenkreisspannung.
    • Verwenden Sie nur quadrature; verwenden Sie nicht direct, da dies zu abnormalen Phasenverschiebungen führt.
    • D. h., wenn quadrature auf 0 gesetzt ist:
      • keine induzierte Spannung des Motors
      • keine Wirkleistung simuliert
    • D. h., wenn quadrature auf 0,9 gesetzt ist:
      • maximale induzierte Spannung des Motors (90 % der verfügbaren DC-Spannung ½)
      • maximale Wirkleistung simuliert
      • der Grenzwert dieses Parameters ist 0,9.

Sub-Panel Control mit Set Speed und Set DUT Current

  • Set Speed:
    • Legt beides fest:
      • die Frequenz des Positionssensorsignals
        • wird unabhängig von der Aktivität des EME erzeugt
        • sowohl für Resolver als auch für SIN/COS
      • die Ausgangsfrequenz des Motors
    • Typische Werte sind 0…500 Hz.
    • Die Ausgangsfrequenz des Motors wird berechnet als Drehzahl * Polpaarzahl.
  • Set DUT Current
    • Reservierter, derzeit nicht verwendeter Parameter.

8.2.5Functions

Das Sub-Panel „Functions“ enthält die folgenden beiden Funktionen:

  • AutoSync Enable
    • Setzen Sie den Wert auf True, um die einfache Synchronisation zu aktivieren.
    • Erläuterung zu dieser Funktion siehe Synchronisation.
  • Set Stop Rotation
    • Stop Rotation:
      • False: ein drehender Motor wird simuliert
      • True: ein Motor in fester Position wird simuliert
    • Theta [-180…+180°]
      • Bei gestoppter Rotation wird diese Position eingestellt.
      • Bitte beachten Sie, dass sich die Simulation nur dann in die gewählte Position bewegen kann, wenn die Drehzahl ungleich null ist!

Sub-Panel Functions mit Set AutoSync Enable und Set Stop Rotation mit Theta

8.2.6Streaming

Über das Sub-Panel „Streaming“ können Signalverläufe vom EME aufgezeichnet werden. Das Streaming der Signalverläufe wird folgendermaßen gestartet:

  • Start Stream
    • Schaltfläche drücken -> ein Fenster zur Einstellung der Streaming-Abtastrate erscheint
    • 100 kS/s ist die maximale Abtastrate,
    • 10 kS/s ist meist ausreichend und führt zu einer höheren Performance auf dem PC.

Sub-Panel Streaming mit der Schaltfläche Start Stream und dem Dialog zur Auswahl der Abtastrate

  • Bei aktivem Stream können verschiedene Signalverläufe ausgewählt werden:

Sub-Panel Streaming mit Signalverläufen der Phasenströme und der Liste der auswählbaren Kanäle

  • Mit der LabVIEW-API kann der Anwender zusätzlich:
    • Daten kontinuierlich in eine Datei streamen (TDMS-Format)
    • Kennwerte aus dem Stream abrufen (RMS-Phasenströme, DC-Spannung, …)
    • Siehe Eme_STREAMING_MemoryStream_GetChannel_TS.vi
  • Die Signalverläufe haben folgende Bedeutung:
    • I_U/V/W1
      • Phasenströme der Inverterphasen U, V, W
      • positive Werte bedeuten Richtung in den EME
      • negative Werte aus dem EME heraus

Sub-Panel Streaming mit Signalverläufen und der Liste der auswählbaren Kanäle

  • Die Signalverläufe haben folgende Bedeutung:
    • I_PS
      • DC-Strom vom HV-Netzteil
    • I_DUT
      • DC-Strom zum Prüfling
      • Positive Werte bedeuten motorischen Betrieb des EME
      • Negative Werte zeigen Rekuperationsbetrieb an
    • I_d/q
      • Aus den Phasenströmen berechneter Wert in d/q-Richtung
    • I_Exc
      • Optionaler Erregerstrom zur Simulation fremderregter Motoren
    • U_DC
      • Zwischenkreisspannung
    • DC_U/V/W1
      • Bei aktivem EME: vom EME an den Motorphasen U, V, W erzeugtes Tastverhältnis
      • Bei inaktivem EME: stellt ein „theoretisches“ Tastverhältnis dar, das angelegt würde, wenn der EME aktiv wäre
    • DC_DUT_U/V/W1
      • Gemessenes Tastverhältnis des Prüflings
    • Theta_mech
      • Aktuelle mechanische Position
    • Theta_el:
      • Aktuelle elektrische Position ( = mechanische Position * Polpaarzahl)
    • I_U/V/W2
      • Reserviert für 6-Phasen-Systeme
    • I_EME_1/2
      • Reserviert für 6-Phasen-Systeme

8.2.7Errors

Das Sub-Panel „Errors“ zeigt Fehler an, die auftreten können:

Sub-Panel Errors mit Fehlerflags für Sicherheit, IGBT, Überstrom und Temperatur sowie der gelb markierten Schaltfläche Reset Errors

Mit der Schaltfläche „Reset Errors“ können Fehlerflags zurückgesetzt werden, sobald der Fehler nicht mehr ansteht. Die Fehlerflags bedeuten:

  • Safety:
    • Period out of range:
      • Es lag kein PWM-Signal vom Prüfling an
      • entweder an einer bestimmten Phase U, V, W oder an irgendeiner Phase
    • Overcurrent Phase U/V/W
      • Software-Überstromabschaltung
      • der Strom an der jeweiligen Phase hat +1000 A oder -1000 A überschritten.
      • ein Abtastwert (10 µs Abtastzeit) genügt, um diesen Fehler auszulösen.
    • DCLink_Undervoltage
      • Die Zwischenkreisspannung ist unter den konfigurierten Grenzwert gefallen.
      • Der Grenzwert ist im EME konfiguriert und kann von IRS angepasst werden.
  • IGBT Phase U/V/W High/Low side:
    • Tritt dieser Fehler auf, liegt ein Hardwareschaden am IGBT-Leistungsschalter vor.
    • Der Leistungsteil muss repariert werden.
  • Overcurrent (</> 1000A) Phase U/V/W/Inverter/DUT/Rotor
    • Zeigt an, dass die HW-Überstromabschaltung durch den jeweiligen Stromsensor ausgelöst wurde
    • Für jede Phase und Polarität gibt es eine eigene Anzeige
  • Overcurrent Sum Current
    • Software-Überstromerkennung für den Summenstrom der Motorphasen
  • Any Temperature
    • … Warning: ein Temperatursensor (siehe System) hat den Warngrenzwert überschritten
    • … Error: ein Temperatursensor (siehe System) hat den Fehlergrenzwert überschritten
    • Die Grenzwerte sind im EME konfiguriert und können von IRS angepasst werden.
  • …Opponent:
    • Alle Fehlerflags des zweiten gekoppelten EME – reserviert für 6-Phasen-Systeme

8.2.8ICTRL

Das Sub-Panel „ICTRL“ kann für den Inverterbetrieb verwendet werden. Es enthält Einstellungen für den Einsatz des EME im stromgeregelten Modus.

Sub-Panel ICTRL mit PWM-Typ, Frequenz, Reglerparametern, Spannungs- und Stromsollwerten und EME Standalone

Für den Inverterbetrieb müssen die folgenden Parameter eingestellt werden:

  • Set ICTRL Frequency Schaltfrequenz in Hz
  • Set PWM Type
    • SPWM Sinusmodulation
    • SVPWM Standard-Raumzeiger-PWM
  • Set CTRL parameters
    • ICTRL_PI_Kp: Proportionalanteil des Stromreglers
    • ICTRL_PI_Ki: Integralanteil des Stromreglers
    • ICTRL_Overshoot: max. Differenz zwischen Sollwert und Iststrom
  • Set ICTRL active/inactive
    • Bei False:
      • direkte Modulation über die d- und q-Komponente des Raumzeigers verwenden
    • Bei True: verwenden
  • Set Voltage Setpoints
    • Setzt die „induzierte Spannung des Motors“ relativ zur Zwischenkreisspannung.
    • Verwenden Sie nur quadrature; verwenden Sie nicht direct, da dies zu abnormalen Phasenverschiebungen führt.
    • D. h., wenn quadrature auf 0 gesetzt ist:
      • keine induzierte Spannung des Motors
      • keine Wirkleistung simuliert
    • D. h., wenn quadrature auf 0,9 gesetzt ist:
      • maximale induzierte Spannung des Motors (90 % der verfügbaren DC-Spannung ½)
      • maximale Wirkleistung simuliert
      • der Grenzwert dieses Parameters ist 0,9
    • identischer Parameter wie in Control (Sub-Panel Control)
  • Set Current Setpoints
    • Setzt den zu regelnden Phasenstrom in d- und q-Richtung (direct und quadrature) in A
  • Set EME Standalone
    • Sollte immer aktiv sein (Standardeinstellung)
    • Nur für IRS verwendet

Darüber hinaus sind für eine einfache Bedienung dieselben Schaltflächen und Bedienelemente wie im Sub-Panel „Control“ sichtbar (Set Interlock On/Off, Set Inverter On/Off, Set Speed, Reset Errors).

Sub-Panel ICTRL

8.3Automatisierter Betrieb

Im folgenden Kapitel werden typische Programmabläufe für den normalen Emulatorbetrieb und den Inverterbetrieb beschrieben.

8.3.1Inverterbetrieb

Die folgende Abbildung veranschaulicht einen typischen Programmablauf für den Inverterbetrieb, insbesondere wie er für die Stromsensorkalibrierung des Prüflings verwendet wird.

Programmablauf für den Inverterbetrieb: Einrichtung (verbinden, EME konfigurieren, EME aktivieren), Betrieb (Position ändern, EME-Position setzen, Strom ändern, EME-Phasenstrom setzen, Parameter prüfen) und Abschluss (EME inaktiv, trennen)

Die folgenden Schritte und Parameter zeigen eine typische Einstellung für den Inverterbetrieb, insbesondere für die Stromsensorkalibrierung, bei der DC-Ströme auf die Motorphasen gegeben werden.

In der Tabelle

  • sind unbedingt erforderliche Befehle/Parameter gelb markiert, für die Umgebung blau
  • sind empfohlene Parameter grün markiert; sie sind standardmäßig gesetzt.
  • sind die übrigen nicht relevant.

Die Reihenfolge in der Tabelle ist als Reihenfolge der Befehle zu verstehen, die nacheinander an den EME gesendet werden sollten.

Kursive Schritte sind Umgebungseinstellungen. Fett geschriebene Befehlsnamen finden Sie in der JSON-Kommunikationsbeschreibungsdatei:

Einrichtung

Umgebung einrichten

SchrittParameterBemerkungenMarkierung
Passive Last anschließenEME-Ausgang über den Prüfling im aktiven Kurzschluss kurzschließen, während die HV-DC-Versorgung des Prüflings getrennt ist.blau
DC vom Prüfling trennenblau
EME verbindenIP-AdresseStandard = 192.168.222.5gelb

EME-Konfigurationsbefehle:

Schritt (JSON-Befehlsname)ParameterBemerkungenMarkierung
SET_RoleInverter Singlegelb
SET_DutParameterSVPWM–
SET_MotorParameterPolepairs = 1Standardparameter, andere Werte möglichgrün
SET_MotorParameterOffset Theta = 0grün
SET_MotorParameterAngular Displ. = 0grün
SET_SetpointTransitionTrue @ 1e-6Anderer Wert möglichgelb
SET_CouplingNetworkParameterR=0.001, L=85e-6Standardparameter, empfohlen für den Standardaufbaugelb
SET_ICTRL_DUT_PWM_TYPESPWMStandardparameter, empfohlen für den Standardaufbaugrün
SET_ICTRL_DUT_Frequency8000Standardparameter, empfohlen für den Standardaufbaugrün
SET_ICTRL_EME_CTRL_ParamKp=0.3, Ki=0,00025, Overshoot=250Standardparameter, empfohlen für den Standardaufbaugrün
SET_ICTRL_EME_Enable_CTRLTrueMuss für die Stromregelung aktiv seingelb
SET_ICTRL_Setpointsdirect=quadrature=0Muss vor der Aktivierung 0 seingelb
SET_EME_StandaloneTrueStandard, muss True seingrün
SET_ManualRevolutionSpeed60Anderer Wert möglich, typ. 0…200gelb
SET_StopRotationFalseMuss für drehenden Betrieb und Synchronisation False sein.gelb

Umgebung aktivieren

SchrittParameterBemerkungenMarkierung
HV-Versorgung aktivieren200 VMuss über dem Unterspannungsgrenzwert liegenblau
Kühlung aktivierenTyp. 5…10 l/min, abhängig vom Stromprofilblau

EME aktivieren

Schritt (JSON-Befehlsname)ParameterBemerkungenMarkierung
ERROR_ResetErrorkeineAktion ohne Parametergelb
SET_InterlockTruegelb
ACTION_PwmSyncTruegelb

Ab jetzt ist der EME-Ausgang aktiv und kann mit verschiedenen Sollwerten betrieben werden.

Betrieb

Die folgenden Schritte können während des Betriebs jederzeit ausgeführt werden.

Rotation betreiben und Strom aufbringen:

Schritt (JSON-Befehlsname)ParameterBemerkungenMarkierung
SET_ManualRevolutionSpeed60Anderer Wert möglich, typ. 0…200gelb
SET_ICTRL_SetpointsDirect = 0, Quadrature = 0…600Bitte stellen Sie sicher, dass eine ausreichende Wasserkühlung aktiv ist, wenn Ströme > 50 A aufgebracht werden!!!!gelb

Betrieb in fester Position (notwendig für die Stromsensorkalibrierung) bei aufgebrachtem Strom:

Schritt (JSON-Befehlsname)ParameterBemerkungenMarkierung
SET_StopRotationTrue, Theta = -180 … 180Typische Positionen für die Stromsensorkalibrierung: 0° / -120° / +120°gelb
SET_ICTRL_SetpointsDirect = 0, Quadrature = 0…600Bitte stellen Sie sicher, dass eine ausreichende Wasserkühlung aktiv ist, wenn Ströme > 50 A aufgebracht werden!!!!gelb

Das Auslesen von Messwerten aus den Streamingdaten ist mit der LabVIEW-Bibliothek möglich.

Abschluss

EME deaktivieren

Schritt (JSON-Befehlsname)ParameterBemerkungenMarkierung
SET_ICTRL_SetpointsDirect = 0, Quadrature = 0gelb
ACTION_PwmSyncFalsegelb
SET_InterlockFalsegelb

Umgebung abschließen

SchrittParameterBemerkungenMarkierung
HV-Versorgung abschalten0 Vblau

8.3.2Normaler Motoremulator-Betrieb

Die folgende Abbildung veranschaulicht einen typischen Programmablauf für den Emulatorbetrieb. Nach der Konfiguration von EME und Prüfling muss die Synchronisation des EME auf den Prüfling erfolgen. Anschließend kann der Anwender ein Stromprofil fahren, während die EME-Parameter konstant gehalten oder jederzeit geändert werden können.

Programmablauf für den Emulatorbetrieb: Einrichtung (verbinden, EME konfigurieren, Prüfling starten, EME synchronisieren), Betrieb (induzierte Spannung, Drehzahl und Phasenstrom des Prüflings ändern, Parameter prüfen) und Abschluss (EME inaktiv, Prüfling herunterfahren, trennen); Legende EME-Funktion (gelb) und prüflingsbezogene Funktion (blau)

Die folgenden Schritte und Parameter zeigen eine typische Einstellung für den normalen Emulatorbetrieb. In der Tabelle

  • sind unbedingt erforderliche Befehle/Parameter gelb markiert, für die Umgebung blau
  • sind empfohlene Parameter grün markiert; sie sind standardmäßig gesetzt.
  • sind die übrigen nicht relevant.

Die Reihenfolge in der Tabelle ist als Reihenfolge der Befehle zu verstehen, die nacheinander an den EME gesendet werden sollten.

Kursive Schritte sind Umgebungseinstellungen. Fett geschriebene Befehlsnamen finden Sie in der JSON-Kommunikationsbeschreibungsdatei:

Einrichtung

Umgebung einrichten

SchrittParameterBemerkungenMarkierung
Prüfling-Hardware anschließen(Phasen, DC, Positionssensor, Kommunikation, LV-Versorgung)Falsche Verbindungen können zu kritischen Strömen und Schäden führen.blau
EME verbindenIP-AdresseStandard = 192.168.222.5gelb

EME-Konfigurationsbefehle:

Schritt (JSON-Befehlsname)ParameterBemerkungenMarkierung
SET_RoleSinglegelb
SET_DutParameterSVPWMgelb
SET_MotorParameterPolepairs = gemäß PrüflingStandard = 1gelb
SET_MotorParameterOffset Theta = gemäß PrüflingStandard = 0gelb
SET_MotorParameterAngular Displ. = 0gelb
SET_SetpointTransitionTrue @ 1e-6Anderer Wert möglichgelb
SET_CouplingNetworkParameterR=0.001, L=85e-6gelb
SET_EME_StandaloneTrueStandard, muss True seingrün
SET_ManualRevolutionSpeed60Anderer Wert möglich, typ. 0…200gelb
SET_ManualSetpointDqDirect=0, quadrature=0.05Sollte niedrig sein, q > 0 wird jedoch empfohlengelb
SET_AutoSyncEnableTrueDas Aktivieren wird empfohlen. Wenn der Prüfling sein Tastverhältnis vor der Synchronisation langsam erhöht, kann der Wert auch auf False gesetzt werden.gelb
SET_StopRotationFalseMuss für drehenden Betrieb und während der Synchronisation False sein.grün

EME-Konfigurationsbefehle abhängig vom Positionssensor, entweder SIN/COS, Resolver oder sensorlos.

Bei Resolver:

Schritt (JSON-Befehlsname)ParameterBemerkungenMarkierung
SET_ResSiParameterTransferFactor = 1, SineAmplitude = 100 [%], CosineAmplitude = 100 [%], PhaseCorrection = 0 [°]Parameter gemäß den Resolverparametern des Prüflings. Hier sind die Standardparameter dargestelltgelb

Bei SIN/COS:

Schritt (JSON-Befehlsname)ParameterBemerkungenMarkierung
SET_AMRGMRParameterOffset = 2.5, Amplitude = 2.0Parameter gemäß den Sensorparametern des Prüflings. Der Multiplikator definiert das Verhältnis der Signalfrequenz zur mechanischen Drehzahl.gelb
SET_AMRGMRMultiplierGMR_SinP_Multiplier = 1, GMR_SinN_Multiplier = 1, GMR_CosP_Multiplier = 1, GMR_CosN_Multiplier = 1, AMR_SinP_Multiplier = 2, AMR_SinN_Multiplier = 2, AMR_CosP_Multiplier = 2, AMR_CosN_Multiplier = 2Parameter gemäß den Sensorparametern des Prüflings. Der Multiplikator definiert das Verhältnis der Signalfrequenz zur mechanischen Drehzahl.gelb

Umgebung aktivieren

SchrittParameterBemerkungenMarkierung
HV-Versorgung aktivierenGemäß Spannung des PrüflingsMuss über dem Unterspannungsgrenzwert liegen, abh.blau
Kühlung aktivierenTyp. 5…10 l/min, abhängig vom Stromprofilblau
Prüfling aktivierenNach diesem Schritt muss der Prüfling den PWM-Ausgang aktivierenblau

EME aktivieren

Schritt (JSON-Befehlsname)ParameterBemerkungenMarkierung
ERROR_ResetErrorkeineAktion ohne Parametergelb
SET_InterlockTruegelb
ACTION_PwmSyncTrueMuss aktiviert werden, bevor das Tastverhältnis des Prüflings zu hoch ist.gelb

Ab jetzt ist der EME-Ausgang aktiv und kann mit verschiedenen Sollwerten betrieben werden.

Betrieb

Die folgenden Schritte können während des Betriebs jederzeit ausgeführt werden.

Rotation betreiben und Strom aufbringen:

Schritt (JSON-Befehlsname)ParameterBemerkungenMarkierung
SET_ManualRevolutionSpeed60Anderer Wert möglich, typ. 0…200gelb
SET_ManualSetpointDqDirect=0, quadrature=0.1…0.9Höhere quadrature -> bedeutet höhere induzierte Spannung -> höhere Wirkleistung -> höherer DC-Strom.gelb
Strom des Prüflings einstellen±600 A; innerhalb der möglichen Leistungsbereiche des Systems!!Negative Stromsollwerte führen üblicherweise zu Rekuperationsbetrieb. Es können sowohl d- als auch q-Strom aufgebracht werden, wobei der q-Strom zu Wirkleistung und höherem DC-Strom führt.blau

Das Auslesen von Messwerten aus den Streamingdaten ist mit der LabVIEW-Bibliothek möglich.

Abschluss

EME deaktivieren

Schritt (JSON-Befehlsname)ParameterBemerkungenMarkierung
Strom des Prüflings einstellen0blau
ACTION_PwmSyncFalsegelb
SET_InterlockFalsegelb

Umgebung abschließen

SchrittParameterBemerkungenMarkierung
HV-Versorgung abschalten0 Vblau
Kapitel 9

Transport & Lagerung

9.1Sicherheitshinweis zum Transport

9.2Transportinspektion

Prüfen Sie die Lieferung unmittelbar nach Erhalt auf Vollständigkeit und Transportschäden. Prüfen Sie die Stoß- und Kippindikatoren an der hölzernen Transportkiste.

Gehen Sie bei äußerlich erkennbaren Schäden wie folgt vor:

  • Nehmen Sie die Lieferung nicht oder nur unter Vorbehalt entgegen.
  • Vermerken Sie den Schadensumfang auf den Transportunterlagen oder auf dem Lieferschein.
  • Leiten Sie eine Reklamation ein.
  • Transport und erste Inbetriebnahme werden vom Hersteller durchgeführt.

9.3Verpackung

Die Verpackung soll die einzelnen Bauteile bis zur Montage vor Transportschäden, Korrosion und anderen Beschädigungen schützen. Zerstören Sie die Verpackung daher nicht und entfernen Sie sie erst kurz vor der Montage.

9.4Lagerung

Lagern Sie das Gerät unter folgenden Bedingungen:

  • Nicht im Freien lagern.
  • Trocken und staubfrei halten.
  • Keinen aggressiven Medien aussetzen.
  • Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
  • Mechanische Erschütterungen vermeiden.
Kapitel 10

Montage

10.1Montage, Installation und erste Inbetriebnahme

  • Montage, Installation und erste Inbetriebnahme werden vom Hersteller durchgeführt.
Kapitel 11

Wartung und Reinigung

In den folgenden Abschnitten wird die Wartung beschrieben, die für einen optimalen und störungsfreien Betrieb erforderlich ist. Wenden Sie sich bei Fragen zu Wartungsarbeiten und -intervallen an den Hersteller. Anschlüsse für höhere Ströme müssen auf saubere Kontaktierung und mechanische Festigkeit (Zugprüfung) geprüft werden.

KomponenteAnz. / SystemNach AufbauMonatlichJährlichMaßnahme
Hochstromkontakte Motorphasen9XXPrüfen Sie den ordnungsgemäßen Anschluss der Ringkabelschuhe. Liegen die Ringkabelschuhe plan auf der Kontaktfläche auf? Sind die Muttern fest angezogen? Führen Sie eine manuelle Zugprüfung am Kabel durch.
Hochstromkontakte HV DC12X
Kalibrierung1 SatzNach Vereinbarung, typ. 1..3 JahreDie EME-Kalibrierung muss vor Ort mit dem Kalibrierkit durchgeführt werden.
EME-interner Kühlkreislauf3xXPrüfen Sie den Wasserdruck am Manometer (siehe Kapitel Kühlwasserdruck prüfen). Füllen Sie ggf. nach (siehe Kapitel Kühlwasser nachfüllen)

11.1Kühlwasserdruck prüfen

Manometer für die Druckmessung (muss im Bereich 1..3 bar liegen) und Nachfüllanschluss 1/2"

11.2Kühlwasser nachfüllen

Fällt der interne Druck unter 1 bar, muss der interne Kühlkreislauf nachgefüllt werden. Schließen Sie dazu einen Schlauch mit ½"-Anschluss an den Nachfüllanschluss an (siehe Bild oben) und füllen Sie ein Wasser-Glykol-Gemisch mit einem Druck von mindestens 3 bar ein.

Das optimale Mischungsverhältnis ist:

  • 25 % Glykol
  • 75 % sauberes Wasser

Öffnen Sie das Ventil hinter dem Nachfüllanschluss, damit das Wasser-Glykol-Gemisch in den internen Puffer fließt. Schließen Sie das Ventil, wenn das Manometer 2,5 bar anzeigt. Trennen Sie den Füllschlauch und entfernen Sie Reste von eventuell verschüttetem Wasser-Glykol-Gemisch.

11.3Reinigung

Schalten Sie das System vor Reinigungs-, Service- und Wartungsarbeiten und -maßnahmen ab und sichern Sie es gegen sofortiges Wiedereinschalten.

Lassen Sie das System vor Reinigung und Service abkühlen.

Die Oberfläche der Geräte kann mit einem feuchten Tuch gereinigt werden.

Befindet sich Wasser oder in der Auffangwanne, nehmen Sie es mit einem trockenen Tuch auf.

Kapitel 12

Systemfehler

12.1Systemfehler

Das folgende Kapitel nennt mögliche Ursachen für Systemfehler und deren Behebung.

12.2Softwarefehler

Bitte wenden Sie sich bei Softwarefehlern, die sich nach dem Verständnis dieser Erläuterungen in der Funktionsbeschreibung nicht beheben lassen, an den Hersteller.

Kapitel 13

Demontage & Entsorgung

13.1Demontage und Entsorgung

Demontieren Sie das Gerät nach dem Ende der Nutzung und entsorgen Sie es umweltgerecht.

13.2Sicherheit

13.3Abbau

13.4Entsorgung

Das Gerät ist nicht für den privaten Gebrauch bestimmt. Es wird für den gewerblichen Bereich hergestellt und geliefert und sollte vom Endanwender ordnungsgemäß entsorgt werden.